Bremer Stadtmusikanten

Die Lieder der Bickel-Kättel von A-Z

Ach Schatz wenn du über die Gasse gehst

Ach Schatz wenn du über die Gasse gehst schau unser Haus nicht an dass unsere Leut nicht merken tun dass wir uns gerne han Ach, Schatz, wenn du in die Kirche gehst Schau nicht so hin und her Schau du wohl auf dein Büchelein wo Jesus Christus wär Ach Schatz wenn du zum tanzen gehst tanz nicht […]

Liebeslieder | 1914


Bickel-Kättel

Katharina Bickel-Roth , genannt ´s Bickel-Kättel lebte von 1831 bis 1917. In Verklingende Weisen (1926) heisst es über sie: „Sie war wie die Grille in der Fabel. Vom Lesen und Schreiben hatte sie keine Ahnung. Statt ihres Namens setzte sie ein Kreuz. Aber Lieder aller Art wusste sie wie Papa Gerné. Ihre sichere Intonation liess deutlich erkennen, dass […]

| | 1831


Der Lazarus leit auf dem Mist und schlief

Der Lazarus leit auf dem Mist und schlief Da schickte Gott ein Engel der ihnen aufrief Ach geh doch vor dein reichen Bruders Tür und fordere dir ein Almos dafür Ach Bruder liebster Bruder mein so lieb daß du mein Bruder kannst sein so reich mir nur die Krümle von deinem Tisch und auch die […]

Geistliche Lieder | Lieder von Arm und Reich | 1841


Der Tag der ist so wohl vergangen

Der Tag, der ist so wohl vergangen der Tag verging, der Abend kam Ich muss noch heut abend,an diesem Feierabend vor meiner Herzliebsten ihr  Fenster gehn Und wie er vor das Fenster kam da fing er an,  er singt ein Lied er singt so hübsch, er singt so fein Bis dass sein Liebchen vom Schlafen erwacht „Ach, Schwester, ach, Schwester, […]

Liebeslieder | 1914


Es ist noch nicht lang her (Lindenschmied)

Es ist nit lang, daß es geschah Daß man den Lindenschmied reiten sah Auf einem stolzen Rosse Er ritt den Rheinstrom auf und ab Nährt sich auf freier Straßen »Frisch her, ihr lieben Gsellen mein Es muß sich nur gewaget sein Wagen, das tut gewinnen Wir wollen reiten Tag und Nacht Bis wir ein Beut […]

Balladen | | 1500


Es kommt ein Bettelmann aus Ungerland heraus

Es kommt ein Bettelmann aus Ungerland heraus und die Bekümmernis die war so groß daß er kein Brot in seinem Sack mehr hat Er schläft ja unter keinem Federbett Der Bettelmann, der ging vor´m Edelmann sein Haus Da schaut eine schöne Dame zum Fenster heraus Er begehrt von ihr ein Almosen daraus Und was dem […]

Balladen | Lieder von Arm und Reich | 1914


Es reisen drei Knaben aus (Flucht aus Amsterdam)

Es reisen drei Knaben aus, Rosenrot sie reisen nach Amsterdame und wie sie nach Amsterdame sind komm´ der Bürgermeister nahm sie gefangen Die Tochter vor ihrem Herrn Vater niederfiel Lieb, Vater, schenk ihnen das Leben Lieb, Tochter, dein Bitten hilft gar nichts Die Gesellen die müssen sterben Was liess sie backen? Drei harte Brot Darin drei […]

Raub-Mord-Totschlag | Trauerlieder | | 1865


Es war einmal ein Kaufmannssohn

Es war einmal ein Kaufmannssohn der freite eine arme Dienstmagd schon er freiet sie so lange bis daß sie geht mit einem Kind mit einem Kindelein kleine „Ach Sohne liebster Sohne mein laß du die arme Dienstmagd sein frei du dir nur eine Reiche du kriegst ja noch eine Reiche frei du dir nur deinesgleiche“ […]

Liebeskummer | 1914


Es war einmal ein Zimmergesell (ca. 1920)

Es war einmal ein Zimmergesell von Wunder ein schöner Gesell der baut dem jungen Markgrafen sein Haus baut hundertsechs Läden daran Und als das Haus gebauet war da legt er sich nieder und schlief; bis daß des jungen Markgrafen sein Weib Zum zweiten und dritten Mal rief „Steh auf, steh auf, gut Zimmergesell es ist die rechte Zeit um […]

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Liebeslieder | | 2011


Es waren einmal zwei Bauerssöhn (vor 1926, Lothringen)

Es waren einmal zwei Bauerssöhn die hatten Lust in den Krieg zu gehn wohl ins Soldatenleben Sie haben sich noch eins bedacht Und haben sich auf die Reise gemacht „Nach Hause wollen wir reisen Sie reiten vor Frau Wirtin ihre Tür Frau Wirtin können wir nicht bleiben hier Zwei Reiter und auch zwei Rösselein Was tät mieh denn mein Wirtschaft […]

Balladen | Raub-Mord-Totschlag | | 2012


Die Lieder der Bickel-Kättel von A-Z

„Man merkte, sie hatte in ihrer Jugend gewiss viele singen gelehrt, und sie erzählte mit Stolz, wie sie als junges Mädchen mit Andacht stundenlang am Abend vor der Türe sass und gesungen hat, wie aber der alte Herr Cilly (ihr früherer alter Herr Pastor) sie auch oft deshalb gescholten habe. Aber nichtsdestoweniger hat sie ihre „Schätzelslieder“ noch bis in ihre alten Tage hinein am Flechtstock stillvergnügt vor sich hergesungen, um — fast möchte man sagen — beim Singen ihre Armut und Einsamkeit zu vergessen.“ Katharina Bickel-Roth, genannt ´s Bickel-Kättel, lebte von 1831 bis 1917.

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