Das alte Volkslied von der Besiegung der Seeräuber Störtebeker und Gödeke Michael

Eine Begebenheit, wie die gegenwärtige, der Sieg über gefürchtete Korsaren, die eine Reihe von Jahren hindurch nicht allein die Nordsee unsicher machten, sondern die Gefahr verachtend, selbst bis in’s mittelländische Meer sich wagten, war es würdig, nach alter deutscher Weise durch ein Volkslied auf die ferne Nachkommenschaft gebracht zu werden. Die Seeräuber leben bis auf diese Stunde in Hamburg, dem

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Schlesische Volkslieder (1842): Vorwort

Im Sommer 1836 besuchte ich einen Freund auf dem Lande Ich hörte gegen Abend die Grasmädchen fingen Ich forschte nach sie sangen Volkslieder die mir des Sammelns werth schienen Ich erhielt nachher von der Hand eines dieser Mädchen Aufzeichnungen und faßte nun den Entschluß in Schlesien weiter nach Volksliedern zu suchen Einige Jahre später gewann ich die Ueberzeugung daß Schlesien

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Vorwort: Deutsche Volkslieder (Zuccalmaglio, 1840, Band II)

Ich glaube daß es kein zu gewagtes Unternehmen meinerseits sey, die deutsche Volkslieder Sammlung welche der verstorbene Kriegsrath Kretzschmer begonnen, hiermit fortzusetzen. Seit meiner frühesten Iugend war ich aufmerksam auf die Lieder, welche um mich her im Volke am schönen Rheine erklangen, lauschte ich den alten Mären und als ich der Schrift mächtig war, schrieb ich mir auf, was ich

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Vorwort zu “Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen”

Ew Königliche Hoheit haben Allergnädigst mir zu gestatten geruhet Allerhöchst Ihnen diese Deutschen Volkslieder mit ihren Original Weisen allerunterthänigst zueignen zu dürfen Möge diesem Werke das Glück werden Ew Königlichen Hoheit nicht zu mißfallen möge es ihm gelingen Allerhöchst Ihnen die freudige Ueberzeugung zu gewähren welch einen reichen Schaß von Volksliedern und Weisen Deutschland noch besitzt von denen freilich diese

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Vorwort: 100 historische deutsche Volkslieder (Soltau)

Der Gedanke, historische deutsche Volkslieder, die in Deutschland zu allen Zeiten ungleich  zahlreicher entstanden, als irgendwo, zunächst nur aus dem Gesichtspunkte ihres historischen Wertes vom übrigen weit reicheren deutschen Volksliede gesondert zu sammeln, ist sehr viel später zum Bewußtsein und eine, nicht bloß landschaftlich historische, sondern allgemein literarische Absicht bei Zusammenstellung derselben, noch viel später zur Ausführung gekommen, als die

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Vorwort: Allgemeines Schweizer Liederbuch von 1833

Wer einmal einer der großen Gesang Aufführungen in den Kantonen Zürich Appenzell Aargau etc. beigewohnt hat, dem wird es auch nicht entgangen sein , welchen Eindruck diese Chöre auf die versammelte Menge der Zuhörer machen . Bereits haben auch die Sängervereine ein reges Streben nach edlerem und gebildeterem Gesang über alle Klassen des Volks verbreitet und es ist erfreulich wahrzunehmen,

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Vorwort Allgemeines Schweizer Liederbuch (1828)

Dieses Liederbuch ist weitaus reichhaltiger als die meisten deutschen Sammlungen der Art es enthält dazu noch die meisten vaterländischen Gesänge und ist ungeachtet seines Umfangs doch wohlfeil. Die erste Auflage desselben hat sich ungewöhnlich schnell vergriffen was genugsam beweist daß das Bedürfniß einer solchen Sammlung allgemein und gerade diese den Wünschen der Meisten angemessen ist Besonders den Sängervereinen, zumal sie

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Vorwort: Der Kinder Lustfeld (1827)

Der Kinder Lustfeld gehört eigentlich zuerst in die Hand der Mutter, daß sie daraus ihren kleinen Kindern vorsinge, vorspreche oder vorerzähle. Fängt das Kind, an selbstständig zu lesen, so soll dies Büchlein sein erstes Lesebuch zur Unterhaltung sein. Selbst wenn das Kind den Inhalt desselben durch jene mütterlichen mündlichen Mitteilungen schon kennt, wird es nichts desto weniger gerade dies Bekannte

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Vorwort: Volkssagen, Märchen und Legenden (1811)

Sagen und Märchen werden gemeiniglich in früher Jugend den Kindern vorgeführt, es ist gleichsam eine süßere und mildere Speise, die man ihnen einflößt, da sie die härtere und rauhere, welche das wirkliche Leben und seine Geschichte uns gibt, nicht ertragen können. Ein rosenroter Morgenhimmel geht dem Kinde auf, es lebt in einer Welt unschuldiger Träume, und es wird wohl nicht

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Sommereinholen

In der Pfalz und umliegenden Gegenden gehen am Sonntag Lätare, welchen man den Sommertag nennt, die Kinder auf den Gassen herum mit hölzernen Stäben, an welchen eine mit Bändern geschmückte Bretzel hängt, und singen den Sommer an, worüber sich jedermann freut. Auch gehen oft zwei erwachsene junge Bursche verkleidet herum, von welchen einer den Sommer, der andere den Winter vorstellt,

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