Man sagt von starken Helden (Heinrich der Löwe)


in:

Sie thäten da fast ringen,
Jeder sein Stärk‘ bewährt,
Der Herr thät dazu springen
Mit seinem blanken Schwerdt.
Der Löw‘ ward dies bald innen,
Vor’m Lindwurm er stets weicht,
Der Herr aus kühnen Sinnen
Bald auf den Lindwurm streicht.

Der Lindwurm sperrt auf den Rachen
Gegen den hochwerthen Mann;
Der Herr fing an zu lachen,
Er sprach den Löwen an,
Der Leu mit frohem Muthe
Schnell auf den Linudwurm sprang.
Der Lindwurm schrie sehr laute,
Daß es im Wald erklang.

Der Herr mit frischem Muthe,
Schlug auf das wilde Thier,
Mit seinem Schwerdt so gute,
Daraus wild Feuer fuhr
Da sah der Löw‘ das Gute
Sein‘ Treu dem Herrn anbot
Der Herr aus freiem Muthe
Schlug da den Lindwurm todt.

Der Leue thät sich legen
Zum Herrn und seinem Schild,
Er thäte seiner pflegen,
Er fing ihm Hirsch und Wild;
Groß Treu empfing der Herre
Von diesem wilden Thier.
Er pflegt’s ihm machen gare,
Ohn‘ alles Feuer hier.

In diesem großen Walde
Waren sie mit Wasser umgeb’n:
Er besann sich hierauf balde:
Wie komme ich von dem Löwen?
Eine Hord‘ thät er bald machen,
Von Holz und auch von Reis,
Der Löw‘ thät darnach trachten,
Wie er bekäm die Speis.

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Liederthema: Gedichte
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