Weberlieder


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Der Neger und die Negerin (Baumwolle)

Der Neger und die Negerinstecken schwitzend in der Plantage drinDer Grundherr sitzt bei Wein und Schmauser sucht sich die fettesten Brocken aus Das war von Texas ein kleines Bildund nun die See – wie braust sie wild.Die Wolle fährt nach Ost im Schiff:der Sturm, der Nebel, das böse Riff. Der Markt zu Bremen. Und die Fabrikdie Spinnerin mit dem traurigen

| | 2004


Der Reiche hat das Gold in Massen (Weberspruch)

Der Reiche hat das Gold in Massen Der arme Weber muß es sich erraffen Großschweidnitz, Mitteld. II, 118 “Die Weberreime sollen bisweilen den Rhythmus bzw. die verschiedenen Rhythmen des Webergeräusches wiedergeben.  (siehe Curt Müller: “Lautausdeutung”) Sächs. II 55 ff. nach Wolfgang Steinitz: I. 266f

| | 1900


Der Reichtum und die Not

Es war einmal Bruder und Schwester der Reichtum und die Not Er schwelgte in tausend Genüssen sie hatte kaum trocken Brot Die Schwester diente dem Bruder viel hundert Jahre lang Ihn rührte es nicht, wenn sie weinte noch wenn ihr Leid zu ihm drang Er fluchte und trat sie mit Füßen er schlug sie ins sanfte Gesicht Sie kniete zur

Liederzeit: , | 1849


Der Syndikus

Gegen früher, welche Wandlung !Früher bei der Lohnverhandlungwaren es Prolet und Krauter,die, mal leise, manchmal lautermanchmal grob, manchmal in zartenFlüstertönen offenbartenihre unverblümte Meinung¸,schließlich kam es dann zur EinungAuch zum Streiken, je nachdemes dem Gegner unbequem.- Heute – welch ein Hochgenuß! –schmeißt den Kram der Syndikusauf der Unternehmerseitemancher sagt, dies sei ´ne Pleiteallen Unternehmergeistes;denn der Syndikus – so heißt es –sei

| , | 2004


Der wahre Fortschritt – 1920

Was ist der wahre Fortschritt, sagt ?Ist der es, der sich schüchtern zeigt,der einen Schritt sich vorwärts wagtund zwei Schritt schnell zurück dann weicht ? Der ewig schwankt und leise sprichtvon “Mäßigung”, “Besonnenheit”?Das ist der wahre Fortschritt nichter wirket nichts im Kampf der Zeit. Die Halbheit ist der Fortschritt nichtdie Halbheit ist die ReaktionEin Kämpfer, der sein Schwert zerbrichtder vor

| 2004


Die Fabrikante z’Dideldum die mänet bschädeli wol

DieFabrikante z´Dideldum die mänet bschädeli wol; Sie bschauet ´s Stückli um und um Und gend eim fast kei Lohn Der Weber hockt ofem Ofenbank Und passet of de Lo Er hebet bedi Händeli uf Und springt grad met davo Und wo n er dovor’s Hus hi chunt Do zellt er no si Gelt; Do is e nützigs Lüstli cho Und

Liederzeit: | 1900


Die Herren treiben´s gar zu toll (Weberlied)

Übersetzung: In dem Gebirge, o, da geht´s Mich muß es auch wundern immer noch Mit den Fabriken,o, da stinkt´s Und tut sich machen wieder doch. Wenn’s auch in einem Triebe wär Daß man wüßte wie und wenn Die Leute haben halt keine Ehre Die nicht bezahlen können Die Weberei geht ja gar so schlecht Sie geben ja fast keinen Schuß

Liederzeit: , | , | 1850


Die Hungerschlacht von Crimmitschau

Kein Hurra braust, keine Büchse kracht Kein wilder Schlachtradau Und doch tobt eine wilde Schlacht Im sächsischen Crimmitschau Kein Heerhauf steht dort im Gefecht In rotem und blauem Frack Dort kämpft verzweifelt um’s gute Recht Das hungrige “Weberpack” Die hungrigen Weber von Crimmitschau, die müde der langen Frohn, stehn Schulter an Schulter, Mann und Frau in trotziger Rebellion. Sie wollen

Liederzeit: | , | 1904


Die junge Arbeiterin

An meinem Werktisch kalt und kahlverirrt sich – könnt’s auch anders sein?-kein Vogelfang, kein Sonnenstrahlnur Dämmerlichter fallen fahl durch staubgekrönte Scheiben einDa hock ich nun jahrein, jahrausdie Spindel springt im RädertanzKein Sonntag füllt die Leere aus hab ich mir auch den schönsten Straußmit heimgebracht aus seinem GlanzUnd stell die Blumenpracht ich auchmir in ein Wasserglas – wie baldverduftet all ihr

| , | 2004


Die Leineweber futtern ein Schwein so fett

Die Leineweber futtern ein Schwein so fett Ein Schwein so fett Mit Haberstroh und Floh aus dem Bett Mit Haberstroh und Floh aus dem Bett Schirum scharum, piff paff paff, Dunkelblau, aschenblau, piff paff paff. Fein oder grob, Geld gibt´s doch, Hie a Dittke, do a Dittke, piff paff paff. Die Leineweber haben ein Schwein geschlacht Ein Schwein geschlacht, Im

Liederzeit: | | 2006



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