Weberlieder


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Die Leineweber haben eine saubere Zunft

Die Leineweber haben eine saubere Zunft, harum di, dscharum di, schrum, schrum, schrum Mit fasten halten sie Zusammenkunft, harum di, dscharum di, schrum, schrum, schrum Aschegraue, dunkelblaue, schrum, schrum, schrum mir ein Viertel, dir ein Viertel, schrum, schrum, schrum Fein oder Grob, gegessen wern se doch mit der Jule, mit der Spule, mit der schrum, schrum, schrum Die Leinweber schlachten

Liederzeit: | , | 1833


Drei Winter vier Sommer

Drei Winter, vier Sommer drei Äpfel am Baum Jetzt komm ich zu mei´m Schatz aus dem Arbeitshaus heim Vom Spinnrad, vom Spinnrad vom Spinnrad, trira vom Spinnrad, vom Spinnrad vom Spinnrad, halt´s an Jetzt hat mich mein Vater ins Arbeitshaus gegeben das wegen meinem lustigen und liederlichen Leben Zum Spinnrad… Drunten im Arbeitshaus im extra Zimmer da tun die schönen

Liederzeit: | 1730


Du zahlst den Beitrag nicht ? Beitragsscheu!

“Nichts wissen wollen wir vom Verband,” so zischtenzwei Mädels bei Gelegenheit mich an.War das Erfahrungslehre? Ach, mitnichten;ein Ausspruch, nur aus Beitragsscheu getan. “Ich zahl den Beitrag nicht. Ich will verschnuppenan Schokolade lieber dieses Geld.”So sagte eine dieser Puppenvon J.P.Bemberg, Barmen-Langerfeld. “Eck well mek lewer en paar Dicken drenkenals dat denn Bonzen Beitrag ek betahl.”So spricht der Rückständige in den Schenken;ist

| | 2004


Ei wie so dumm ist´s (Leineweber muß man haben)

Ei wie so dumm ist´s wenn man es betrachtet wenn einer dem Leineweber seine Arbeit verachtet Ist ja kein Mensch auf der Welt, dem diese Arbeit nicht gefällt jeder muß sagen: Leinweber muß man haben Wenn ein klein Kind auf die Welt wird geboren wird ja dem Leinweber seine Arbeit auserkoren In ein feins Windelein wird es gewickelt ein und

Liederzeit: | | 1840


Ei wie so töricht ist (Leineweber)

Ei, wie so töricht ist, wenn man´s betrachtet Wer einem Leineweber seine Arbeit verachtet Kein Mensch auf dieser Welt der seine Arbeit nicht bestellt, Jeder muß sagen: Leineweber muß man haben. Wenn ein kleins Kindlein zur Welt wird geboren Wird einem Leineweber seine Arbeit auserkoren In ein feins Windelein wird es gewickelt ein Bänder gewebet man darum leget Wenn sich

Liederzeit: | , | 1900


Ein Feiertag ein Fest in Not (Prolog zum 33. Stiftungsfest

Ein Feiertag, ein Fest in Not!Darf man feiern? Karg ist’s Brot!Darf man jubeln – rings der Feind?Darf man hoffen, wenn man weint?Vieles ging verloren Euch!Habt Ihr Mut noch, seid Ihr reich.Nur, wer auch den Mut verloren,wäre besser nie geboren. ———————————————– Aus der lärmenden Fabrikstiegt Ihr heut ins Licht zurückund doch führ ich Euren Sinneinmal noch zum Webstuhl hin.Nur im Geiste

| | 2004


Ein Schneider und ein Ziegenbock

Ein Schneider und ein Ziegenbock,ein Leinweber und Igelkopf,ein Kürschner und ein Katze,Nun wohlan!Die tanzten auf einem Platze.So mein Igel so!So mein Igel so! Die Leinweber hatten sich eins vermessenbei dem Bier un da sie saßen,sie wollten in das Holz fahren,Nun wohlan!Sie wollten den Igel totschlan.So mein Igel so!So mein Igel so! Und das erhört die Fledermaus,sie ging wohl vor des

Liederzeit: | | 2004


Ein Städtchen liegt im roten Königreich (Crimmitschau 1904)

Ein Städtchen liegt im roten Königreich in dem ein Kampf jetzt zittert ein Kampf, der tobt, dem bisher keiner gleicht so heftig und erbittert Sie fanden´s gut, die noblen Herrn viel tausend Weber auszusperrn Der Ort, es kennt ihn jeder ganz genau es ist das Weberstädtchen Crimmitschau Gar eifrig steht die hohe Polizei wie´s Brauch in Sachs’schen Landen mit ihrer

Liederzeit: | | 1904


Einst sitzt im Stübchen schlicht und klein

Einst sitzt im Stübchen, schlicht und klein Sankt Annens frommes Töchterlein Maria, einsam und bedacht Den Rocken leer zu sehn vor Nacht Sie streicht mit ihren Händchen weich Von Zeit zu Zeit den Goldflachs gleich Zupft Flocken aus dem Wickelbund Benetzt mit Tau vom Knospenmund Die Fingerchen, wie Schnee so weiß Und zieht und dreht mit regem Fleiß Den Faden

Liederzeit: | | 1900


Erlebnisse von der Hausagitation

Ein herrlicher Sonntagmorgen war es, als wir Funktionäre, achtzehn an der Zahl, uns in D….. trafen, um für unseren Verband auf Hausagitation zu gehen. Galt es doch dieses mal, die säumigen und gleichgültigen Arbeitsschwestern und Arbeitsbrüder einer Kammgarnspinnerei aufzumuntern und unserer Organisation wieder zuzuführen. Die Einteilung war bald getroffen. Wir gingen zu Zweien, ausgerüstet mit den notwendigen Informationen und einer

| , | 2004



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