Bremer Stadtmusikanten

Heischen – Heischelieder und Bräuche

Heischen

„Heischen“ oder auch „Häschen“ ist vielerorts der Ausdruck für Betteln, Geld und Gaben sammeln. Meist sammeln Kindern , z.B. beim Martinssingen, Nikolauslaufen, Kurrente-Singen, beim Gabensammeln für den Muttergottesaltar im Mai, wo der Muttergottesstatue eine Krone aufgesetzt wurde. Beim Maibrot heischen, beim Ritual mit der Maibraut. Eines der Mädchen, die „Braut“, ist gewöhnlich weiß gekleidet; es trägt […]

| 1800


Mir kommen daher gegangen (Maibrot heischen um 1880)

Um 1880 ging ein weiß gekleidetes Mädchen mit einer buntbebänderten Krone aus „gebackenen“ ( künstlich gemachten) Blumen auf dem Kopf mit Bändern an Armen und Hüften und von andern Mädchen begleitet, im Dorf und auch in den Nachbardörfern von Haus zu Hausm um  Maibrot zu heischen für den Marienaltar in der Kirche: Mir kommen daher gegangen […]

Brauchtum | Marienlieder | | 1880


Goden abend, fastelabend

Goden abend, fastelabend, jug´ dal is so holl un boll, jug´ höhner leggen wol rief schock eier in de moll, wi sünd selig un ji sünd riek; laat´t uns nich so lang´ stahn, wi möten bald wider gähn; wenn ji uns keen eier gäben, sall uns´ hahn jug´ höhner nich träden: kikeriki. Text und Musik: […]

Brauchtum | Karnevalslieder | 1900


Quack quack owe enaus

Quack, quack, owe enaus, mer hebe die junge Velche aus, die blodde wie die blende, de Strauß wolle m´r fände; quack, quack aus, drei Eier eraus, sechs in die Pann, e halb Dutzend wolle m´r han, e halb Pund Speck, eher geh´ mer net vor de Hausdär ewegg! Die Sonn geht zu Abend, wir haben […]

Brauchtum | 1900


Godn Dag int Hus (Pfingstkääm)

Godn Dag int Hus, Glück int Hus, Unglück tom Gäwel herut. In ´n Jahr hebbn ´w nich west, in ´n Jahr kam ´w nich war, ´n half Schock Eier, ´n half Schock Pingstkeesen, un da noch ´n Gröschner watt Geld to, Halleluja! De Klump sind goar; wi krey´n een Paar, de wer´n nich goar! Hoch […]

Brauchtum | 1900


Gaun Dag, gaun Dag, Fru Mauderin

Gaun Dag, gaun Dag, Fru Mauderin, hett jug oll Kau ok noch Fauder in? Jug oll Del is so holl un so boll. Gewt uns ´n por Eier, dei hewt ji noch wol, fif in ´n Grapen, fif in ´n Schapen, fif inne Kip´, denn ward ji selig, un wi ward´n rik. Stig s´ ok […]

Brauchtum | 1900


Der Meie-n-isch kommen (Berner Mailied II)

Der Meie-n-isch kommen un das isch ja wahr Es grünet jitz alles i Laub un i Gras I Laub un i Gras sy der Blüestli so vil Drum tanzet´s Mareyle im Saitenspiel Nu tanz, nu tanz, Mareyli tanz Du hesch es gewunne-ne Rosekranz Mir haue der Mey, mir thüe-´ne ins Thau Mir singe´s dem Vuure […]

Brauchtum | 1900


Da kommen wir gegangen mit Spießen und mit Stangen

Da kommen wir gegangen mit Spießen und mit Stangen gebt uns Holz und gebt uns Stroh das soll brennen lichterloh Fru Fre Fritt bringt uns viel mit! Ho! Da kommen wir mit Singen ihr sollt uns etwas bringen feurige Blümelein Eier, Mehl und roten Wein Fru Fre Fritt Bringt viel mit Ho! Da kommen wir […]

Brauchtum | 1900


Wir bedanken uns für Eure Gaben (Maibraut)

Wir bedanken uns für Eure Gaben mit der Zeit getan ihr sollt mir Euren Seelen vor Jesu kommen stehn „In Mallingen ( Kreis Diedenhofen-Ost , [ Lothringen ]) gehen seit uralter Zeit am 1. Mai junge Mädchen zur Schmückung des Marien-Altares „sammeln“. Wenn sie nach Absingen von zwei oder drei Marienliedern etwas erhalten, sprechen sie,,“ […]

Brauchtum | Brautlieder | Frühlingslieder | 1900


Den Tod den haben wir vertrieben (Sommereinholen)

Den Tod den haben wir vertrieben und sind in unserm Dorf geblieben in unserm Dorf und Lande das macht uns keine Schande Die Schüssel hat einen goldenen Rand und Jungfrau hat ein´ milde Hand sie wird uns wohl bedenken und uns ein Sack-Ei schenken Und schenkt sie uns das Sack-Ei nicht so bringen wir auch […]

Brauchtum | | 1905