Liedergeschichte: Heideröslein

Zur Geschichte von "Heideröslein": Parodien, Versionen und Variationen.

Der älteste Hinweis auf dieses Lied steht auf einem Einzeldruck Nürnberg, Kunigund Hergotin, (ca 1530) mit der Überschrift: „Ein preißlied göttlichs Worts …“ In dem Thon als man singt: So weiß ich eins das mich erfreut, das Blümlein auf Breiter Heide…

„Unverkennbar war unser Lied hier das Vorbild zu Goethes Dichtung: „Es sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden“. Goethe muß dieses alte oder ein ähnliches Volkslied des 16. Jahrhunderts gekannt haben, bevor er sein Lied dichtete, denn ohne dieses Vorbild wäre die Übereinstimmung im Refrain und in der Allegorie (das geliebte Mädchen einem Heideröslein zu vergleichen) und sonst mehrfache wörtliche Gleichheit nicht denkbar.

Das Bild vom Rosenbrechen durch einen Knaben wird hier nicht durchgeführt, wie solches Goethe getan hat. Unser Volkstext braucht sich vor Goethes Nachbildung nicht zu verstecken. Es ist um den neckischen, fröhlichen Ton reicher, als Goethes Text mit seinem dramatischen Aufbau und seiner Zweideutigkeit. (Böhme, Deutscher Liederhort II, 1983, Nr. 426)

Noch weiß ich eins, das mich erfreut Das mag mir niemand entleiden Jetzt freu ich mich der Maien Zeit Der Blümlein auf breiter Heiden Ich bin durchzogen manche Land Der Blumen gleich ich nindert fand Die mir ganz all mein Trauren wandt Du Schatz ob allen Schätzen Die Blum ist hübsch und darzu fein Das ... Weiterlesen ... ...

Will uns das Maidelein nimmer han rot röslein auf der Heiden so wollen wirs nur faren lan ein anders wölln wir nehmen an ein schöns, ein jungs, ein reiches, ein frumms nach adelichen Sitten Text: Verfasser unbekannt in Lechners Liederbuch Nürnberg 1586 Nr. 22, entspricht, abgesehen von einer Kürzung, so ziemlich der 3. Strophe von ... Weiterlesen ... ...

Sie gleicht wohl einem Rosenstock drum liegt sie mir am Herzen Sie trägt auch einen roten Rock kann züchtig freundlich scherzen. Sie blühet wie ein Röselein die Wänglein wie das Mündelein Liebst du mich, so wie ich dich Röslein auf der Heiden Das Röslein, das mir werden muß Röslein auf der Heiden Das hat mir ... Weiterlesen ... ...

Es sah ein Knab ein Röslein stehn Ein Röslein auf der Heiden Er sah, es war so frisch und schön Und blieb stehn, es anzusehen Und stand in süßen Freuden Röslein, Röslein, Röslein rot Röslein auf der Heiden! Der Knabe sprach: „Ich breche dich! Röslein auf der Heiden Das Röslein sprach: „Ich steche dich Daß ... Weiterlesen ... ...

Ein Veilchen auf der Wiese stand Gebückt in sich und unbekannt; Es war ein herzig´s Veilchen! Da kam ein´ junge Schäferin Mit leichtem Schritt und munterm Sinn Die Wiese her und sang Ach! denkt das Veilchen, wär‘ ich nur Die schönste Blume der Natur, Ach, nur ein kleines Weilchen, Bis mich das Liebchen abgepflückt Und ... Weiterlesen ... ...

Sah ein Knab ein Röslein steh´n Röslein auf der Heiden War so jung und war so schön Lief er schnell es nah zu seh´n sah´s mit vielen Freuden Röslein, Röslein, Röslein rot Röslein auf der Heiden Knabe sprach: „Ich breche dich, Röslein auf der Heiden.“ Röslein sprach: „Ich steche dich, Daß du ewig denkst an ... Weiterlesen ... ...

Es liegt ein Weiler fern im Grund da blüht ein Röslein jung und schön wie nimmer in der ganzen Rund so traut, so lieblich anzusehn Und als ich kam und als ich´s sah Ich weiß es nicht, wie mir geschah „O Röslein rot, o Röslein schön ach hätt ich nimmer dich gesehn!“ Willst holdes Röslein ... Weiterlesen ... ...

Wohl ein einsam Röslein stand welk und matt am Wege von des Sommers Glut verbrannt armes Röslein unbekannt ohne Lieb und Pflege Armes armes Röslein ach welk und matt am Wege Kam ein Mägdlein her und sah Röslein an dem Wege Röslein stehst so einsam da sei getrost ich komme ja daß ich deiner pflege ... Weiterlesen ... ...

Ich ging im Walde so für mich hin und nichts zu suchen das war mein Sinn Im Schatten sah ich ein Blümlein stehn wie Sterne leuchtend wie Äuglein schön. Ich wollt´ es brechen, da sagt es fein soll ich zum Welken gebrochen sein? Ich grub’s mit allen Würzlein aus. Zum Garten trug ich’s am hübschen ... Weiterlesen ... ...

Sah ein Fürst ein Büchlein stehn in des Ladens Ecken, nahm es rasch, es durchzusehn las es auch vorm Schlafengehn doch mit tausend Schrecken. Büchlein, Büchlein, Büchlein keck, aus des Ladens Ecken. König sprach, ich unterdrück’s, Büchlein aus dem Laden, Büchlein lachte: O des Glücks! Dann liest man mich hinterrücks, und das bringt nie Schaden. ... Weiterlesen ... ...