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Als der Sandwirt von Passeier Insbruck (Andreas Hofer)

Als der Sandwirt von Passeier Insbruck hat mit Sturm genommen, die Studenten, ihm zur Feier mit der Geigen mittags kommen, laufen alle aus der Lehre ihm ein Hochvivat zu bringen, wollen ihm zu seiner Ehre seine Heldentaten singen. Doch der Held gebietet Stille spricht dann ernst: “Legt hin die Geigen! Ernst ist Gottes Kriegeswille wir sind all’ dem Tode eigen.

Des Sonntags wenn die Sonn anbricht

Des Sonntags wenn die Sonn anbricht halt ich´s nicht aus daheim muß wandern mit dem Morgenlicht frisch in den Tag hinein Die Käfer singen summ, summ, summ die Vöglein tirili Die Glocken läuten bimm bamm bumm des Sonntags in der Früh Die Bäume rauschen lustig drein in alter Melodie Gott weiß, es kann nie schöner sein als Sonntags in der

Deutschland Deutschland eins geworden

Deutschland Deutschland eins geworden in des Kampfes Glut und Brand jauchzend grüßt dich Süd und Norden heil´ges teures Vaterland Alle Herzen, alle Stämme sind nun ganz in Treue dein schwören von dem Meer zur Senne nur All-Deutschland soll es sein Nur All-Deutschland nur All-Deutschland soll es sein Heldenblut ist dir geflossen und viel Tränen, brennend heiß aber hell ist draus

Die Kugel mitten in der Brust (Die Toten an die Lebenden)

Die Kugel mitten in der Brust, die Stirne breit gespalten, So habt ihr uns auf blut´gem Brett hoch in die Luft gehalten! Hoch in die Luft mit wildem Schrei, daß unsre Schmerzgebärde Dem, der zu töten uns befahl, ein Fluch auf ewig werde! Daß er sie sehe Tag und Nacht, im Wachen und im Traume Im Öffnen seines Bibelbuchs wie

Ernst Fürste

Ernst Fürste: 1831-1900

Fürsten zum Land hinaus (Das deutsche Treibjagen , 1832)

Fürsten zum Land hinaus nun kommt der Völkerschmaus! Raus! Erst jagt den Kaiser Franz, dann den im Siegerkranz! Schub! Bayernland ans Gewehr, Ludwig geniert gar sehr! Fort! Adlig Hannoverland, du wirst zur Affenschand! Pfui! Der schönste Schwabenstreich war Wilhelm aus dem Reich! Raus! Sachsen wo bleibst du dann? der Mitregent muss dran! Auf! Zarter Kurfürstensohn, dein Stündlein läutet schon! Bim!

Gott segne Friedrich Franz (Hymne Mecklenburg 1825)

Gott segne Friedrich Franz Und Seiner Krone Glanz Trübe sich nie! Friede und Heiterkeit Bleibe stets sein Geleit Bis in die fernste Zeit, Fliehe Ihn nie! Ueber Sein Fürsten=Haus Schütte Dein Füllhorn aus Freundlicher Gott Für deines Hauses Glück Schärfe den Vaterblick und jedes Mißgeschick Scheuch Dein Gebot! Sei eine feste Burg Dem theuern Mecklenburg Künftig wie jetzt; schütz unser

Heckerlied ein Studentenlied – aus Heidelberg? (1962)

Nachweisbar ist das Heckerlied im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts “in den deutschsprachigen Universitäten weit verbreitet gewesen; und zwar nicht als republikanisches Kampflied, sondern als “Juxlied” der Korpsstudenten, als “Anstich- und Randalierlied”. “Ratschintschin, ratschintschin Kriwali krawali krum! Die Revolution! die Revolution! Blut muß fliessen knüppeldick Vivat hoch die Republik Sechsunddreißig Jahre währt die Knechtschaft schon nieder mit den Hunden von der Reaktion”

Hoch will ich den König preisen (Stralauer Fischzug 1806)

Hoch will ich den König preisen Der bei seines Volkes Rufen Steigt herab des Thrones Stufen Frohen freundlich sich will zeigen Wie die Sonn´ aus Wolken bricht Jedem strahlt und wärmt ihr Licht. Ja der König ist der unser Den wir in der Freude denken Der im Schrecken uns will lenken Wenn wir beten “Vater unser” Heut noch sagt, es

Im Hut der Freiheit stimmet an

Im Hut der Freiheit stimmet an Voll Ernst der Freundschaft Lied Der ist bei Gott kein Ehrenmann Dem hier sein Herz nicht glüht Die Freundschaft stärkt in Freud und Not Und folgt durch Leben und durch Tod Erbarmend sah des Lebens Müh Der Menschen Vater, schwieg Erschuf die Freundschaft wog und sieh Des Elends Schale stieg Da sprach der Vater