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Als ich im Städtchen Abschied nahm (Abschied von Tübingen)

Als ich im Städtchen Abschied nahm bergauf, bergab, wohin ich kam, wie schwer hab´ ich´s getragen Ade! Ade! zu sagen Auch sah’ ich’s dem und jenem an manch freundlich Wort noch mahnte dran: sie liessen mich nicht gerne fortziehen in die Ferne Und doch behielt ich frischen Mut wie stets ein rechter Bursch es thut, weil ja das herbe Scheiden

Bei Morgenluft und Lerchenschlag

Bei Morgenluft und Lerchenschlag hör´ ich den Wald sich regen. Ich grüsse dich, du junger Tag und zieh´ dir frisch entgegen. Und Lerchenschlag und Morgenduft erzählen sich schöne Dinge; mir ist, als ob ich durch Eichenduft grad´ in den Himmel ginge. Der Zauber der Waldeinsamkeit rauscht leis’ in allen Zweigen. O gold’ner Himmel der Jugendzeit bist du denn nicht mein

Der laute Tag ist nun dahin

Der laute Tag ist nun dahin nun heisst es Abschied nehmen, behüt dich Gott und schlummre du ich habe nirgends Rast und Ruh, weisst nicht, wie ich jetzt einsam bin einsam in Harm und Grämen. Und doch das Glück, das heut’ mir ward ich hab es ja besessen, wohl ging vorüber Stund’ um Stund doch sagte mir dein süsser Mund:

Der Schmitt (Kirchweihtanz)

De Schmidt, de Schmidt, der nemmt die Mädle mit, de Schmidt, de Schmidt, der nemmt die Mädle mit. Er packt se an de Struwwelkepp un fihrt se wirrer all serick. De Schmidt, de Schmidt, der nemmt die Mädle mit der nemmt die Mädle mit Herr Schmitt, Herr Schmitt, was kriegt dei Mädche mit? E Schleier un e Federhut, der steht

Dort wo der alte Rhein mit seinen Wellen

Dort, wo der alte Rhein mit seinen Wellen so mancher Burg bemooste Trümmer grüsst dort, wo die blauen Trauben saft´ger schwellen und kühler Most des Winzers Müh´ versüsst dort möcht ich sein, bei dir, du Vater Rhein auf deinen Bergen möcht ich sein! Ach könnt’ ich dort in leichter Gondel schaukeln und hörte dann ein schönes Winzerlied, viel schön’re Träume

Du blasser Stern in blauer Höh

Du blasser Stern, in blauer Höh was blickst du traurig nieder? Umfängt die Welt voll Schönheit nicht der weichen Nacht Gefieder? – “Manch treues Blut im Sande ruht ich schaue auf Saarbrücken; zu Tode härmt sich sein Mütterlein wer soll ihr´s Aug zudrücken?” Was hängst du’s Köpfchen wehmutsvoll Blaublümchen an dem Weiher? Es tropft dein Äuglein tränenschwer als wär’s zur

Du schöne Zeit du Wanderzeit

Du schöne Zeit, du Wanderzeit du Mai mit deiner Herrlichkeit ich kann euch kaum erwarten. Nun schnell zum Ranzen an der Wand den grünen Hut, den Stab zur Wand und fort in Gottes Garten Ade, du stumpfe, graue Stadt! Wie bin ich dein so übersatt Herr Wirt, du Beutelschneider! Ade Horaz und Cicero: welch hartes Heu, welch dürres Stroh! Auf

Ein jeder Mensch ist Komödiant (Da weiss man was man hat)

Ein jeder Mensch ist Komödiant und übt Verstellungskunst er heuchelt oft den feinsten Stand und doch ist alles Dunst So spielt auch mancher den Bankier und täuscht die ganze Stadt doch sieht er in sein Portmonaie da weiß er, was er hat Diniert man wo der feinen Welt wird Feines aufgetischt so zahlt man immer schweres Geld und im Magen

En Groffschmied sad in gauder Ruh (1934)

un smok sin Piep Tobak dato En Groffschmied sad in gauder Ruh un smok sin Piep Tobak dato zideri zidera ziderallala zideri zidera ziderallala zideri zidero zidera Wat kloppt denn da an miene Dör as wennt de Düwel selber wör? Ik glöw, dat is de Hallsche Post de mi so manchen Daler kost´ Du sas es schno na Halle kumm´n

En Groffschmitt seet in gode Roh

En Groffschmitt seet in gode Roh (en Groffschmed satt in gooder Roh) sieh düt, sieh dat, sieh da un schmök sin Piep Tobak dar to sieh düt, sieh dat, sieh da Wat klappt denn dar an miene Dör as wenns de Düwel sülber war? Dat is en Breef von de Hallsche Post de eenuntwüntig Penning kost Wat schrifft mie denn mien