Man sagt von starken Helden (Heinrich der Löwe)


in:

»Nun, Gottes Wille geschehe
Will er es also ha’n
Daß ich soll greifen zur Ehe
Zeigt’s unserm Herren an.«
Sie sprachen: »das müssen wir sagen
Daß unser gnäd’ger Herr
Euch dieses vorgetragen
Reicht euch zu großer Ehr‘.«

Das Fräulein gab ihren Willen
Sie hatte ja gesagt
Zeigten’s dem Herrn im Stillen
Sagten: »es ist wohl gemacht
Das Fräulein ist euer eigen
Gott geb‘ euch Glück dazu
Wollen sie euch bald beilegen
Sollt schlafen in guter Ruh‘.«

Der Herr mit freiem Mute
Schön dankte diesen Herrn
»Mein Sach‘ ist worden gute
Nun besteh‘ ich mit Ehr’n.
Soll ich nun Hochzeit machen
Mit meiner neuen Braut
Vivat! Gott thu‘ es machen,
Daß wir werd’n bald getraut.«

Sie antworteten in Eile
»Das wird nun bald gescheh’n.«
Man nahm da nicht die Weile
Ging alsbald zum Fräulein;
Man nahm sie bei den Handen
Und führte sie zum Herrn
Liebreich ward sie empfangen
Er nahm sie herzlich gern

Großen Dank thät er ihr sagen
Auch sie umarmte fein
Und auf einem güldnen Wagen
Führt‘ sie zur Kirchen ein
Niemand fast konnte hören
Allda sein eigen Wort
Von Pfeifen und Trompeten
Desgleichen nie gehört

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Liederthema: Gedichte
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