Liederlexikon: Hamburg ist ein schönes Städtchen

| 1840

Das heute noch bekannte Lied „Hamburg ist ein schönes Städtchen“ geht zurück auf ein Lied von 1786: „Halle ist ein schönes Städtchen so gar nah am Wasser liegt“ berichtet auch schon damals von käuflichen Mädchen dort. Es ist in einer Flugschrift ohne Melodie im Berliner Staatsarchiv zu finden. Das Lied war womöglich verboten und hat sich dann mündlich verbreitet, vermutlich durch fahrende Studenten. 1842 wird dann in Grabig in Niederschlesien eine etwas weniger eindeutige Fassung mit Melodie notiert: Die Mädchen im mehr als 100 km entfernten Breslau werden besungen in „Breslau ist ein schönes Städtchen“. Überschrieben mit „Was ich möchte“.

Mit dieser Melodie steht das Lied dann bereits als „Hamburg ist ein schönes Städtchen“ in Deutscher Liederhort (Nr. 75a und in Band III, Nr. 1416) aus dem Brandenburgischen, etwa gleichzeitig auch „Berlin ist ein schönes Städtchen“ bei Irmer. Nr. 64 aus Pommern.  Ludwig Erk verweist im Liederhort III auch auf die Nummer 514 , ebenfalls wie das Breslauer Lied überschrieben mit „Was ich möchte“; „Ach was wird mein Schätzchen denken

 

"Hamburg ist ein schönes Städtchen"