Volkssagen Märchen und Legenden (1811) von A - Z

75 Lieder - Volkssagen Märchen und Legenden (1811)

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Die Gott geweihte Nonne zu Löwenberg

Vor Zeiten haben in der Nonnengasse zu Löwenberg die Gott geweihten Jungfrauen des heiligen Ordens St. Franziszi ihr Klösterlein gehabt, welches mit stattlichen Einkünften und Gütern begabt gewesen. Als nun die ungleiche Lehre Luthers den Ordenspersonen schmerzliche Verfolgung verursachte, haben die frommen geistlichen Jungfrauen, zu besserer Sicherheit ihres jungfräulichen Standes, ihre Wohnung zu Löwenberg und dabei die Schafnerin, so inmittelst

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Die große Braupfanne beim Dorfe Warthau

In dem bei dem Dorfe Warthau, zwischen Bunzlau und dem Gröditzberg gelegen, befindlichen Steinbruche, steht, in waldiger, tiefer Gegend, eine mächtige Braupfanne, aus einem großen Granit gehauen. Das Volk erzählt: einst war zu Warthau ein Steinmetz, der durch liederliche Streiche sich die Strafe zuzog, daß ihm anbefohlen ward, aus einem mächtig großen Felsstück, in einer ihm vorgeschriebenen Frist, einen viereckigen

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Die große Linde bei Eisersdorf in der Grafschaft Glatz

Nicht weit von der Stadt Glatz:  Von dieser Linde werden viele Fabeln erzählt, nämlich, dass sie so alt sei, als der heidnische Turm bei Glatz, und obgleich sie ein und das andere Mal verdorrt, wäre sie doch immer wieder ausgeschlagen. Auch Sibylla soll einst darauf gesessen und von der Stadt Glatz viel zukünftige Dinge geweissagt haben, wobei sie unter andern

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Die heidnische Jungfrau im Schlosse zu Glatz

Als die Grafschaft Glatz noch heidnisch war, lebte auf dem Schlosse zu Glatz eine Jungfrau, deren Namen uns die Sage nicht aufbewahrt hat, Heidin und versenkt in die größten Üppigkeiten und Wollüste, dabei eine mächtige Zauberin. Bei ihr lebte ihr Bruder, den sie, wie die Sage geht, sich selbst als Gemahlin verbunden habe. Mit wunderbarer Stärke begabt, vermochte sie mit

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Die Jungfrau auf dem Schloß Parenstein in Mähren

Auf dem Schloß Parenstein in Mähren ist vor Zeiten oft die Gestalt einer vornehmen Jungfrau erschienen, wie glaubwürdige Leute berichten und die Sage des Volkes bekräftigen. Als der Jesuit Pater Johannes Drachovius im Jahre 1626 in Böhmen die Bekehrung beinahe vollendet, ging er hinüber in das benachbarte Mähren, um auch dort die Leute zur katholischen Religion zurückzuführen. So gelangte er

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Die Strafe des Gottesleugners bei Altbunzlau

Zween leibliche Brüder, Boleslai Diener, mit Namen Stirsa und Hnievsa, welche St. Wenzeslaus ermorden helfen, traten im Jahr 938 für ihren Herrn und baten, daß er ihnen, für ihre getreuen Dienste, etwa ein Stück Landes oder Feldes eingeben wolle. Und er gab dem Hnievsa einen Acker am Wege, wenn man vom alten Bunzlau nach Prag will gehen; daselbst ließ er

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Die Teufelsmauer bei Lieberose

Vor vielen Jahren machte der Teufel mit dem damaligen Besitzer des Gojazer Krugs bei Lieberose ein Bündnis, worin er sich anheischig machte, wenn der Krüger sein Versprechen (worin dies aber bestanden, hat die Sage vergessen) hielte, um seinen Weinberg und ganzen Acker in einer Nacht eine Mauer aufzuführen, den Hofraum zu pflastern und damit fertig zu sein, ehe noch der

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Die tugendhafte Nonne

Um das Jahr 1325 fielen Polen, Litauen und Preußen, zu ganzen Scharen in die Mark Brandenburg ein, sengten, raubten, mordeten und begingen alle die Gräule, die nur barbarische Nationen zu begehen im Stande sind. Einer dieser Barbaren hatte eine schöne Jungfrau aus einem Kloster geraubt und, ob er wohl bald mit Dräuworten, bald mit Bitte sie zu bewegen suchte, seinen

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Die verräterischen Weiberohren

Im Frühling 869 befahl Wlatislaw, Herzog zu Sotz, allem seinem Volke, in guter Bereitschaft zu sitzen, und sobald er ihnen aufgebieten würde, daß sie sich auf dem Felde Lotzdiechow versammeln und von dannen, dahin es die Not erfordern würde, rücken sollten. Sandte demnach seine Boten zu dem Neklan, dem Sohne des Krzesomysl, mit Vermeldung, seiner den 10. Mai auf dem

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Die weiße Frau

Die weiße Frau ist seit mehr als zweihundert Jahren in Deutschland bekannt gewesen, als eine solche, die, wenn der Tod an einiger großen Fürsten Palast anzuklopfen pflegt, sich gemeiniglich vorher sehen läßt. Dies geschieht aber nicht allein in den deutschen hohen Häusern, sondern auch in unterschiedlichen Orten in Böhmen, jedoch nur allein bei vornehmen Familien. Dies weiße Gespenst soll den

Allgemein | | | 1430