Liederlexikon: Hänschen klein

| 1850

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“Hänschen klein” ging allein. Um 1850 schreibt der Dresdener Lehrer Franz Wiedemann auf die Melodie von “Alles neu macht der Mai”, das den Neubeginn und den Wechsel feiert,  so etwas wie Gegenlied: “Hänschen klein”. Das Kind, das voller Neugier und Lust in die Welt hinausziehen will, kehrt zurück zu Muttern. “Da besinnt / sich das Kind / kehrt nach Haus geschwind”.  Als Vorlage diente ein Lied von Johann Nepomuk Vogel von 1837: Ein Wanderbursch mit dem Stab in der Hand. Hänschen klein wurde – meist in gekürzter Form – als Kinderlied verbreitet.


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"Hänschen klein" im Archiv:

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai: Auf eine vermutlich französische Melodie entsteht 1818 das Lied “Alles neu macht der Mai”, etwa 30 Jahre später erhält die gleiche Melodie mit “Hänschen klein” einen neuen Text und wird als Kinderlied verbreitet.

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai macht die Seele frisch und frei Laßt das Haus, kommt hinaus, windet einen Strauß! Rings erglänzet Sonnenschein duftend pranget Flur und Hain Vogelsang, Hörnerklang tönt den Wald entlang Wir durchzieh’n Saaten grün Haine, die ergötzend blüh’n Waldespracht – neu gemacht nach des Winters Nacht. Dort im Schatten an dem Quell rieselnd munter, silberhell klein und

Ein Wanderbursch mit dem Stab in der Hand

Ein Wanderbursch mit dem Stab in der Hand Kommt wieder heim aus dem fremden Land Sein Haar ist bestäubt, sein Antlitz verbrannt Von wem wird der Bursch´ wohl zuerst erkannt? So tritt er ins Städtchen durchs alte Tor am Schlagbaum lehnt just der Zöllner davor. Der Zöllner, der war ihm ein lieber Freund oft hatte der Becher die beiden vereint.