Dagoberts Zeichen

Es war ein König im Frankenreiche, Dagobert, ein Sohn Chlotars und Herr über Austrasien. Von dessen Taten leben noch in Sagen viele Kunden. Er führte große Kriege gegen die Sachsen und war dabei fromm und kostfrei. Selbst gegen Tiere übte er Milde, und es ging von ihm das Sprüchwort im Volke um: Wann König Dagobert gegessen hat, so läßt er

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Die St. Galler Mönche erbeten Wein

In der stattlichen Abtei St. Gallen war große Sorge um den lieben Wein. Es war eben ein durstiges Jahr gewesen und lange Jahre nichts Erkleckliches nachgewachsen; nur noch zween Ohmfässer lagerten voll in dem großen Abteikeller, die reichten voraussichtlich nicht mehr weit, und dann wäre den frommen Vätern eine weinlose, schier schreckliche Zeit gekommen. Da wendete Gott das Herz eines

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Der Bauer und der Teufel

Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, von dessen Streichen viel zu erzählen wäre, die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal dran gekriegt und zum Narren gehabt hat. Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rüstete sich zur Heimfahrt, als die Dämmerung schon ein getreten war. Da erblickte er mitten auf seinem Acker

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Das Totenhemdchen

Es hatte eine Mutter ein Büblein von sieben Jahren, das war so schön und lieblich, daß es niemand ansehen konnte, ohne mit ihm gut zu sein, und sie hatte es auch lieber als alles auf der Welt. Nun geschah es, daß es plötzlich krank ward, und der liebe Gott es zu sich nahm; darüber konnte sich die Mutter nicht trösten

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Ein Schneider der ein großer Prahler aber schlechter Zahler war

Ein Schneider, der ein großer Prahler aber schlechter Zahler war, bekam einmal Lust, sich auch ein wenig in der weiten Welt umzuschauen. Er verließ daher seine Werkstätte, und wanderte seinen Weg über Brück und Steg bald da, bald dort, immer fort und fort Da gewahrte er eines Tages, in einiger Entfernung, einen blitzblauen, steilen Berg und hinter diesem einen himmelhohen Turm,

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Das quellende Silber

In der Nähe von Quedlinburg hat einmal ein armer Bauer seine Tochter in den nächsten Busch geschickt, um Brennholz aufzulesen. Das Mädchen nahm dazu einen Tragkorb und einen Handkorb mit, und wie sie beide voll Holz hatte und wieder heim gehen wollte, trat ein weißes Männlein zu ihm hin und fragte: „Was trägst du da?“ – Aufgelesenes Holz zum Heizen und Kochen, antwortete das Mädchen. – „Schütte das Holz

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Der Wolf und die sieben Geislein

Eine Geis hatte sieben Junge, die sie gar lieb hatte und sorgfältig vor dem Wolf hütete. Eines Tags, als sie ausgehen mußte, Futter zu holen, rief sie alle zusammen und sagte: Liebe Kinder, ich muß ausgehen und Futter holen, wahrt euch vor dem Wolf und laßt ihn nicht herein. Gebt auch Acht, denn er verstellt sich oft, aber ihr könnt

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