Arbeiterlieder


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Auf Sozialisten schließt die Reihen! (Sozialistenmarsch)

Auf, Sozialisten, schließt die Reihen! Die Trommel ruft, die Banner wehn. Es gilt die Arbeit zu befreien es gilt der Freiheit Auferstehn! Der Erde Glück, der Sonne Pracht des Geistes Licht, des Wissens Macht dem ganzen Volke sei´s gegeben! Das ist das Ziel, das wir erstreben. Das ist der Arbeit heil´ger Krieg! Mit uns das Volk, mit uns der Sieg.

Liederzeit: | | 1891


Auf und nieder geht die Sonne (Gefängnislied)

Auf und nieder geht die Sonne dunkel ist’s im Kerker hier auf und nieder gehn die Posten ach, ach, Tag und Nacht vor meiner Tür Geht nur immer auf und nieder ewig haltet ihr mich nicht Kämpfend, siegend meine Brüder o, oho, führen wieder mich ans Licht Text und Musik: Verfasser unbekannt – die Zeile “auf und nieder gehn die

Liederzeit: | 1925


Aus der Städte dumpfen Banden

Aus der Städte dumpfer Banden aus des Alltags Sklaverei wächst der Ruf in allen Landen Wachet auf, der Mensch ist frei! Wollt ihr denn die Zeit verpassen wo die Sonne rollt und glüht? Tragt ihr Leuchten in die Gassen dass die ganze Welt erblüht! Lasst uns froh und heiter werden! Seht, schon fällt der morsche Stein! Neuer Frühling zieht auf

Liederzeit: | 1921


Aus ist’s mit den bösen Kriegen (Gaslied)

Aus ist’s mit den bösen Kriegen, sagt der Völkerbund Friedenstauben munter fliegen um das Erdenrund Es ertönt in jedem Land Friedensmusik und geächtet und verbannt ist jetzt der Krieg Nur zum Spaß macht man Gas, weil’s noch keiner kennt Panzerkreuzer sind das beste Friedensinstrument, Tankgeschwader, Fliegerbomben nur für den Sport, niemand denkt mehr an den Massenmord. Tiefer Frieden weit und

Liederzeit: | 1929


Bei Duisburg sind viele gefallen

Bei Duisburg sind viele gefallen Bei Duisburg gingen viele verlor´ n Da waren zwei Rotgardisten Die einander die Treue geschwor´ n. Die schworen einander die Treue Sie hatten einander so lieb Sollte einer von beiden fallen Das der andere der Mutter dann schrieb. Da kam eine feindliche Kugel Durchbohrte dem einen das Herz Für die Eltern war es ein Kummer

Liederzeit: | 2004


Bet und Arbeit ruft die Welt

Bet und arbeit! ruft die Welt Bete kurz! denn Zeit ist Geld An die Türe pocht die Not – Bete kurz! denn Zeit ist Brot Und du ackerst, und du säst, Und du nietest, und du nähst, Und du hämmerst, und du spinnst – Sag, o Volk, was du gewinnst! Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht Schürfst im Erz- und

Liederzeit: , | | 1863


Bierburg war ein schönes Städtchen

Bierburg war ein schönes Städtchen wegen seiner holden Mädchen war´s bekannt so fern und nah und der Geister Capua nannten es die Dichter Drinnen wohneten die reichen Börsenmäkler und dergleichen Draußen aber rundherum gab´s viel schwarzes Publikum zwischen den Fabriken Ganz besonders abendnächtig war die Gegend dort verdächtig Ganze Haufen konnt´ man sehn schimpfend stets beisammen stehn auf die Staatsverwaltung

Liederzeit: | 1896


Bleigraue Schatten zittern durch die Luft (Fabrikausgang)

Bleigraue Schatten zittern durch die Luft Aus hohen Essen quillt ein blauer Duft Durch Steingefüge dröhnt der Hämmer Ton Um Erzgerüst schwirrt dumpf die Transmission Schwirrt stumpf und dumpf, noch eh’ die Sonne kam Bis daß der Tag verglüht in Zorn und Scham Bis daß die Nacht barmherzig deckt die Qual Ein Glockenzeichen gellt im Arbeitssaal. Da stockt der Lärm

Liederzeit: | 1900


Brüder ergreift die Gewehre (Russischer Rotgardistenmarsch)

Brüder, ergreift die Gewehre Auf zur entscheidenden Schlacht! Sollten denn unsere Heere Fürchten das Trugbild der Macht? Die wir dem Elend entstammen Brüder aus Armut und Qual Brennen im Kampfe zusammen Werden geschliffener Stahl. Uns aus dem Elend zu lösen Ballt die bewaffnete Faust Die auf die zitternden Größen Wie ein Blitz niedersaust Ihnen war Macht und war Ehre Wir

Liederzeit: | | 1921


Brüder reicht die Hand zum Bunde (Proletarische Fassung)

Brüder reicht die Hand zum Bunde diese schöne Feierstunde sei dem großen Ziel geweiht Nach der Freiheit laßt uns streben aus dem Staub uns zu erheben kämpfen für Gerechtigkeit Reichlich spendet ihre Gaben die Natur, es können laben sich die Menschen allesamt Alle Menschen auf der Erden sollen froh und glücklich werden keiner sei zur Not verdammt Wem gebürt der Arbeit Segen?

Liederzeit: | | 1896



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Arbeiterliederbuch

Das erste deutsche Arbeiterliederbuch erschien 1848 in Königsberg . Es wurde herausgegeben vom Königsberger Arbeiterverein . 1867 erschien dann noch das Liederbuch des Königsberger Arbeitervereins .

Brüder seht die rote Fahne

“Brüder seht die rote Fahne” war ursprünglich ein amerikanisches Kirchenlied mit dem Titel:  Hold the Fort .  Es gibt auch eine deutsche Nachdichtung des ursprünglich religiösen Textes.  Hier der Originaltext von “Hold the fort”: We meet today in freedom´s cause, and raise our voices high We´ll join our hands in union strong, to battle or to die Hold the fort for we are

Mosberg

Louis Mosberg´s Frohes Lied  Dieses Liederbuch gab das Konfektionsmagazin Mosberg in Bielefeld 1925 heraus und verteilte es gratis an seine Arbeiterkundschaft. Die Arbeiterlieder dieses Liederbuches sind offenbar (zum Teil oder alle?) aus der mündlichen Überlieferung aufgenommen.

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