Baden und Württemberg

Baden und Württemberg

Auf ihr Böttcher auf und trinket

1869

Auf ihr Böttcher auf und trinket seht der Wein im Glase blinket Legt die Sorgen all beiseite heute sind wir frohe Leute Gestern gab´s beim Böttcher drauf freut´ sich ein jeder schon Alle Böttcher sollen leben weil sie edle Kunst ausgeben die das Leimen nicht erfunden und doch Holz mit Holz verbunden und ( das ist das Allerbest ) daß

Auf leisen Schwingen naht die Nacht

1895

Auf leisen Schwingen naht die Nacht es dämmert rings in lichter Pracht hell auf am weiten Firmament der Sterne Demantlicht entbrennt. Da treibt es mich zum Berg hinan mit mir allein zu steigen, bald nimmt mich auf der dunkle Tann mit seinen dichten Zweigen Von grünem Epheulaub umwebt im bleichen Mondlicht erhebt gespenstisch sich im Nebelgrau der Schlossruine stolzer Bau;

Auf Matrosen die Anker gelichtet

1817

Auf, Matrosen, die Anker gelichtet Segel gespannt und Kompaß gerichtet Liebchen ade! Scheiden tut weh Morgen geht´s in die wogende See Noch einen Kuß noch von rosiger Lippe und ich fürchte nicht Sturm noch Klippe Günstig sind Wetter und Wind und das Schifflein segelt geschwind Ohne zu scheitern und ohne zu stranden fliegen wir weit nach entlegenen Landen Rum und Wein tauschen

Auf mein Deutschland schirm dein Haus

1859

Auf, mein Deutschland, schirm dein Haus Stelle deine Wachen aus! Keine Zeit ist zu verlieren Schlägt der Erbfeind an das Schwert. Laß marschieren, laß marschieren Daß die Grenze sei bewehrt! Österreich einst im Siegesglanz fürchtest keinen Waffentanz laß hell auch die Tromme rühren von der Donau bis zum Po laß marschieren, laß marschieren deine Scharen folgen froh Preußen, zieh dein

Auf unsre Berge musst du steigen

1895

Auf unsre Berge musst du steigen auf unsre waldgeschmückten Höhn soll deinem Aug sich lieblich zeigen das Schwabenland so wunderschön D schwillt so froh, so frei dein Mut da wallt so leicht, so warm dein Blut auf Schwabens Bergen, Schwabens Höhn da fühlst du dich in Gottes Hut Die reichbewohnten Täler breiten sich wie ein Eden vor dir aus die

Auf zum festlichen Beginnen (Schlacht von Schönbund)

1821

Auf zum festlichen Beginnen auf es ist ein großer Tag Wer sich nah und mit treuen Sinnen Deutschlands heute freuen mag sei gegrüßt in unsrer Mitte sei’s nach biedrer Väter Sitte bei des Mahles buntem Kreis Treuer Helden zu gedenken die mit freudig festem Blick in den heißen Tod sich senkten für des Vaterlandes Glück ihren Grabstein zu umwinden mit

Auf zur Alb zur Schwabenalb

1900

Auf zur Alb zur Schwabenalb zum Fels vom weißen Stein in den Wald den grünen Wald den lichten Buchenhain wo klar der Bach zu Tale springt die Sonne selber Lieder singt Auf zur Alb, zur Schwabenalb juchhei juchhei juchhei Auf zum Berg, zum hohen Berg wo graue Mauern stehn und die Welt, und die weite Welt gar prangend wird gesehn

Aufm Wasa graset d Hasa

1905

Auf’m Wase graset d´ Hase Und im Wasser gambel d´ Fisch Lieber will i gar koi Schätzle Als no so en Flederwisch Muetter, muscht mer, schlah me s‘ Blechle, Türleshosa macha lau‘, Daß i au so Türleshosa Wie der Herr Provisor hau‘. Gang mer weg mit Sametschühla, Gang mer weg mit Bändela Bauramädla send mer liaber, Als so Kaffeebembela. Wo’n

Aus dämmrig kühler Ferne (Gruß an Tübingen)

1877

Aus dämmrig kühler Ferne aus Lebens Kampf und Not wie denk ich deiner so gerne du Stadt voll Morgenrot! Von Deiner Veste nieder ins blütenweisse Tal möcht´ ich schaun und träumen wieder wieder nur noch ein einzig mal! Dort kommen die Wellen gezogen des Neckars in blitzschnellem Lauf, an der alten Brücke da rauschen sie murmelnd auf; und die grauen

Ausländer Menschen niederen Grades?

1835

Brief aus St. Louis 1835 Der Nordamerikaner selbst aber ist durchqehends ein stolzes, dumm-einqebildetes Wesen,der nur sich und sein Land schätzt, und alles andere größtenteils verachtet,gewiß aber nur weil er nichts anders kennt,denn von fremden Ländern besitzen sie gewöhnlich einseitige und wenige Kenntnisse.In diesem seinen Dünkel hält er die Ausländer für Menschen niederen Grades; und dieses trifft hauptsächlich die Deutschen,den

Mehr als dreihundert Volkslieder und volkstümliche Lieder, Kinderreime und einige Gedichte aus Baden und Württemberg.

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