Man sagt von starken Helden (Heinrich der Löwe)


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Der Herre war sehr müde
Es war kein Wunder nicht
»Ach Gott! mich heut‘ behüte
Sonst mir sehr weh‘ geschieht
Hilf ja, daß ich mög‘ wachen
Es möcht‘ mir übel sein
Möcht‘ kommen in Satan’s Rachen
Dazu in die ew’ge Pein.«

Er that sich niedersenken
Der Schlaf setzt ihm sehr zu;
Es war nicht zu verdenken
Hatte lang gehabt keine Ruh
Er lag auf dem Giersberge
Zu Braunschweig vor der Stadt
Wie man gar leicht kann merken
Von der Reise war er matt.

Es währete drauf nicht lange
Der Teufel kam gefloh’n
Hatte sehr fest umfangen
Den allzutreuen Leu’n.
Der sah den Herren liegen
Gedacht‘, er wär‘ schon tot
Er ruhete am Berge
Wär kommen bald in Not

Der Löwe thät laut schreien
Weil sich der Herr nicht rührt
Dem Teufel thäts gereuen
Daß er ihn hatt‘ geführt
Der Herr von solchem Schreien
Gar bald und schnell erwacht
Den Teufel thät’s gereuen
Warf den Löwen, daß es kracht

Denn, so der Herr geschlafen
Wär‘ kommen um Leib und Seel
Allein Gott thät es schaffen
Von ihm kommt Leben und Heil
Half ihm in diesem Leben
Aus solcher großen No
Tat seiner ferner pflegen
Half ihm bis in den Tod

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Liederthema: Gedichte
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