Gefangenenlieder


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Wie hab ich oft (Der Traum des Gefangenen)

Wie hab’ ich oft in kerkerdüstren Stunden Wo mir die Reu ins Auge Zähren trieb Wo ich im Schmerz mich wie ein Wurm gewunden Wie hab’ ich da oft laut geschrien: »Vergib!« Doch von den nackten Mauern meiner Zelle Kam keine Antwort auf mein heißes Flehn! Versiegt ist mir im Aug der Tränen Quelle, Mein Gram — mein Gram, der

Liederzeit: | 1905


Wir blicken durch eiserne Stäbe

Wir blicken durch eiserne Stäbe Und seh´n durch ein Gitter von   Draht Die   Freiheit ist unser Leben Der Kerker ist unsere Schmach. Im Kerker müssen wir schmachten Und leiden oft große Not Wenn Menschen uns alle verachten Weil Stehlen nur ist unser Brot. Doch Gohlen ist unser Leben drum Keiber schaffet nur Rat Allein hierdurch könnt Ihr bewegen daß wir

Liederzeit: , | 1850


Wohin auch das Auge blicket (Die Moorsoldaten)

Wohin auch das Auge blicket Moor und Heide nur ringsum Vogelsang uns nicht erquicket Eichen stehen kahl und krumm Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor! Hier in dieser öden Heide ist das Lager aufgebaut wo wir fern von jeder Freude hinter Stacheldraht verstaut Wir sind die Moorsoldaten … Morgens ziehen die Kolonnen in das Moor

Liederzeit: | 1933


Wollt ihr nun hören eine neue Geschicht

Wollt ihr nun hören eine neue Geschicht Wie es die von Mühlhausen haben angericht´t? Sie haben hinterlistig gehandelt an einem kranken Weibe Ist ihnen immer Schande! Katharina Krauter ist ihr Nam’ Die nie wider Ehre hat getan Das darf niemand anders sagen Das tut den Bösewichtern weh — Sie werden mir’s nicht verzeihen Die von Mühlhausen sind Biederleut Sie würgen

Liederzeit: | , , , | 1525


Zehn Jahre seit den letzten Vogel (Der Gefangene)

Zehn Jahre! seit den letzten Vogel ich Im Blütenwald sein Liedchen schlagen hörte; Zehn Jahre! seit der blaue Himmel sich Zum letzten Male meinem Blick bescherte; Zehn Jahre! was ist weiter dein Begehr? Kann meine Wange sich noch blässer färben? Sieh, diese Hand bricht keine Kronen mehr; Laß, König, laß mich in der Freiheit sterben Zehn Jahre! meine Sehnen sind

Liederzeit: | 1841


Zu Lüneburg auf dem Kalkberg (Verraten)

Zu Lüneburg auf dem Kalkberg Da trug ich das Schandenkleid Zu Lüneburg schob ich den Karren In Kummer und Herzeleid Ich schob ihn sieben Jahre Der Karren und der war schwer Die Ketten an meinen Füßen Die drückten mich allzusehr Und als ich kam wieder nach Hause Da wandtest du ab dein Gesicht Um dich kam ich in Schande Du

Liederzeit: | 1911


Zu Mantua in Banden (Andreas Hofer Lied)

Zu Mantua in Banden der treue Hofer war, In Mantua zum Tode führt ihn der Feinde Schar. Es blutete der Brüder Herz, ganz Deutschland, ach in Schmach und Schmerz. Mit ihm das Land Tirol, Mit ihm das Land Tirol. Die Hände auf dem Rücken der Sandwirt Hofer ging, mit ruhig festen Schritten, ihm schien der Tod gering. Der Tod, den

Liederzeit: , | , | 1844


Zu Straßburg auf der Schanz (Der Schweizer)

Zu Straßburg auf der Schanz Da ging mein Trauern an Das Alphorn hört´  ich drüben wohl anstimmen Ins Vaterland mußt ich hinüberschwimmen Das ging ja nicht an Ein Stund wohl in der Nacht habens mich gefangen gebracht; Sie führten mich vor des Hauptmanns Haus, Ach Gott, was soll werden daraus, Mit mir ist’s aus. Frühmorgens um zehn Uhr Stellt man mich

Liederzeit: , | , | 1790


Zu Wesel auf der Schanz

Zu Wesel auf der Schanz da stand ein junger Knabe lebt wohl, lebt wohl ihr Brüder die ihr daheim geblieben mich scheid’t  von aller Not der bitt’re Tod Mit meinem Führer zog ich aus für Deutschlands Ehre doch es war Gottes Will erschlagen liegt der Schill bei Stralsund auf dem Wall O harter Fall Wer’s mit dem Tapfern hielt der

Liederzeit: | 1809


Zum letztenmal geht mir die Sonne nieder (Sands Abschied vom Leben)

Zum letztenmal geht mir die Sonne nieder zum letztenmal, es ist vollbracht Lebet wohl, auf ewig meine Brüder Lebet wohl und eine gute Nacht Dieses Leben, eine Handvoll Erde Himmel, nimm es nun zum Danke hin Zürne nicht, daß ich mein Mörder werde Du gabst mir ja diesen Freiheitssinn Zürne nicht, daß schon im Jugendkeine diese Hand ihr junges Leben

Liederzeit: | | 1833



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