Sachsen und Anhalt

Sachsen und Anhalt: Volkslieder, Reime, Gedichte

Lieder aus Sachsen-Anhalt. Anhaltinische Kinderreime und Gedichte und Lieder. Magdeburg — Mansfeld — Naumburg — Zeitz — Prettin — Köthen — Bad Bibra — Altmark — Salzwedel —

Du schönes Land das mich geboren (Anhalt Hymne)
Wenn ihr zu meiner Liebsten kommt (1740)
Ich wollt ich läg und schlief viel tausend Klafter tief
Nah bei Wien im deutschen Lande (Robert Blum)
Nieder mit den Hunden mit der Reaktion
Schatz ach Schatz reise nicht so weit von hier
Meine Oma fährt Motorrad (Köthen, 1942)
Hecker hoch dein Name schalle

Buko von Halberstadt (Zerbst)

Bukko von Halberstadt bring doch meinem Kinde was mit Was soll ich ihm bringen Rote Schuh mit Ringen schöne Schuh mit Gold beschlagen die soll unser Kindchen tragen Hurraso Burra fort Wagen und schön Schuh sind fort stecken tief im Sumpfe Pferde sind ertrunken Hurrah schrei nicht Reitersknecht warum fährst du auch so schlecht Altes […]

| 1100


Wie wird mir denn geschehen

Wie wird mir denn geschehen wenn ich dich meiden soll und ich dich nimmer sehe viel eh ich sterben wollt Schön, adelich und fromm meins Herzens eine Kron du hast mein Herz umfangen ich kann nicht abelan Dein thu ich immer gedenken all Augenblick und Stund Du thust mein Herze kränken dein rosenfarbner Mund wenn […]

Liebeslieder | 1601


Wenn ihr zu meiner Liebsten kommt (1740)

Wenn ihr zu meiner Liebsten kommt sagt ihr´n guten Morgen sprecht, es gehet mir sehr wohl darf für mich nicht sorgen Wenn sie keinen Kummer hat darf sich keinen machen bin ich ihr nicht gut genug kann sie mich auslachen Und wenn sie gestorben ist bitt ich alle Bauern daß sie mit zu Grabe gehn […]

Liebeskummer | 1740


O Klosterleben

O Klosterleben du Einsamkeit du stilles und ruhiges Leben dir hab ich mich gänzlich ergeben zu führen ein geistliches Leben O Himmel was hab ich getan die Liebe war Schuld daran Des Morgens wenn ich zur Kirche geh muß singen und beten alleine und wenn ich das Gloria patri sing so liegt mir mein Schätzchen […]

Frauenlieder | 1777


Wer sitzt in diesem hohen Thron

Wer sitzt in diesem hohen Thron „Eine Frau Königin“ wird geantwortet kann man sie nicht zu sehen kriegen „Nein, nein! Der Turm ist viel zu hoch“ „Darf man nicht einen Stein ausbrechen?“ „Einen Stein und dann nicht mehr“ Tingetang Kellergang Rote rote Rose Esieby, esseby sei du so gut: faß hinter mich aus: Provinzialcharakterzüge oder […]

| 1784


Es thront am Elbestrande die stolze Magdeburg (Friesen)

Es thront am Elbestrande die stolze Magdeburg Ihr Ruhm klang durch die Lande ihr Unglück auch hindurch Als Tilly einst dem Feuer zu tilgen sie gebot trug sie den Witwenschleier war ihre Schöne tot Sie mag ihn wieder nehmen ihr starb ihr bester Sohn Er ging, ein großer Schemen hinauf zu Gottes Thron Da hießen […]

Deutschlandlieder | | 1816


Ich wollt ich läg und schlief viel tausend Klafter tief

Ich wollt ich läg und schlief viel tausend Klafter tief im Schoß der kühlen Erden weil du mein nicht kannst werden und nichts zu hoffen hab als nur das kühle Grab Du sagst du liebest mich das Widerspiel seh ich ein Andern tust du lieben suchst mich nur zu betrüben drum sage nun nicht mehr […]

Liebeskummer | 1820


Fordere niemand mein Schicksal zu hören

Ford´re niemand mein Schicksal zu hören dem das Leben noch wonnevoll winkt ja, wohl könnte ich Geister beschwören die der Acheron besser verschlingt Aus dem Leben mit Schlachten verkettet aus dem Kampfe mit Lorbeer umlaubt hab ich nichts, hab ich gar nichts gerettet als die Ehr´ und das alternde Haupt Keine Hoffnung ist Wahrheit geworden […]

Soldatenlieder | | 1825


Das quellende Silber

In der Nähe von Quedlinburg hat einmal ein armer Bauer seine Tochter in den nächsten Busch geschickt, um Brennholz aufzulesen. Das Mädchen nahm dazu einen Tragkorb und einen Handkorb mit, und wie sie beide voll Holz hatte und wieder heim gehen wollte, trat ein weißes Männlein zu ihm hin und fragte: „Was trägst du da?“ – Aufgelesenes Holz zum Heizen und Kochen, antwortete […]

| 1827


Die Hussiten zogen vor Naumburg

Die Hussiten zogen vor Naumburg Über Jena her und Camburg; Auf der ganzen Vogelwies Sah man nichts als Schwert und Spieß, an die hunderttausend. Als sie nun vor Naumburg lagen Kam darein ein großes Klagen; Hunger quälte, Durst tat weh, Und ein einzig Lot Kaffee Kam auf sechzehn Pfennig Als die Not nun stieg zum […]

Scherzlieder | | 1832