Auf ihr Brüder laßt uns wallen (Nachdichtungen)

Auf ihr Brüder laßt uns wallen

„Auf ihr Brüder lasst uns wallen“ ist ein vielfach nachgedichtetes und parodiertes Lied nach einem Text von Dr. Heinrich Weißmann (1808-1890), den er 1838 auf eine Melodie von Josef Hartmann Stuntz  (1793-1859) von 1830 schrieb. Ursprünglich gehörte die Melodie zu dem Lied „Singe wem Gesang gegeben“

| 1838


Auf ihr Brüder laßt uns wallen (Vaterlandssänger)

Auf, ihr Brüder, lasst uns wallen In den großen heil´gen Dom, Laßt aus tausend Kehlen schallen Des Gesangs lebend´gen Strom! Wenn die Töne sich verschlingen, Knüpfen wir das Bruderband, Auf zum Himmel Wünsche dringen Für das deutsche Vaterland, Auf zum Himmel Wünsche dringen, Dringen für das deutsche Vaterland. In der mächt´gen Eichen Rauschen mische sich der deutsche Sang daß der

Deutschlandlieder | Lob der Musik | 1838


Auf ihr Brüder laßt uns wallen (Auswanderer nach Amerika)

Auf ihr Brüder lasst uns wallen fröhlich nach Amerika! Unsre Schwestern sind schon drüben in Philadelphia. Seht, das Schiff ist schön gerüstet und der Schiffer steht schon da, daß wir können übersegeln, nach Philadelphia. Wem’s gefällt nach sei’m Verlangen, der nehme sich ein schwarzbrauns Mädchen, drück sie fest in seine Arme, bis der Tod sie trennt. Heut zum letzten mal,

Auswandererlieder | | 1885


Singe wem Gesang gegeben

„Singe wem Gesang gegeben“ – diesen Spruch hört man heute noch ab und zu. Ludwig Uhland schrieb des Text des Liedes um 1813, es gibt einige Vertonungen dazu, so von Felix Mendelssohn-Bartholdy , Christian Schulz , Friedrich Schneider und Josef Hartmann Stuntz. Es gibt auch einige Nachdichtungen und Parodien, von denen insbesondere „Auf ihr Brüder laßt uns wallen“ das Original an Popularität weit übertraf.

| 1813


Singe wem Gesang gegeben

Singe, wem Gesang gegeben in dem deutschen Dichterwald Das ist Freude, das ist Leben wenn´s von allen Zweigen schallt Nicht an wenig stolze Namen ist die Liederkunst gebannt ausgestreuet ist der Samen über alles deutsche Land Deines vollen Herzens Triebe gib sie keck im Klange frei Säuselnd wandle deine Liebe Donnernd uns dein Zorn vorbeil Singst du nicht dein ganzes Leben Sing‘ doch

Lob der Musik | 1813


Fünfmalhunderttausend Teufel

Fünfmalhunderttausend Teufel kamen einstens in die Welt, Aber ach! die armen Teufel hatten keinen Heller Geld. Alle fingen an zu winseln, alle fingen an zu schrein. Keiner von den armen Pinseln wußte weder aus noch ein. Satanas, der alte Teufel, Lachte sich fast lahm und krumm: Gott im Himmel, diese Teufel Sind doch wahrlich gar zu dumm. Alle kratzen sich

Trinklieder | 1847


Grüßend durch die Morgenröte

Grüßend durch die Morgenröte blinket freundlich Strahl auf Strahl grüßend eint sich die erhöhte Volks- und Freiheitskämpferzahl Grüßend aus dem Urstamm brechen junge Zweige frisch empor Grüßend freie Männer sprechen feurig zu des Volkes Ohr Fauler Träumer, auf , erwache! Denn der Frühlingsmorgen scheint der für heil´ge Volkessache alle Kämpfer fest vereint Dicht die Reihen, weit die Kreise Raum für

Freiheitslieder | 1896


Auf und laßt die Fahne fliegen (Fahnenlied)

Auf und laßt die Fahne fliegen uns zu guter Stund geweiht laßt in Lüften sie sich wiegen kühn voran dem Geist der Zeit Laßt sie stolz im Frühlingshauche wie in Herbstesstürmen wehn und uns stets nach Männerbrauche fest und treulich zu ihr stehn Schlachtenrot ist ihre Farbe grüßend als des Kampfs Signal daß fortan nicht länger darbe machtlos unsrer Brüder

Freiheitslieder | Politische Lieder | 1900


Zwietracht soll uns nicht entzweien

Zwietracht soll uns nicht entzweien Lüge niemals Waffe sein eig´ne Kraft soll uns befreien aus dem Bann von Trug und Schein Ist die Turnkunst auch gesunken ist sie ein serviler Knecht in uns glimmen heil´ge Funken für die Wahrheit und das Recht Diese Funken laßt uns pflegen überall im deutschen Land laßt nicht locker alletwegen bis sie sind entfacht zum

Freiheitslieder | Turnerlieder | 1910


Fünfmalhunderttausend Turner (Der freien Turner Höllenfahrt)

Fünfmalhunderttausend Turner kamen einstens in die Höll´ und vergnügt ob solchem Zuwachs rieb der Teufel sich das Fell Nie, seit Belzebub regieret quoll ihm so des Segens Born darum juckt es ihn von hinten und es juckte ihn von vorn Schneidig wie ein Gardeleutnant schritt die Front er auf und ab brachte durch sein Kommandieren alle Turnersleut in Trab „Achtung“

Turnerlieder | 1913


Auf ihr Brüder laßt uns wallen (Nachdichtungen)