Geibel (Emanuel Geibel)

17 Lieder von Geibel (Emanuel Geibel)

Franz Emanuel August Geibel wurde am  17. Oktober 1815 in Lübeck geboren und starb dort am 6. April 1884.  Das Pfarrerskind studierte Theologie und Klassische Philologie, wurde Hauslehrer und veröffentlichte um 1840 erste Gedichte.


mp3 anhören CD buch

Am Rhein am grünen Rheine

Am Rhein, am grünen Rheine da ist so mild die Nacht; die Rebenhügel liegen in gold´ner Mondenpracht. Und an den Hügeln wandelt ein hoher Schatten her mit Schwert und Purpurmantel die Krone vom Golde schwer Das ist der Karl, der Kaiser der mit gewalt’ger Hand vor vielen Hundert Jahren geherrscht im deutschen Land. Er ist heraufgestiegen zu Aachen aus der

Deutschlandlieder | Liederzeit: | 1880


Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen die Bäume schlagen aus Da bleibe, wer Lust hat mit Sorgen zu Haus! Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt Herr Vater, Frau Mutter, Daß Gott euch behüt! Wer weiß, wo in der Ferne Mein Glück mir noch blüht; Es gibt so manche Straße, Da

Frühlingslieder | Wanderlieder | Liederzeit: | | 1834


Ein lustiger Musikante marschierte einst am Nil (o tempora, o mores)

Ein lust´ger Musikante marschierte einst am Nil o tempora, o mores! Da kroch wohl aus dem Wasser ein großer Krokodil o tempora, o mores! Der wollt´ ihn gar verschlucken wer weiß, wie das geschah? Jucheirassa! O tempora! Gelobet seist du jederzeit, Frau Musika! Da nahm der Musikante seine alte Geig´n o tempora, o mores! und tät mit seinem Bogen gar

Lob der Musik | Scherzlieder | Trinklieder | Liederzeit: | , , | 2006


Es hat der Fürst vom Inselreich (Protestlied für Schleswig-Holstein)

Es hat der Fürst vom Inselreich uns einen Brief gesendet der hat uns jach auf einen Streich die Herzen umgewendet Wir rufen: Nein! und aber: Nein! zu solchem Einverleiben wir wollen keine Dänen sein wir wollen Deutsche bleiben Wir alle sind hier, alt und jung Aus deutschem Ton geknetet Wir haben deutsch gescherzt beim Trunk Und deutsch zu Gott gebetet

Deutschlandlieder | Landeshymnen | Liederzeit: , | 1845


Fern im Süd das schöne Spanien (Der Zigeunerbube im Norden)

Fern im Süd das schöne Spanien ist mein Heimatland, wo die schattigen Kastanien rauschen an des Ebro Strand, wo die Mandeln rötlich blühen wo die heisse Traube winkt, und die Rosen schöner glühen und das Mondlicht goldner blinkt Und nun wandr’ ich mit der Laute traurig hier von Haus zu Haus, doch kein helles Auge schaute freundlich noch nach mir

Heimatlieder | Vagabundenlieder | Weitere Volkslieder | | | 1834


Heil dir im Eichenkranz

Heil dir im Eichenkranz Fürstin des Abendlands Heil Deutschland Dir! Glorreich in Wacht und Schlacht brachst du des Erbfeinds Macht schwingst in verjüngter Pracht hoch dein Panier Einig in Süd und Nord trotzt unser Volk hinfort Sturm und Gefahr Schirmende Flügel spannt wieder vom Nordensland bis an der Mosel Strand Kaiser, dein Aar Blühe du deutsches Reich Wachse der Eiche

Deutschlandlieder | Liederzeit: | 2007


Ich weiss einen Helden von seltener Art

Ich weiss einen Helden von seltener Art so stark und so zart das ist die Blume der Ritterschaft das ist der erste an Milde und Kraft, so weit auf des Vaterlands Gauen die Sterne vom Himmel schauen In goldener Rüstung geht der Gesell das funkelt so hell! Und ob ihm auch mancher zum Kampfe sich gestellt weiss keinen, den er

Trinklieder | Liederzeit: | 1900


Kein Tröpflein mehr im Becher

Kein Tröpflein mehr im Becherkein Geld im Säckel mehrda wird mir armem Zecherdas Herze gar so schwerDas Wandern macht mir Peinweiß nicht wo aus noch einins Kloster möcht ich gehenda liegt ein kühler Weinvalleri, vallera….. Ich zieh auf dürrem Wegemein Rock ist arg bestaubtweiß nicht, wohin ich legein dieser Nacht mein HauptMein Herberg ist die Weltmein Dach das Himmelszeltdas Bett,

Wanderlieder | | | 2007


Kennt ihr das Land der Eichenwälder

Kennt ihr das Land der Eichenwälder das Land des Ernstes und der Kraft? Kennt ihr das Land der Ährenfelder und seiner Reben Feuersaft, die Au´n vom Himmelreich betraut von blauen Bergen überschaut? Das schöne Land, ich nenn´ es mein und ewig soll es hochgepriesen sein! Kennt ihr das Volk in diesem Lande das Volk der Sitte und der Treu’, das

Deutschlandlieder | Liederzeit: | 1841


Mag auch heiß das Scheiden brennen

Mag auch heiß das Scheiden brennen Treuer Mut hat Trost und Licht Mag auch Hand von Hand sich trennen Liebe läßt von Liebe nicht Keine Ferne darf uns kränken Denn uns hält ein treu Gedenken Ist kein Wasser so ohn Ende Noch so schmal ein Felsensteg Daß nicht rechte Sehnsucht fände Drüberhin den sichern Weg Keine Ferne darf uns kränken

Abschiedslieder | Liederzeit: | | 1850