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Armes Diandle tua nit wanen

Armes Diandle tua nit wanenweil i furt muaß weit von dirMirk zum Trost dir´s klane Sprüchle:„D´Liab geht über Berg und Mir“Will recht oft zum Wildbach kemanwill ihm all mein Herzlad gstehnwill die recht oft grüaßen lassenmuast halt fleissig lofen gehnArmes Diandle tua nit wanenweil i furt muaß weit von dir Dann mei Diandle woll m´r jauchzenwann i wieder kum af´s

Büaberl mirk dirs fein

Büaberl mirk dirs fein willst der Meine sein muaßt schon singen könn´ und brav jägern gehn Wann i zu dir kimm sei nur ja nit z´ schlimm weil i sunst mir glei an andern nimm (Jodler) Wer an Apfel schält und er ißt ihn nit Wer an Diandle liabt und er küßt es nit Wer ins Wirtshaus geht und er

Diandl dei Bua is da

Diandl dei Bua is da möcht mit dir plauschen gern doch tat er bitten schön ´s dürfet´s ka Mensch nit hörn ´s geht a gar niamd was an wann ma sich busseln tuat d´Liab will zu Zwa nur sein dann schmeckt´s erst guat (Jodler) ´s Busserln is gar so süaß ´s Busserln is gar so guat kunnt schier noch narrisch

Du mei flachshaarets Deandl

Du mei flachshaarets Deandl I hab di so gern Und i kunnt weg´n dein Flachs Glei a Spinnradl wer´n „O du lüagater Bua hör auf mit dein Kier´n wanns lang a so furt redst so kriagst ma noch Birn!“ „Es is scho es bleibt so i kann nix dafür und so lang mir Gott´s Leben schenkt g´hört mei Herz nur

Es schwimmt beim schwarzen Felsen (Röserl vom Wörthersee)

Es schwimmt beim schwarzen Felsen in dunkelgrüanem See a wunderherzig´s Röserl sei Blüah is weiß, is weiß wie Schnee Gar stolz spielt´s mit die Wellen und kummt wer in die Näh so hebt´s als wollt´s ihn ruafen das Köpferl hoch in d´Höh Doch traut sich´s Niemand zu braken gar g´fährlich is die Stell denn glei beim schwarzen Felsen da führt da

Jede Lerche find´t an Stan

Jede Lerche find´t an Stan wo sie ausrasten kann und a Halmle findts a wos ihr Nest baut davon Nur der Mensch hat ka Rast nur der Mensch hat ka Ruah denn kaum findt er wo´s Glück kommt schon Unglück dazua Hab ka Traurigkeit kennt is mei Bua zu mir kumm doch das Schicksal war hart hat den Trost mir

Ka Diandle das mag mi net (Der Tost)

Ka Diandle das mag mi net singen das kann i net Z´Bergsteigen trau i mi net drum hab i halts G´fret drum hab i, drum hab i drum hab i halt´s G´fret Die Häuschen is an net ´zahlt pfändt´ hams mi a schon bald der Nanerl, der bin i z´alt drum hat´s mir was g´malt Zum Halten ham´s mi ausg´lost

Koschat

Der österreichischer Komponist und Chorleiter Thomas Koschat wurde am 8 August 1845 in Viktring bei Klagenfurt geboren, er starb am 19. Mai 1914 in Wien. Koschat machte das Kärntner Lied populär und in Europa und Amerika bekannt.

Mei Muater saget´s gern (Kärntner Bua)

Mei Muater saget´s gern i sollt a Geist´ler wer´n sollt die Diandlan lassen das war ihr Begehrn Der Muater folg i nit ka Geist´ler wer i nit Und die Diandlan lass i erst recht nit (Jodler) Und wann die Sunn aufgeht und wann der Halter blaßt wann der Kuckuck draußt in Wald sich hören laßt Da tuats mir gar so

Mir ziemt ma sollt manen die Liab war a Stern

Mir ziemt ma sollt manen die Liab war a Stern so hell und so feurig daß ma blend´t schier kunt´ wer´n Derweil is sie a Wildbach voll G´fahr und voll Graus und wer amol ´neinfallt kummt schwerlich mehr raus Text und Musik: Thomas Koschat – Kärnten , Österreich – in Großes Volks-Liederbuch (ca. 1900)