Die Bremer Stadtmusikanten

Es hatte ein Mann einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen, aber der Esel merkte, daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg

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Die St. Galler Mönche erbeten Wein

In der stattlichen Abtei St. Gallen war große Sorge um den lieben Wein. Es war eben ein durstiges Jahr gewesen und lange Jahre nichts Erkleckliches nachgewachsen; nur noch zween Ohmfässer lagerten voll in dem großen Abteikeller, die reichten voraussichtlich nicht mehr weit, und dann wäre den frommen Vätern eine weinlose, schier schreckliche Zeit gekommen. Da wendete Gott das Herz eines

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Simeliberg

Es waren zwei Brüder, einer war reich, der andere arm. Der Reiche aber gab dem Armen nichts, und er mußte sich vom Kornhandel kümmerlich ernähren; da ging es ihm oft so schlecht, daß er für seine Frau und Kinder kein Brot hatte. Einmal fuhr er mit seinem Karren durch den Wald, da erblickte er zur Seite einen großen, kahlen Berg,

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Ursprung der Schweizer

Heilige Wasser rinnen von Himmelsbergen – singt die Edda, das uralte Götterlied, so auch der Rhein, des deutschen Vaterlandes heiliger Strom, rinnt vom Gottesberge (St. Gotthard), aus Eispalästen, aus dem Schoße der Alpen nieder, als Strom des Segens. Schon die Alten sagten von ihm: Die Donau ist aller Wasser Frau, doch kann wohl der Rhein mit Ehren ihr Mann sein

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Vom Bäumlein das andere Blätter hat gewollt

Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald in gutem und schlechtem Wetter Das hat von unten bis oben nur Nadeln gehabt statt Blätter Die Nadeln, die haben gestochen das Bäumlein, das hat gesprochen „Alle meine Kameraden haben schöne Blätter an und ich habe nur Nadeln niemand rührt mich an Dürft ich wünschen, wie ich wollt wünscht ich mir Blätter von

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Vom Bäumlein das spazieren ging

Das Bäumlein stand im Wald In gutem Aufenthalt Da standen Busch und Strauch Und andre Bäumlein auch Die standen dicht und enge Es war ein recht‘ s Gedränge Das Bäumlein mußt sich bücken Und sich zusammen drücken Da hat das Bäumlein gedacht Und mit sich ausgemacht Hier mag ich nicht mehr stehn Ich will wo anders gehn Und mir ein

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