Man sagt von starken Helden (Heinrich der Löwe)


in:

»Seid ihr der Landesherre
So seid uns allen willkomm;«
Thaten ihm große Ehre
Denn er war mild und fromm
Die Fürstin fiel darnieder
Und dankt dem Herren Gott
»Mein Herr ist kommen wieder
Hat ihn errett’t aus Not.«

Zu Tische man ihn weiset
Ein jeder es geseh’n
Wo man ihn besser speiset
Als auf der Hard‘ (dem Schiff) gescheh’n
Bei der Braut setzt man ihn nieder
Jeder sich verwundert hier
Der Leue ward versorget
Sein allzutreues Thier.

Was soll man weiter sagen?
Dem Bräut’gam kam die Mähr
»Es war wohl zu beklagen
Daß eben kam der Herr
Nun ist mein Thun verloren
Durch den Korb bin ich hindurch
Wär‘ ich noch höher geboren
Stünd‘ ich jetzt sehr in Sorg‘.«

Der Bräut’gam trauret sehre
Es war ihm leid der Hohn
Wenn’s nicht der Landsherr wäre
Er wollt‘ nicht lassen davon
Nach der Braut stund sein Verlangen
»Ich hab‘ ein Wild gejagt
Ein and’rer hat’s gefangen
Das sei ja Gott geklagt.«

Die Herren gingen zusammen
Und hielten einen Rath,
Der Herzog dazu kommen,
Einen jeden er da bat:
Guten Rath sie sollten geben.
In Gnaden ward’s erkannt,
Dieweil er hatt‘ sein Leben,
Darzu war Herr im Land

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21


Liederthema: Gedichte
Liederzeit:
Schlagwort: |
Region:

Medien: