Bremer Stadtmusikanten

Der Hörselberg bei Eisenach

Nicht weit von Eisenach, in Thüringen, liegt der Hörselberg, den folgende Sage berühmt macht. Es war eine Königin von Engeland, mit Namen Ronischwig, welche, als ihr Herr und König, der ihr aus dermaßen lieb war (denn er sie, aus einem geringen Geschlechte, zu einer Königin, um ihrer Tugenden willen, erwählt hatte), gestorben war, die Treue an ihm auch nicht vergessen

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Das Wunderblut zu Wilsnack in der Priegnitz

Im tausend dreihundert und drei und achtzigsten Jahre nach Christi Geburt ist die große Wallfahrt zur Wilsnack in der Priegnitz, unter dem Bischof zu Havelberg, angegangen, wegen der blutigen Hostien, so nach Abbrennung der Kirche daselbst, am 24. August daselbst gefunden worden. Denn als auf gedachte Zeit ein Priegnitz’scher Edelmann, mit Namen Heinrich von Bülow, das Dorf Wilsnack, wie auch

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Wundervolle Entdeckung eines Mordbrenners

Um das Jahr 1349 ist in Mecklenburg geschehen ein wunderbar Ding. Zu Wittenburg, in dem genannten Lande, ward ein Mann beschuldigt, daß er sollte etliche Häuser angesteckt haben. Er verneinte solches und vermaß sich auf seine Unschuld, daß er ein glühend Eisen tragen wollte. Es ward ihm in die Hand getan, er trug es, ohne einen Laut des Schmerzes von

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Die tugendhafte Nonne

Um das Jahr 1325 fielen Polen, Litauen und Preußen, zu ganzen Scharen in die Mark Brandenburg ein, sengten, raubten, mordeten und begingen alle die Gräule, die nur barbarische Nationen zu begehen im Stande sind. Einer dieser Barbaren hatte eine schöne Jungfrau aus einem Kloster geraubt und, ob er wohl bald mit Dräuworten, bald mit Bitte sie zu bewegen suchte, seinen

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Rübezahl verwandelt sich in einen Esel

Einst reiste ein Glaser über das Gebirge und ward über die schwere Last des Glases, die er auf dem Rücken trug, müde, schaute sich daher um, wo er sich wohl hinsetzen könnte. Der ihn beobachtende Rübezahl vermerkte dies kaum, als er sich in einen runden Klotz verwandelte, welchen der Glaser nicht lange hernach am Wege liegend antraf und mit frohem

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Das Innere des Zobtenberges: Schatz im Berg

Es war einmal ein Mann, der ist einmal im Berge herum gekrochen und hat Vogelnester gesucht. Wie er nun in eine wilde, wüste Steinrücke kommt, so sieht er eine Höhle mit einer offen stehenden Türe, eine große, zwar nicht ganz finstere, doch weit hinein gehende, furchtsame Höhle. Da fing er sich an zu fürchten und blieb stehen, sah sich ganz

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Graf Walther und Helgunda (Krakau, Wiślica vor 1253)

Es war in alten Zeiten eine sehr berühmte Stadt in Polen, von hohen Mauern eingeschlossen, Wislicz genannt, deren Herrscher einst, zur Zeit des Heidentums, Wislaw der Schöne gewesen war, abstammend von der Familie des Königs Pepol. Diesen nun soll ein Graf, auch desselben Stammes, mächtig an Kräften, daher Walther der Starke genannt (welches auf Pohlnisch heißt: Wdaly Walgerzs), dessen Schloß

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Vom Wunderblute zu Zehdenick

Im Jahre 1249 hat ein Weib zu Zehdenick eine geweihte Hostie in Wachs gedrückt und vor ihre Bierfässer begraben, damit die Leute ihr Bier desto lieber möchten holen und trinken. Da sie aber hernach einen scharfen Gesetzprediger gehöret, ist sie dadurch zur Erkenntnis ihrer begangenen Sünde gekommen. Und ob ihr wohl eine schwere Buße von ihrem Beichtvater ist auferlegt worden,

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Das Wunderblut zu Belitz (Pogrom)

Schilderung eines Pogroms an der jüdischen Bevölkerung im Wendland um 1245. Pogrome an der jüdischen Bevölkerung wegen der “Marterung von Hostien”. Sogenannte “Hostienschändung” gab es vor der Reformation vielfach. So z. B. 1492 in Mecklenburg “Im tausend zweihundert und sieben und vierzigsten ward das Wunderblut zu Belitz gefunden und auch in selbigem Jahre heilig bestätiget. Etliche Juden hatten mit einer

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