Crimmitschau

Crimmitschau


Unsere braven Crimmitschauer (Wie lang sind die Bande)

Unsere braven Crimmitschauer Simse rim simsim simsim Fabrikanten sind in Trauer Simse rim simsim simsim Denn der blöde Fachverein Täterä tä tä tä Fragt beim Lohn – o welche Pein! – Täterä tä tä tä Wie lang sind die Bande? Wau, wau, wau, wau, wau, wau Wie lang sind die Bande ? Schnäderäng täng schnäderäng täng Schnäderäng täng tärä täng

Arbeiterlieder | Weberlieder | Region: , | 1883


In Sachsen liegt ein Städtchen (Crimmitschau Streik)

In Sachsen liegt ein Städtchen das kennt fast jedermann da gibt´s ein Arbeitsvölkchen von siebentausend Mann Und dieses kleine Völkchen heißt Proletariat fürs Leben mehr ein Stündchen fünf Jahre lang es bat Umsonst war alles bitten um den Zehn-Stunden-Tag muß werden erst gestritten eh man´s erkennen mag Die Herren und die Fakse ihr werdet mich verstehen wollen machen selbst die

Arbeiterlieder | Politische Lieder | Weberlieder | Region: , | 1903


Hört ihr braven Crimmitschauer

Hört ihr braven Crimmitschauer Simserim juchheirassa Fabrikanten sind in Trauer Simserim sim sim sim sim Weil das böse Arbeitsvolk Tätärä tätätä den Zehnstundentag gewollt Tätärä tätätä auch noch höhere Löhne Wau wau wau wau wau auch noch höhere Löhne Schnedderengteng Schnedderengteng Schnedderengteng derengtengteng Als Antwort gab´s in Massen Kündgungsscheine zum Entlassen Aus den Buden mußte raus alt und jung, o welch ein Graus alles

Arbeiterlieder | Freiheitslieder | Weberlieder | Region: , , | | 1903


Verboten sind die Weihnachtskerzen (Rübezahl in Crimmitschau)

Verboten sind die Weihnachtskerzen – Verboten ist das Weihnachtsfest – Das Jauchzen kleiner Kinderherzen Im Crimmitschauer Webernest Verboten sind der Liebe Gaben – Verboten ist der Lichter Strahl – Nun bleibt mir armen Weberknaben Nur eines noch – ich wag`s einmal: Rübezahl! Hört er`s ? – Er soll es heut erfahren, wie tief die Not uns drückt, wie tief! Zwar

Arbeiterlieder | Weberlieder | Weihnachtslieder | Region: , , | | 1903


Ein Städtchen liegt im roten Königreich (Crimmitschau 1904)

Ein Städtchen liegt im roten Königreich in dem ein Kampf jetzt zittert ein Kampf, der tobt, dem bisher keiner gleicht so heftig und erbittert Sie fanden´s gut, die noblen Herrn viel tausend Weber auszusperrn Der Ort, es kennt ihn jeder ganz genau es ist das Weberstädtchen Crimmitschau Gar eifrig steht die hohe Polizei wie´s Brauch in Sachs’schen Landen mit ihrer

Arbeiterlieder | Weberlieder | Region: , , | | 1904


Das Christkind flog nach Crimmitschau

Das Christkind flog nach Crimmitschau Es rührte froh die Schwingen: Den armen Weberkindern wollt´ Es Weihnachtsgaben bringen. Doch als es an das Stadttor kam, da mocht´ es schier verzagen es packte ein sächsischer Landgendarm das Christkindlein beim Kragen Man schleppt‘ es in das Wachtlokal; Und als man aus seinen Papieren Ersah, daß es kein Streikbrecher war, da wollt‘ man’s arretieren.

Weberlieder | Region: , | | 1904


Siebenzig vom Asyl (Streik Crimmitschau)

„Das Jahr geht zu Ende“-„Der Kampf ist heiß“ – „Und dauert so lange“ – „Wer weiß, wer weiß“ – So schallt’s durch den Saal um Mitternacht, wo die Schar der Ärmsten liegt und wacht. Sie zweifeln;- sie wissen auch gar zu gut, wie weh die Kälte, der Hunger tut… Sie kennen die Scherge der Staatsgewalt, vor denen sie oft die

Arbeiterlieder | Weberlieder | Region: , | | 1904


Die Hungerschlacht von Crimmitschau

Kein Hurra braust, keine Büchse kracht Kein wilder Schlachtradau Und doch tobt eine wilde Schlacht Im sächsischen Crimmitschau Kein Heerhauf steht dort im Gefecht In rotem und blauem Frack Dort kämpft verzweifelt um’s gute Recht Das hungrige „Weberpack“ Die hungrigen Weber von Crimmitschau, die müde der langen Frohn, stehn Schulter an Schulter, Mann und Frau in trotziger Rebellion. Sie wollen

Weberlieder | Region: , | , | 1904


CRIMMITSCHAU – Sprechchor

Schicksalschor: Crimmitschau Crimmitschau Das Schifflein fliegt, der Webstuhl saust Das Lied der Arbeit stöhnt und braust Für wen Für wen? Menschen atmen heiß und schwer Weben mehr und immer mehr Für wen Für wen? Weben, wirken bis zur Nacht, Webstuhl fliegt und fliegt mit Macht Für wen Für wen? Bittrer Hunger ist ihr Gast Weben, wirken ohne Rast Für wen

Weberlieder | Region: , | | 1923


Horch es rollt von fern der Donner (Zehnstundenlied Crimmitschau)

Horch ! Es rollt von fern der Donner ! Blitze leuchten durch die Nacht! Wohlgerüstet ziehen Streiter Todesmutig in die Schlacht. Und es dringt zu Fürstenthronen, in der Reichen Luftgemach ungezählter Millionen Feldgeschrei: Zehnstundentag ! Wo am Webstuhl schwache Hände Mühen ab sich Jahr um Jahr Dort, wo blasse Frauen spinnen Fäden emsig immerdar, wo mit nimmermüdem Fleiße auch ein

Arbeiterlieder | Freiheitslieder | Region: , , | 2004




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