Oberlausitz

Oberlausitz: Volkslieder, Reime, Gedichte

Es ist kein Lohn mehr (Oberlausitz)
Das ist der Tag den Gott gemacht (Oberlausitz)
Wo soll ich mich hinwenden in dieser schlechten Zeit
Ach, was soll ich Weber machen…
Es liefert ein Weber an seinen Herrn
Unsere ahle Miezekoatze
Wie´s jetzt uns armen Webern geht
Spring sie auf die Kette
Still ruht der Bau die Maurer streiken
Hebe sieh in sanfter Feier

Wo soll ich mich hinwenden in dieser schlechten Zeit

Wo soll ich mich hinwenden bei der betrübten Zeit An allen Orten und Enden ist nichts als Krieg und Streit Rekruten fanget man, so viel man haben kann; Soldat muss alles werden, sei einer Knecht oder Mann Soldat muss alles werden, es sei Knecht oder Mann. Mit List hat man mich g’fangen, als ich im […]

Soldatenlieder | 1800


Ach, was soll ich Weber machen…

Ach, was soll ich Weber machen Was soll ich denn fangen an Es ist mir nicht mehr zum Lachen Weil man kaum mehr leben kann Von dieser lieben Weberei Ja, ich sag es ohne Scheu Für 36 Groschen Lohn Muß man 200 Ellen weben Dazu von drei Wirkstühlen schon Gewerbesteuer geben Die Klassensteuer wird erhöht […]

Weberlieder | 1830


Es ist kein Lohn mehr (Oberlausitz)

S’ist kee Luhn mie, s ‚is kee Luhn mie Die verflicksten Fabrikanten Wulln ou goar nischt gan (geben) Wenn’ch mich sull imsonst rimtreiben Konn’ch ju ou drheeme bleibm Radgendorf, Spitzkunnersdorf, Oberlausitz 38, Mitteld. II, 117 in Wolfgang Steinitz II

Weberlieder | | 1900


Der Arme sitzt am Webstuhl (Weberspruch)

Der Arme sitzt am Webstuhl Der Reiche liegt auf der faulen Seite Großschweidnitz, Mitteld. II 118 „Die Weberreime sollen bisweilen den Rhythmus bzw. die verschiedenen Rhythmen des Webergeräusches wiedergeben.  (siehe Curt Müller: „Lautausdeutung“) Sächs. II 55 ff. nach Wolfgang Steinitz: I. 266f

Weberlieder | | 1900


Es liefert ein Weber an seinen Herrn

Es liefert ein Weber an seinen Herrn Zwei Stücke auf einmal Zwei Strähne, die er hat gemetzt Die fehlten an der Zahl Und als er durch den Kucker sah Da war der teufel lus (los) Da ging es gleich: „Mein lieber Mann, da fehlt der halbe Schuß!“ Kleindehsa bei Löbau, Oberlausitz, S, 39 (Weiteres nicht […]

Weberlieder | 1900


Unsere ahle Miezekoatze

Unsere ahle Miezekoatze Woas fir schiene Tage hoat’se Brauch ne spinn und brauch ne weefn Brauch o keene Butter keefn (kaufen) Und se brauch keen Hauszins gahn (geben) Brauch ock (nur) uff de Meise sahn (Mäuse sehen) Spruch, Oberlausitz. S.39 Varianten: „O du gute Mietzekatze, wieviel gute Tage haste, brauchst ni spinn´ und brauchst ni […]

Weberlieder | | 1900


Das ist der Tag den Gott gemacht (Oberlausitz)

Das ist der Tag den Gott gemacht die Völker haben Holz gehackt Da sandte Gott von seinem Thron 15 Pfennige Tagelohn Text: anonym – aus Löbau , Oberlausitz , in: Parodistische Volksreime aus der Oberlausitz von Curt Müller , Z. V. f. Vk 1905 – bei Steinitz I , 1962 eine Parodie auf Dies ist der […]

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | 1905


Wie´s jetzt uns armen Webern geht

Wie´s jetzt uns armen Webern geht Das ist gar nicht zu sagen Trägt einer jetzt ´ne Leinwand heim Da hört man nichts als Klagen Da heißt’s: Ihr Weber, nehmt euch nur Zeit Vor Ostern braucht ihr nicht zu bäumen Die Zeiten sind zu schlecht! Schneid’t einer jetzt ein‘ Brotlaib an Der ist gleich wieder weg […]

Weberlieder | 1921


Spring sie auf die Kette

daß sie klingt Spring sie auf die Kettedaß sie klingtWelches ist die Schönstein dem Ring Schönster Prinz, komm hereinlaß mich deine Dame seinSchönste Dam´komm hereinlaß mich sehen deinen Schein aus der Oberlausitz , Gegend von Camenz , 1830in Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)

Allgemein | 2009


Still ruht der Bau die Maurer streiken

Still ruht der Bau die Maurer streiken die Kelle liegt in guter Ruh der Kalk vertrocknet in dem Kasten weil man ihm gießt kein Wasser zu Still ruht der See die Maurer schlafen das Kalkfaß steht in guter Ruh Da kommt der Meester und setzt sich nieder und sieht den faulen Maurern zu Text: anonym […]

Arbeiterlieder | 2010