Sozialdemokratisches Liederbuch von A-Z

Sozialdemokratisches Liederbuch

Max Kegels Sozialdemokratisches Liederbuch (also ein SPD Liederbuch aus dem Kaiserreich) erschien in der fünften verbesserten Auflage im Verlag von J.R.W. Dietz in Stuttgart , 1896. Kaum so groß wie eine Postkarte und knapp 120 Seiten stark enthält es die bekanntesten Liedtexte der deutschen Arbeiterbewegung. Zu Beginn heißt es im Prolog: Es waren verbannt unsere Lieder und Friedhofsruh deckte das Land

| | 1890


Freiheit die ich meine

Freiheit, die ich meine die mein Herz erfüllt komm mit deinem Scheine süßes Engelsbild! Magst du dich nie zeigen der bedrängten Welt? führest deinen Reigen nur am Sternenzelt? Auch bei grünen Bäumen in dem lust´gen Wald, unter Blütenträumen ist dein Aufenthalt. Ach! das ist ein Leben, wenn es weht und klingt, wenn ein stilles Weben wonnig uns durchdringt Wenn die Blätter

Freiheitslieder | | 1818


Wenn die Fürsten fragen (Lied der Verfolgten)

Wenn die Fürsten fragen: Was macht Absalon? Lasset ihnen sagen: Ei der hänget schon Doch an keinem Baume, Und an keinem Strick Sondern an dem Traume Einer Republik Wollen sie gar wissen Wie´s dem Flüchtling geht Sprecht, der ist zerrissen Wo ihr ihn beseht Nichts blieb ihm auf Erden Als Verzweiflungsstreich Und Soldat zu werden Für ein freies Reich Fragen

Freiheitslieder | 1835


Ich bin ein freier Mann und singe (Leicht Gepäck)

Ich bin ein freier Mann und singe mich wohl in keine Fürstengruft und alles, was ich mir erringe ist Gottes liebe Himmelsluft Ich habe keine stolze Feste, von der man Länder übersieht ich wohn ein Vogel nur im Neste Mein ganzer Reichtum ist mein Lied Ich durfte nur, wie andre, wollen, Und wär nicht leer davongeeilt, Wenn jährlich man im

Freiheitslieder | | 1841


Es lebe was auf Erden (Freiheit)

Es lebe, was auf Erden nach Freiheit strebt und wirbt von Freiheit singt und saget, für Freiheit lebt und stirbt Die Welt mit ihren Freuden ist ohne Freiheit nichts die Freiheit ist die Quelle der Tugend und des Lichts Es lebe, was auf Erden … Fluch sing ich allen Zwingherrn, Fluch aller Dienstbarkeit Die Freiheit ist  Mein Leben und bleibt

Freiheitslieder | 1843


Ob wir rote gelbe Kragen (Bürgerlied)

Ob wir rote gelbe Kragen Helme oder Hüte tragen Stiefel tragen oder Schuh Oder ob wir Röcke nähen Und zu Schuhen Drähte drehen Das tut, das tut nichts dazu. Ob wir können präsidieren, Oder müssen Akten schmieren Ohne Rast und ohne Ruh Ob wir just Kollegia lesen Oder aber binden Besen Das tut, das tut nichts dazu. Ob wir stolz zu

Freiheitslieder | Politische Lieder | Vereinslieder | 1845


Frisch auf mein Volk mit Trommelschlag

Frisch auf mein Volk mit Trommelschlag im Zorneswetterschein! O wag es doch nur einen Tag nur einen frei zu sein! Und ob der Sieg vor Sternenlicht dem Feinde noch gehört Nur einen Tag! Es rechnet nicht ein Herz, das sich empört O wart in deiner tiefen Not Auf keinen Ehebund Wer liebt, der gehet in den Tod Für eine Schäferstund

Freiheitslieder | 1845


Es war ein Philosoph (Ferdinand Lasalle)

Es war ein Philosoph – und schauen wollt´ er das Wesen aller Dinge die Falte über seinen Brauen auf seiner Stirne bebend spielte und wand sich gleich dem Schlangenringe der Weisheit Ewigkeitssymbole – Auch war es ja nur nach dem Wohle der ganzen Welt, nach dem er zielte Und wandeln sah man den Gedanken auf  seinem blassen Angesicht den mächtigen,

Trauerlieder | | 1864


Wohlan wer Recht und Wahrheit achtet (Arbeiter-Marseillaise)

Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet zu unsrer Fahne steh allzuhauf! Wenn auch die Lüg uns noch umnachtet bald steigt der Morgen hell herauf! Ein schwerer Kampf ist´s den wir wagen zahllos ist unsrer Feinde Schar Doch ob wie Flammen die Gefahr mög über uns zusammenschlagen nicht fürchten wir den Feind stehn wir im Kampf vereint! Nicht zählen wir den

Arbeiterlieder | Freiheitslieder | 1864


Stimmt an das Lied der hohen Braut (Lied der Arbeit)

Stimmt an das Lied der hohen Braut die schon dem Menschen angetraut eh er selbst Mensch ward noch Was sein ist auf dem Erdenrund entsprang aus diesem treuen Bund Die Arbeit hoch! Als er vertiert, noch scheu und wild durch schreckenvolles Urgefild und finstre Wälder kroch Wer gab dem Arm die erste Wehr? Die Arbeit war´s, noch roh wie er

Arbeiterlieder | Arbeitslieder-Handwerkerlieder | 1867


Sozialdemokratisches Liederbuch von A-Z

Das SPD Liederbuch aus dem Kaiserreich