Arbeiterlieder


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Wir woll´n Soldaten sein

Wir wolln Soldaten sein Soldaten wohin wir werden. Wir wolln die Welt befrein von Knechtschaft und Beschwerden. Wir ruhen nicht eher, bis der letzte fällt — der letzte Herrscher — und frei ist unsre Welt! Rot ist unser aller Blut, rote Soldaten, rote Fahne, gib uns Mut zu den Heldentatenl Rot, rot, rot soll auch das Kampflied sein der Soldaten,

Liederzeit: | 1924


Wo bei dem Schein von Gaslaternen

Wo bei dem Schein von Gaslaternen mit Grüßen, Schreien, Hutgerück entleeren sich die Mietskasernen und hungernd Volk geht zur Fabrik – Wo mächtig tost die Dampfmaschine Der Eisenräder dumpfer Schall Und himmelstrebende Kamine Ausspein der Dämpfe giftgen Schwall — Wo abends müd und abgerackert Der Arbeitstross beim Flackerlicht Nachdem für heut er ausgebaggert Sich dann für kurze Rast verkriecht —

Liederzeit: | , , | 1920


Wohin o Mensch dein Auge sieht (Die Arbeit)

Wohin o Mensch dein Auge sieht so weit auf reich bebauten Fluren der goldne Strahl der Sonne glüht schaust du der Arbeit Segensspuren Sie sät das Korn, sie pflegt die Saat und mäht die Frucht der goldnen Ähren sie baut der Mühle wuchtig Rad und liefert Brot uns zu ernähren Drum laßt uns ihr Panier entfalten stets höher, freier soll es

Liederzeit: | 1896


Wohlan mein Volk nun kommt dein Tag

Wohlan mein Volk nun kommt dein Tag sie fordern dein Gericht so sei es wie ein Wetterschlag der deine Ketten bricht Zu lange übtest du Geduld zu hoch schon häufte sich die Schuld heran Ihr Arbeitsmänner zum Tage des Gerichts Sie höhnten über deine Not und türmten Last auf Last sie schmälerten dein Stücklein Brot und haben selbst gepraßt Zu

Liederzeit: | 2011


Wohlan wer Recht und Wahrheit achtet (Arbeiter-Marseillaise)

Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet zu unsrer Fahne steh allzuhauf! Wenn auch die Lüg uns noch umnachtet bald steigt der Morgen hell herauf! Ein schwerer Kampf ist´s den wir wagen zahllos ist unsrer Feinde Schar Doch ob wie Flammen die Gefahr mög über uns zusammenschlagen nicht fürchten wir den Feind stehn wir im Kampf vereint! Nicht zählen wir den

Liederzeit: , | 1864


Wollen wir mal das Lied anfangen (Hamburger Gesellenaufstand)

Woll´n wir mal das Lied anfangen Wie´s in Hamburg uns ergangen Auf der Zimmerherberg. Refrain: Rau, rau raudideldau Rum mit de Buddel Ick sup di tau Wohl auf des Krauters Kosten! Gesellen, die gingen nach Altona raus Lebten da in Saus und Braus Auf des Meisters Kosten Als sie kamen vors Altonaer Tor Stand die Bürgerwehr davor Wollt´ sie nicht

Liederzeit: | , | 1850


Zu Frankfurt vor dem Tor

Zu Frankfurt vor dem Tor Da versammelt sich das Maurercorps: Wir sehen von Weiten Den Meister herreiten Nach seiner Manier. Lustge Maurer, lustge Maurer, Rendezrendezvous! Rendezrendezvous! Lustge Maurer hauen zu. Unser Meister ist uns nicht gut Er verlangt von uns das junge Blut; Wir wollens ihm nicht geben, Wolln lieber länger leben Nach unsrer Manier. Lustge Maurer, lustge Maurer, Rendezrendezvous!

Liederzeit: | 1850


Zu Straßburg in dem Städtchen (Gesellenlied)

Zu Straßburg in dem Städtchen da hat mein Schatz gewohnt sie schickt mir alle Morgen Hopsa Juja Morgen den Kaffee und ein Brief Den Brief hab ich erhalten den Kaffee aber nit darin da steht geschrieben der Winter ist vor der Tür Der Winter ist gekommen die Meister werden stolz Sie sagen zu ihren Gesellen “Geht hinaus und spalt das

Liederzeit: | | 1933



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Arbeiterliederbuch

Das erste deutsche Arbeiterliederbuch erschien 1848 in Königsberg . Es wurde herausgegeben vom Königsberger Arbeiterverein . 1867 erschien dann noch das Liederbuch des Königsberger Arbeitervereins .

Brüder seht die rote Fahne

“Brüder seht die rote Fahne” war ursprünglich ein amerikanisches Kirchenlied mit dem Titel:  Hold the Fort .  Es gibt auch eine deutsche Nachdichtung des ursprünglich religiösen Textes.  Hier der Originaltext von “Hold the fort”: We meet today in freedom´s cause, and raise our voices high We´ll join our hands in union strong, to battle or to die Hold the fort for we are

Mosberg

Louis Mosberg´s Frohes Lied  Dieses Liederbuch gab das Konfektionsmagazin Mosberg in Bielefeld 1925 heraus und verteilte es gratis an seine Arbeiterkundschaft. Die Arbeiterlieder dieses Liederbuches sind offenbar (zum Teil oder alle?) aus der mündlichen Überlieferung aufgenommen.

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