Kategorie: Stichworte

Aas

Das Wort Aas leitet sich aus “Az” für “Essen, Speise, Futter” und “As” für “Fleisch zur Fütterung von Hunden, Raben” (beide mit langem “A” aus dem Mittelhochdeutschen) – das Wort ist auch verwandt mit “Äsen” (Fressen beim Wild) und einem Fachbegriff aus der Gerber- und Kürschnersprache “Aasen” = Fleisch von der Haut schaben

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Advent

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Andreas Hofer

Andreas Hofer war ein Freiheitsheld im Kampf gegen die französischen Besatzertruppen unter Napoleon in Tirol. Geboren wurde er 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier in der Grafschaft Tirol, er wurde am 20. Februar 1810 in Mantua hingerichtet. Das bekannteste Hofer-Lied ist sicher “Zu Mantua in Banden“, es gibt aber etliche mehr.

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Angeln

Die Angeln waren ein westgermanisches Volk, das wohl vor allem aus dem gleichnamigen Landstrich Angeln im Norden des heutigen deutschen Landes Schleswig-Holstein sowie seinen Nachbargebieten stammte. (wikipedia)

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Annemarie

Annemarie taucht als Name in zahlreichen Liedern auf, besonders im Kontext des Ersten Weltkriegs. Oft handelt es sich dabei um Soldatenlieder. Die Soldaten phantasieren dabei eine junge Frau oder ein Mädchen, das sich mit den Männern einlässt und schwanger wird.  Siehe dazu auch Männerphantasien von Klaus Theweleit.

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Antisemitismus

Antisemitismus im Volkslied und Kinderreim. Antisemitische Lieder gegen die jüdische Bevölkerung. Meist wurde den Juden vorgeworfen, reiche Wucherer zu sein. Dabei durften Angehörige der jüdischen Bevölkerung viele Berufe gar nicht erst ausüben.

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Apfel

Wilde bezw. verwilderte Apfelbäume sind schon zu Tacitus´ Zeiten, wie wir bemerkten, in Germanien einheimisch gewesen. Apfelschnitze finden sich schon in den Pfahlbaufunden Oberösterreichs (Höfler). Wie um die alten ehrwürdigen Waldfruchtbäume werden sich auch um den Apfelbaum heidnische Gebräuche frühzeitig gewoben haben.*) Auch die hohe Bedeutung des Apfels in der germanischen Mythologie scheint das zu bestätigen. Uralt ist z. B. die Sitte, den Apfelbaum als Lebens- und Geburtsbaum zu erwählen und ihn in der Geburtsstunde des Kindes zu pflanzen: das Neugeborene gedeiht oder verkümmert ganz wie der Baum.

Der Brauch beruht auf jener ursprünglichen Identifizierung der Menschenseele mit der Baumseele, des Menschenschicksals mit dein Baumschicksal. Eine erotische Färbung nimmt der Brauch in späterer Zeit an, wenn man wie im Aargau für Knaben Apfelbäume, für Mädchen Birnbäume setzt. Das Neugeborene wird gewissermaßen mit der Seele des andersgeschlechtlichen Baumes verbunden. Der Apfel gilt nämlich als weiblicher Baum, der Birnbaum als männlicher (vergleiche Ausdrücke wie Apfelblüte und Birnenstilchen). Wenn man die Nachgeburt unter einen Apfelbaum vergräbt, so ist das nächste Kind der Wöchnerin ein Mädchen, wenn unter einen Birnbaum, ein Bube (Schwaben). Der fruchttragende Apfelbaum steht in Wechselbeziehung zu dem fruchttragenden Weibe. So herrscht in Böhmen der Glaube, von einem zum ersten Mal tragenden Apfelbaum soll eine Frau, die schon viele Kinder geboren hat, den ersten Apfel pfliicken und essen, dann wird er sehr fruchtbar, oder man gibt die erste Frucht einer schwangeren Frau zu essen (Oberpfalz, Osterreich). —-

Wie die Ehefrauen wurden ferner auch die obsttragenden Bäume, zunächst der Apfelbaum, mit der Lebensrute der Fruchtbarkeit geschlagen oder gefitzelt. Die Frucht des Apfels gilt wie die Nuß als Symbol der weiblichen Fruchtbarkeit. Hierfür eignete sich der Apfel wegen des Reichtums seiner Kerne, der ihn mit dem Reichtum der Kinder des fruchtbaren mütterlichen Schoßes in Vergleich stellt.

Auf Rügen herrscht der Glaube, daß eine schwangere Frau Zwillinge bekommt, wenn sie zwei. zusammengewachsene Äpfel. ißt. Äpfel und Nüsse (Haselnüsse) werden schon in heidnischen Zeiten bei Frühlingsfesten wie Hochzeiten als Symbole der Fruchtbarkeit der Erde wie des Weibes verwendet worden sein. Noch jetzt werden sie als Geschenke zu Weihnachten (Wintersonnenwende) gespendet, auch der Kinderfreund Nikolaus (Donar) verschenkt sie. In diesem Sinne schmückte man auch den Maienbaum, den Dämon der Fruchtbarkeit, mit Äpfeln.

Auch bei den Slaven ist der Apfel das Symbol ehelicher Fruchtbarkeit. In der Herzegowina wirft die Braut Äpfel unter die Kinder (Krauss 43o); in Kroatien wirft sie einen Apfel über das Haus des Bräutigams. In Slavonien trägt die Braut auf ihrem Hochzeitsgange einen Apfel im Busen, um fruchtbar zu sein (Krauss 396). Ebenso steckt sich in Dalmatien die Braut am Hochzeitsmorgen einige Äpfel in den Busen (Krauss 419).

Eine eigentümliche Sitte, offenbar mit erotischem Hintergrunde ist der sogenannte Holzäpfeltanz im Dorfe Dossenheim am Odenwald, der am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt aufgeführt wird. Die Jünglinge des Dorfes, die am Volksfeste teilnehmen wollen, legen ihren Mädchen am Vorabend einige Holzäpfel vor das Fenster. Am andern Tage wird in einem kleinen Hofraum ein Sack voll Holzäpfel auf den Boden ausgeschüttet, die Paare tanzen nun über die Äpfel, wobei hin und wieder ein Pärchen auf die Erde zu liegen kommt. Wenn der Tanz beginnt, erhält der erste Tänzer in der Reihe einen Walnußzweig, bei der nächsten Runde bekommt ihn ein anderer und so fort, bis eine Flinte losknallt; wer den Zweig in diesem Moment hat, muß alle übrigen bewirten, — Dieser Holzäpfeltanz scheint ein uraltes Apfelvolksfest mit erotischem Hintergrunde zu sein; wie er dann auch in neuerer Zeit nicht die ehrbarsten Auftritte herbeigeführt hat.

Apfel weiterlesen

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Aprikose

Das Heimatland der Aprikose ist Armenien. Erst im späteren Altertum, zur Zeit Alexanders des Großen, ist die Aprikose nebst Pfirsich und Zitrone nach Südeuropa eingeführt worden. Alle drei Früchte wurden von den Griechen als Apfelarten bezeichnet: melon armeniakon, persikon, medikon. Vielleicht ist erst zur Zeit der Kreuzzüge die Aprikose nach Frankreich (le damas = Pflaume aus Damaskus) und dann nach Deutschland eingewandert. Es sind Fruchtbäume, deren Anbau gewissen klimatischen Bedingen unterworfen sind. Sie sind ehemals weniger im gemeinen Volke genossen worden und spielen daher nur geringe Rolle in unserer Volkserotik, wenn auch Gestalt, das ovale Rund mit der Kerbe, der Riefe, und Schönheit, Duft und zarter Schmelz der beiden Früchte zum erotischen Vergleich mit dem Feminal auffordern.

So wird von dem „verbotenen” Züricher Lyriker die jungfräulich geschlossene Vulva mit der Aprikose verglichen. Siehe den Ergänzungsband. — In Indien dagegen ist die allgemein das Symbol der Vulva, wie in Japan, die Pfirsichfrucht.

in Volkserotik und Pflanzenwelt (1908)

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Arbeitslieder

Zumeist werden als Arbeitslieder jene Lieder bezeichnet, die den Arbeitsrhythmus direkt begleiten, indem sie eine Gruppe von Arbeitern zu gleichmäßigem Arbeitsrhythmus vereinigen. Der Rhythmus des Liedes regelt dann den Fortgang einer gleichförmigen körperlichen Arbeit. Diese Lieder sind kennzeichnend für Arbeiten, die eine große gemeinschaftliche, ruckweise verlaufende und wiederholte Kraftanspannung verlangen. Man kann sie als Arbeitstaktlieder bezeichnen. Sie verschwinden mit der Einführung von Maschinen.

Ihr Kern ist der Arbeitsruf, den wir heute noch z.B. in dem »Hau-ruck« kennen. Vielfach erklangen sie im Wechsel von Vorsänger (Vorarbeiter) und Chor der Arbeitenden. Auch ihre Struktur ist oft zweigeteilt in die wiederholten, gleichbleibenden Arbeitsrufe, die den Arbeitsvorgang regeln, einerseits und vielfach variierte Zwischentexte andererseits.

Diese Zwischentexte eröffnen der improvisatorischen Variation viele Möglichkeiten. Arbeitsvorgang und Arbeitsweise, Werkzeug und Arbeitsort, Klagen über Mühen und Plagen der schweren Arbeit, schlechte Behandlung, Kost und Leben, Sehnsucht nach Rast und Feierabend sind häufig ihr Inhalt. Vielfach kommen auch scherzhafte oder erotische Aussagen und Anspielungen vor.

Es konnten auch beliebte Lieder durch Einfügen eines sich wiederholenden Arbeitsrufes zu Arbeitstaktliedern umgeformt werden. Für das Arbeitslied der Seeleute ist dieser Vorgang oft bezeugt (Strobach, Shanties).
Arbeitslieder dieser Art sind über die ganze Erde verbreitet. Seit der Aufnahme volkstümlichen Liedgutes in die bürgerliche Literatur, Chronistik und Publizistik in dem mit der frühbürgerlichen Entwicklung verbundenen Aufschwung städtebürgerlicher Kultur im 15. und 16. Jahrhunden sind auch deutsche Arbeitstaktlieder erhalten.

Allerdings können die Arbeitstaktlieder nur als eine Gruppe des Arbeitsliedes betrachtet werden. Unterschiedlichste Arbeitsvorgänge begleiteten und begleiten z.T. andere Lieder, die weder in Struktur noch Inhalt mit Verlauf und Rhythmus des Arbeitsprozesses übereinstimmen. Sie laufen neben dem Arbeitsvorgang einher und können der Unterhaltung im weilesten Sinne des Wortes während der Arbeit dienen und dadurch die Arbeit erleichtern oder die Arbeitshaltung stimulieren helfen. Für diese Funktion kann Liedgut der verschiedensten Art dienen. Es kann gesungen oder durch Medien vermittelt werden.

(nach: Schürz Dich Gretlein : Deutsche Volkslieder II )

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch





Auto

Volkslieder und Kinderreime mit “Auto”:

..Mp3, CDs und Bücher dazu: :

CD buch