Bergmannslieder


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Guilelmus Rex unser Kaiser und Herr (Mansfelder Soldatenlied)

Guilelmus Rex, unser Kaiser und Herr der schickt seine Soldaten nach Mansfeld her Ein Dutzend Kompagnien und auch ein paar Schwadron´n und jeder Füsilier kriegt sechzig Patron´n Guten Tag auch, Lowise, wisch ab dein Gesicht Mit dir sprechen darf ich eigentlich nicht Denn würde unser Serschante das gewahr Bekäm ich wohl sicher ein halbes Jahr Gottseidank, daß ihr endlich mal

Liederzeit: | | 1909


Heil dir des Volkes Hort (Glück auf!)

Heil dir des Volkes Hort Steige als Losungswort zum Himmel auf In bied´rer Knappen Bund tief aus der Schächte Grund hall es von Mund zu Mund Heil und Glück auf! Heil Deutschland für und für Schirmend sei Gott mit dir dem wir vertraun Hoch von der Berge Rand grüßen dich, Vaterland Knappen mit Mund und Hand bieder und treu Jeden,

Liederzeit: | 1880


Horch was tönet aus dem Schachte welch ein Unglück ist geschehn

Horch was tönet aus dem Schachte welch ein Unglück ist geschehn 200 brave Bergmannsknappen fanden, fanden schon den frühen Tod Des Morgens um halb sechse steigt der Bergmann in den Schacht seinen Brüdern ” Glück auf ” zu wünschen als das Unglück schon geschah Rettet euch, Brüder, ihr seid verloren rettet euch, Brüder, in der Not Schlagende Wetter sind eingetroffen

Liederzeit: | | 1936


In das ewige Dunkel nieder steigt der Knappe

In das ew´ge Dunkel nieder steigt der Knappe, der Gebieter einer unterird´schen Welt Er, der stillen Nacht Gefährte atmet tief im Schoß der Erde den kein Himmelslicht erhellt Neu erzeugt mit jedem Morgen geht die Sonne ihren Lauf Ungestört ertönt der Berge uralt Zauberwort: “Glück auf!” Da umschwebt uns heil´ges Schweigen und aus blauen Flammen steigen Geister in die grause

| 2009


In früher Morgenstunde fahren wir zum Schacht hinein

In früher Morgenstunde fahr´n wir zum Schacht hinein Es klingt von Mund zu Munde „Glückauf“ beim Blendenschein. In tiefer dunkler Erde, da graben wir nach Erz und haben ohn´ Beschwerde dabei ein frohes Herz Sind wir vor unserem Orte, wird fleißig gern geschafft Wir reden nicht viel Worte, wir zeigen unsre Kraft Für Deutschlands Zukunft graben, wir Tag für Tag

Liederzeit: | 1956


Jetzt schlafen wir den langen Schlaf (Die toten Knappen sprechen)

Jetzt schlafen wir den langen Schlaf Der Herrgott wird uns wecken Und wird all unser Erdenleid Mit seiner Lieb`bedecken.- Wir fuhren aus dem tiefen Schacht Ein in des Todes lichte Nacht Still, ohne Schrei und Schrecken. Wir sind wohl wie ein Haufen, der Beherzt am Feind geblieben. Nun sorgt für unsre Lieben! Wir haben unser Leben lang Mit Stöhnen, Fluchen

| , | 1930


Karle wollte das Streiken hier nicht recht behagen

Karle wollte das Streiken hier nicht recht behagen Drum bestieg Er mit Vätern den Galawagen Und Anna die Seine im Anstandsrock Schwang Sich behänd´ auf den Kutscherbock Heidi, so ging es ohne Ruhe und Rast Zum Schachte hin mit der teueren Last Jedoch so ging es nur wenige Tage Der Anna, der wurde dies Spiel schon zur Plage Drum kurzweg

Liederzeit: | 1909


Kommt und schließt euch in die Runde (Jubiläum)

Kommt und schließt euch in die Runde frohe Stimmung gebe Kunde daß es gilt dem Jubilar drum laßt uns als brave Knappen unter unserm Bergmannswappen manch “Glück auf” ihm bringen dar Dreimal Heil zur Festesstunde wünschen wir aus Herzensgrunde dir, du edler Jubilar Fried und Freude, Heil und Segen spende Gott dir allerwegen bis zum goldnen Jubeljahr Nun Glück auf

Liederzeit: | 1956


Laut erschall in dieser Stunde

Laut erschall in dieser Stunde hier in ernster Männer Kreis in der deutschen Knappen Runde recht nach alter Bergmannsweis´ Treu und herzlich, wahr und bieder wie ihn kennt der Zeiten Lauf wie ihn kennen unsre Lieder unser schöner Gruß “Glück Auf!” Er ist ja, der uns vereinet der nicht Gruß allein uns ist drum wer´s treu und ehrlich meinet seiner

| 2009


Mann der Berge aufgewacht (Weckruf)

Mann der Berge, aufgewacht Ob im Stollen oder Schacht eingehüllt von Pulverdampf rüste dich zum Freiheitskampf Lang genug hast du gesäumt und geschlafen und geträumt Morgenrot wirft seinen Schein neues Leben bricht herein Hörst du nicht den Kampfeston? Deine Brüder fechten schon stehen straff in Reih und Glied nur du bist noch schlaff und müd Klagen über deine Not schafft

Liederzeit: | | 1900



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