Nach Italien nach Italien (Schülerbubens Wanderlied)

Politische Lieder | Reisen | Schule und Lehrer | | 1848

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Nach Italien nach Italien
Möcht ich, Alter, jetzt einmaligen
Wo die Pommeranze wohnt
Wo die wunderschönen Mädchen
Unter süßen Triollettchen
Singen wandelnd unterm Mond –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Sicilien, nach Sicilien
Sollst Du in die Reise willigen
Wo von Wolken nicht die Spur
Wo die Menschen müßig gehen
Wo die Augen ewig sehen
In das himmlische Azur –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Hispanien, nach Hispanien
Laß mich, Alter, auch hinanigen
Wo der Zigarito weilt
Wo die stolzen Donnen kosen
Wo die edlen Räuber tosen
Und die Wunde niemals heilt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Algerien, nach Algerien
Laß mich in den Osterferien
Hehrer Alter, laß mich gehn
Wo die Datteln heimlich reifen
Wo die Arabesken schweifen
Und die Antilopen stehn –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Aegypten, nach Aegyptigen
Laß mich ziehn mit der Geliebtigen
Wo der Sturm der Küste pfeift
Wo der Weise stets zufrieden
Auf erhab’nen Pyramiden
Stumm in seinen Busen greift –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Arabien, nach Arabien
Laß mich mit dem Wanderstabigen
Wo der Emir einsam trinkt
Wo die edlen Wüsten brennen
Wo die flinken Stuten rennen
Und die Karawane klingt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem Lande Palästinien
Dem gelobten, laß mich ziehnigen
Wo der ew´ge Oelkrug rauscht
Wo die Büßer sich bestrafen
Wo das Meer sich tot geschlafen
Und der Hirt den Zedern lauscht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Kleinasien, nach Kleinasien
Sende mich, dem wellengrasigen
Wo die sanfte Sklavin sitzt
Wo die Palmenwälder glühen
Wo die heil´gen Löwen fliehen
Wo´s am blauen Himmel blitzt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Türkanien, nach Türkanien
Zieht mich´s unwiderstehlich anigen
Wo der Pascha mordend schmaucht
Wo die Dardanellen sausen
Wo die krummen Säbel hausen
Und man so viel Geld verbraucht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach den Tälern der Hellenigen
Tut mein Sinn sich mächtig sehnigen
Wo der Boden klassisch schweigt
Wo der eingestürzte Tempel
Seines Alters düstern Stempel
Aus beredten Trümmern zeigt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Wallachien, nach Wallachien
Laß mich einen Ausflug machigen
Wo sich krümmt der Hospodar
Wo die Russen sich gebärden
Wo die Rosse anders werden
Und so manches noch nicht klar –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Croatien, nach Croatien
Laß mich ziehn, wo durch Dalmatien
Brummend rennt die Drau und Sau
Wo der kluge Banus waltet
Wo der Mantel rot sich faltet
Und für´s U man macht ein Vau –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Magyarien, nach Hungarien
Schwärmt ich schon in jungen Jahrigen
Wo das Roß die Zügel beißt
Wo die ew´gen Sporen klirren
Wo aus güldenen Geschirren
Der gesammte Adel speist –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach der Flur der alten Schwedigen
Will ich mich des Drangs entledigen
Wo der Dalkerl sich verpelzt,
Wo durch Belte, geographisch
Kattegattlich der Walafisch
In das Skagerak sich wälzt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem Land der sieben Bürgen
Nördlich von dem Land der Türgen
Laß mich schlupfen durch den Paß
Wo der Sachse freundlich mäckelt
Wo der Szekler furchtbar szekelt
Und der rote Turm kein Spaß –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Brittannien, Großbrittannien,
Boxet mich der Spleen von dannigen
Wo das Parlament sich dehnt
Wo die Sonne schwimmt im Nebel
Wo der Mensch lebt comfortebel
Und der hohe Bootsmann gähnt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Gallizien, nach Gallizien
Hab ich schändliche Kupizigen
Wo der Jude häufig hegt
Wo die Waldschlucht voll der Schauer
Wo der schwarzgelockte Bauer
Lächelnd seinen Herrn versägt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Polakkien, nach Pollakkien
Lasse mich den Ranzen packigen
Wo die Sense blutig schwillt
Wo man lebt auf bösem Fuße
Wo der lärmende Krakuse
Sich in seinen Mantel hüllt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem eis´gen Moskowitien
Möcht’ ich einen Paß besitzigen
Wo der Pope lebt und leibt
Wo das Volk lebt in Verblendung
Wo der Czaar in starrer Wendung
Seinen grimmen Ukas schreibt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Norwegien, nach Norwegien
Lasse mich den Fuß bewegigen
Wo der Fels gen Himmel schreit
Wo der Ocean sich brandet
Wo der Lotse fröhlich strandet
Und von fern der Hekla speit –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem grünen Land der Iren
Möcht’ ich, Alter, mich verlieren
Wo die armen Teufel sind
Wo sich die Mylords, die reichen
Freuen der Kartoffelseuchen
Und der Mensch mit O’ beginnt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

In dem hohen Land der Schotten
Möcht ich mich zusammenrotten,
Mit den Söhnen edler Lairds
Wo für Ossians Nebelhalden
Noch dem Sprößling wilder Skalden
Glühet sein gewürfelt Herz –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach der Mark der kecken Dänen
Schwärm ich mit des Nordlands Schwänen
Wo der Sundzoll gierig schnaubt
Wo sich die Fregatten rüsten
Und die Scharlachröcke brüsten
Und man sich so viel erlaubt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Provanzien, nach Provanzien
Eil ich, dem olivenranzigen
Wo das Reich der Minne stund
Wo die Troubadoure johlten
Wo die Päpste sich erholten
Und die Dame hielt den Mund –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Hollandien, nach Hollandien
Fahr ich hin, dem dünensandigen
Wo die Treckschwit schwappelt schwer
Wo mit Wechseln aller Welten
Unter köstlichen Gemäldten
Wandelt hin der Millionär –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Hin nach Belgien, fort nach Flandern
Werd ich dann, o Vater, wandern
Wo die Industrie sich spreizt
Wo der Handel blüht, der Wandel
Wo der Wandel für den Handel
Stets Locomotiven heizt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Franzosien, nach Franzosien
Wo die Rebellion ging losigen
Reißt es meine Jünglingsbrust
Wo die Marselljäse strotzet
Wo der Flüchtling friedlich trotzet
Seiner Menschlichkeit bewußt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem tapfern Portugallien
Lasse mich den Gürtel schnalligen
Wo die Waldung korken knarrt
Wo das Porto feurig fackelt
Wo der Boden haltlos wackelt
Und das Haus Braganza starrt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn!

Nach Helvezien, nach Helvezien
Lasse mich, dem schweizerkäzigen
Wo die Lawin donnernd rutscht
Wo zerstäubt der Jesuide
Wo noch der Europamüde
Mit dem Stier von Uri putscht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem Rheine, nach dem Rheine
Wall ich wieder, wenn ich weine
Wo des Deutschen Vaterland
Deutscher Wein und deutsche Eichen
Wo sich Volk und Fürsten reichen
Ihrer Hände Hochverband –
Dahin, Alter, werd ich ziehn

Nach Kalifornien, nach Kalifornien
Fang ich an das Lied von vornigen
Wo die Sonne tropisch wärmt
Wo die gold´nen Adern ziehen
Durch die schweigenden Prärieen
Und der Sacramenter lärmt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Dort, wo unter jeder Scholle
Von Dukaten eine Rolle
Schlummernd uns entgegen lacht
Wo das Silber ist Lappaligen
Wo der Mensch mit Viktualien
Glänzende Geschäfte macht –
Dahin, Alter – muß ich ziehn

Nach Chinesien, nach Chinesien
Möcht ich, wo ich nie gewesigen
Wo die Seelen stille stehn
Wo die Menschen wahrhaft wimmeln
Frauen ihren Fuß verstümmeln
Und der Tusch am schwärzesten –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Mongolien, nach Mongolien
Soll mich gleich der Teufel holigen
Wo die Grenzen unbestimmt
Wo Kirgisen und Kalmücken
So sich ineinander schicken
Daß es einen Wunder nimmt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Sibirien, nach Sibirien
Zu den wildgebornen Tierigen
Jetzt es meinen Busen drängt
Wo die Bären murmelnd springen
Wo in unwirtbaren Schlingen
Sich der biedre Zobel fängt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Tscherkessien, nach Tscherkessien
Treibt es mich, den Unablässigen
Wo im Aug die Aepfel sprühn
Wo die Panzerhelden rasen
Mit den kühnen Adlernasen
Und die Leichenhügel blühn –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem Iran, nach dem Persien
Mach ich schnell mich auf die Fersigen
Wo der Schach sich selber spielt
Wo der alte Zoroaster
Für das allergrößte Laster
Seiner Zeit das Lügen hielt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Doch, o herrlichster Erzeuger
Mir die Steuern nicht verweiger
Wandr  ich nach Beludschistan
Wo aus der Hyänenwüste
Zu der muschelreichen Küste
Niedersteigt der böse Khan –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem wunderbaren Tybet
Wo die Katze maust, die Zibet
Kitzelt arg mich das Gelüst
Wo das Paradies gewesen
Wo im Zeitungsblatt zu lesen
Wann der Dalai Lama püßt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Ostindien, nach Ostindien
Möcht auch ich den Pfad ergründigen
Möcht ich jetzt mit Hand und Ohr
Wo die Elefanten kreisen
Wo die Enkel stiller Weisen
Singen den Bramanenchor –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach den heißen Sunda-Inseln
Laß mich nicht vergebens winseln
Wo der Utang Orang heißt
Wo das Borneo sich breit macht
Wo mit ungeheurer Streitmacht
Der Marhattenhäuptling reist –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Newyorkien, nach Newyorkien
Wolle, Alter, Geld mir borgien
Wo die Waare stumm sich kreuzt
Wo genest der Europarier
Wo der letzte Proletarie
Sich in seid´ne Tücher schneuzt –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Kanadien, nach Kanadien
Schweif ich fort in kühnen Radien
Wo der Niagara fegt
Wo schon ab sich kühlt die Zone
Wo sich seitwärts der Hurone
Nimmer in die Büsche schlägt –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach dem Strand der Eskimosen
Saus ich in des Nordlichts Hosen
Wo man geht in Seehundstracht
Wo das Unschlitt Lieblingsspeise
Wo von tausendjährigem Eise
Man sich eine Beißzang macht –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach dem heißen Mexikonien,
Mach ich auf mich und davonigen
Wo der Vollmond wütig saust
Wo verzaubert Hans und Gretl
Steht am Popokatepetl
Und der Vitzliputzli haust –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Columbien, nach Columbien
Muß ich, Alter, Dich anpumpigen
Wo die Erde gräßlich bebt
Wo die Geistlichkeit in Masso
Wo über dem Chimborasso
Der blasirte Condor schwebt –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Brasilien, nach Brasilien
Jagen jetzt mich die Gefühligen
Wo der Käfer leuchtend hüpft
Wo sich bäumt der Krokodile
Wo verwegen der Mandrile
Durch die seltnen Pflanzen schlüpft –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Kannibalien, nach Kannibalien
Möcht ich aber auch einmaligen
Wo das Durcheinander ist
Wo der Teufel selber los ist
Wo es übrigens famos ist
Und der Mensch den Menschen frißt –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Jesuitien, nach Jesuitien
Laß mich hin, dem aberwitzigen,
An dem tiefen Paraguay
Wo der Landesherr ein Dokter
Ein Jesuit ist, ein verstockter
Und der Mensch ein Papagai, –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach Molukkien, nach Molukkien
Will mir schon der Buckel juckigen
Wo der Pfeffer wachsen tut
Wo im ganzen Panorama
Schweift das herrlichste Aroma
Und das Meer entsetzlich ruht –
Dahin, Alter, muß ich ziehn

Nach dem Cape, nach dem Cape
Laß mich ziehn, geliebter Pape
Wo die gute Hoffnung wächst
Wo des Meridianes Odem
Aus dem Hottentottenboden
Den famosen Capwein hext –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach den Polen, nach den Polen
Brennen mir die raschen Sohlen
Wo sich die Extreme fliehn
Dorthin, wo der Eiswind wütet
Dorthin, wo der Aether sütet
Nach dem Nord- und Südpol hin –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Kafferien, nach Kafferien
Will mich inn´re Gluth verzehrigen
Wo sich die Giraffe härmt
Wo der Kaffer schändlich händelt
Wo das Gnu die Zeit vertändelt
Und der Missionarius schwärmt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Zum Aequator, zum Aequator
Laß mich eilen, greiser Vator
Wo die schwarze Linie glüht
Wo der Wüstenkönig schreitet
Wo der Neger Unrecht leidet,
Und das Weib vor Götzen kniet –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem rothen Nadowessien
Laß mich mit dem Branntweinfäßchen
Wo der Anstand aufrecht haucht
Wo die Schenkel fliehn behender
Als der Hirsch, der Zwanzigender,
Und zum großen Geist man raucht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Australien, nach Australien
Zieht es mich zum letzten Maligen
Nach des Weltteils fünftem Stran
Wo die Erdumsegler stehen
Wie Verbrecher in sich gehen
Und noch Alles unbekannt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem alten Abessynien
Möcht ich auch, o Vater, hinigen
Wo der Strauß entschwirrt dem Ei
Wo die Nilkataraktere
Zu des großen Negus Ehre
Schäumen in die Nubierei –
Dahin, Alter, laß mich ziehn!

Weiter nach Mesopotamien
Laß mich ziehn in Gottes Namigen
Wo da Milch und Honig fleußt
Wo die schrecklichen Kalifen
Rasend zu der Bulbul schliefen
Und der Schakal um sich beißt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Domingo, nach Domingo
Laß mich flattern, ein Flamingo,
Wo man lebt in Saus und Braus;
Wo die wüsten Negerprinzen
Aus Papiermanschetten grinzen,
Und die Republik ist aus –
Dahin, Alter, laß mich ziehn!

Aber auch im Feuerlande
War ich noch nicht, o der Schande
Wo der Hai den Kiel beschnappt
Wo die Pescherähs, voll Blattern
Hüpfend um ein Feuer schnattern
Und herum der Tapir tappt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Patâgo, Patagonien
Wo der Bär aufpaßt den Honigen
Locket mich ein alter Wahn
Wo das Klima strotzt von Räubern
Wo mit riesenmäß’gen Leibern
Sich die Reitersmänner nahn –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach dem Peru, nach Peruzien
Zieht es mich zu den Mestuzzien
Wo die Garbe selig reift
Wo sein Schwert der Capitano
Haushochlagernd auf Guano
Gegen Cara-iben schleift –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

In La Plata, in Laplatien
Unterm Schatten der Akazien
Laß mich, Alter, Hütten baun
Wo die Wasser silbern wallen
Wo die frischen Büffel fallen
Und dem Tiger nicht zu traun –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Kamtschatka, Kamtschadalien
Gib mir pelzerne Sandaligen
Wo der Hund sich langeweilt
Wo der Tschuktsche saugt am Häring
Wo die Straße heult des Behring
Und der Schlitten furchtbar eilt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Neufundland, nach Neufundland
Welches ist das wahre Hundland
Laß mich fliegen aus dem Nest
Wo der Vorweltsalligador
Im Gesteine des Labrador
Bläulich sich beleuchten läßt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Neuseeland, nach Neuseeland
Auch ein schönes Ei- und Schneeland
Dahin, Alter, laß mich hin
Wo die bösen Menschenfresser
Und die bösen Beefsteakesser
Fuchtelnd ihre Messer ziehn –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Havannah, nach Havannah
Fahr ich auf dem Susquehannah
Wo die Importirte glüht
Wo die Spanier sich verrammeln
Abenteurer spurlos sammeln
Und der Arak ostwärts blüht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Freilich grad nach Madagaskar
Zieht mich’s, Alter, jetzo fast gar
Wo herüber Frührot glänzt
Wo der Madegasse handelt
Wo gestreift das Zebra wandelt
Und die Königin entmenscht –
Dahin, Alter, laß mich ziehn

Nach Utopien, nach Utopien
Laß mich ziehn nach allem Obigen
Wo die luft´gen Schlösser sind
Wo kein Scheiden und kein Meiden
Wo man lebt in ew´gen Freuden
Und der Communismus grünt –
Dahin, Alter, laß mich ziehn!

Ludwig Eichrod, 1848

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