Heckerlied ein Studentenlied – aus Heidelberg? (1962)

Nachweisbar ist das Heckerlied im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts “in den deutschsprachigen Universitäten weit verbreitet gewesen; und zwar nicht als republikanisches Kampflied, sondern als “Juxlied” der Korpsstudenten, als “Anstich- und Randalierlied”. “Ratschintschin, ratschintschin Kriwali krawali krum! Die Revolution! die Revolution! Blut muß fliessen knüppeldick Vivat hoch die Republik Sechsunddreißig Jahre währt die Knechtschaft schon nieder mit den Hunden von der Reaktion”

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Denkst du daran mein tapferer Lagienka (Hintergrund)

In dem  Buch „Das Kölnische Volks- und Karnevalslied” (1951, S. 182—186) führt Paul Mies  zu “Denkst du daran mein tapferer Lagienka” an, daß diese Melodie im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts sehr beliebt war;  sie würde „besonders gewählt, wenn es sich im Text um Erinnerungen, um Abschied, um wehmütige Gedanken handelt”. Mies führt 10 Lieder auf diese Melodie an…. Das Lied ist außerdem wenigstens zweimal ins Polnische

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Der diebische Müller

Das Lied vom diebischen Müller ist schon um 1680 hochdeutsch, um 1600 niederdeutsch belegt. Während der Feudalzeit bestand Mühlzwang: der Bauer mußte die Mühle aufsuchen, in deren Bannmeile er wohnte. Der Müller, der die Bauern — zu all ihren anderen Lasten — noch um einen beträchtlichen Teil des ihnen gebliebenen Korns brachte, war verhaßt und verachtet, was sich außer in

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Im Deutschen Viertel in New York 1959

Die 86. Straße ist ein deutscher Alptraum. Kaiser Barbarossa, der Bart durch den Tisch gewachsen, die alten Germanen auf der Bärenhaut, das Hörn des Mets geschwungen, der Trompeter von Säckingen, eine odulierte Lorelei und kein Kompliment für Heine, Bismarck im Küraß und Bismarck mit dem Schlapphut, fast ein Paulskirchenmann, doch der über´s Meer geflohenen Achtundvierziger wurde nicht gedacht, und Hindenburg

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Vorwort: Der Liederfreund (1949)

Zur neuen Liedersammlung Vor einem halben Jahrhundert fand sich eine kleine Schar junger Deutscher zusammen, die nicht die ausgetretenen Pfade der „Alten” gehen wollten. Ihr eigenes Leben wollten sie, ein Leben der Wahrheit und Echtheit. Ohne viel Auf-liebens davon zu machen, zogen sie sich aus dem Zwang und der Lüge der bürgerlichen Gesellschaft jener Zeit zurück und suchten im Wandern

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Kurze Haare für die Swing-Jugend

„Angesichts des heldenhaften Kampfes, den der deutsche Soldat an allen Fronten führt, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die deutsche Jugend in der Heimat sich sowohl in ihrer Haltung als auch im äußeren Auftreten dieses Kämpfertums würdig erweist. So ist es … untragbar, dass es noch Jungen gibt, die … mit einer weiblichen Tangofrisur oder einer sog. Künstlermähne herumlaufen. … Ich

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Betrifft “Hamburger Swing-Kreise”

Nunmehr muß ich ergänzend mitteilen, dass … die Hot- und Swing-Demonstrationen jugendlicher anglophiler Kreise in Hamburg inzwischen staatsfeindliche und reaktionär zersetzende Formen angenommen haben. … Englische, amerikanische und jüdische Musikschallplatten werden ausgeliehen, getauscht, durch Schneideapparate vervielfältigt und auch zur öffentlichen Wiedergabe benutzt. … Es handelt sich hier z. T. um degenerierte und kriminell veranlagte, auch mischblütige Jugendliche, die sich zu

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Vorwort: Lied über Deutschland (1936)

Lieber Kamerad ! Dieses -Buch gehört dir! In ihm ist zusammengetragen, was Generationen vor dir gesungen; in ihm schwingt der Liedrhythmus, an dem sich unsere Väter in den Schützengräben des Großen Krieges aufgerichtet haben, und du erkennst in ihm auch den Rhythmus deiner eignen Kameradschaft wieder. Sie hat das Erbe anzutreten, zu verwalten und nach eigenen Gesetzen weiterzuführen. Das verpflichtet! Es legt dir die Pflicht auf, Ehrfurcht

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Vorwort: St. Georg Liederbuch deutscher Jugend 2. Auflage

Wieder geht das “St. Georg-Liederbuch” hinaus, bereichert um eine ganz beträchtliche Zahl neuer Lieder, diesmal nicht mehr unbekannt, sondern erwartet und gekannt wohl überall da, wo deutsche Jugend steht und ihre Lieder singt. Ungeheuer Großes ist geschehen, seit das Buch zum erstenmal hinausging. Die Jugend eines ganzen Volkes hat sich, wie dieses Volk selbst, um einen Führer und eine Fahne

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