Gefangenenlieder


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Im Frühling als der Märzwind ging (auf der Strasse)

Im Frühling, als der Märzwind ging, als jeder Zweig voll Knospen hing, da ging ich fröhlich wandern von einem Ort zum andern Und als das Korn in Fülle stand, die Sonne heiß herniederbarnnt´ zog ich fidel und heiter so manche Strasse weiter Der Herbstwind blies die Bäume an und ließ auch nicht ein Blatt daran. da walzte ich nicht minder ...

Liederzeit: | | 1910


Im tiefen Kerker

Im tiefen Kerker bin ich gefangen, die Freiheit ist mir dahingegangen. Im tiefen Kerker sperrt man mich ein, warum soll ich gefangen sein? Und vor den Richter, da soll ich treten, drei Vaterunser, die soll ich beten, drei Vaterunser, die bet‘ ich nicht, ich schau‘ dem Tod ins Angesicht. Ade, lieb Vater, ade, lieb Mutter, ade, lieb Schwester, ade, lieb ...

Liederzeit: | , | 1920


Im Walde von Sachsenhausen

Im Walde von Sachsenhausen ein Barackenlager steht Hier warten einige Tausend dass die Schutzhaft zu Ende geht. Wir sind schon lange gefangen waren erst im festen Bau; in uns allen lebt das Verlangen nach Hause zu Kindern und Frau. Im fernen Esterwegen da waren wir verbannt; die grünen Moorsoldaten hat man uns damals genannt. Es ruft uns beim Morgengrauen die ...

Liederzeit: | | 1936


In der Welt bin ich umher gegangen (Johann Bückler)

In der Welt bin ich umher gegangen an dem Rhein, da haben sie mich gefangen sie führten mich zur Stadt hinein Dort sollt ich ein Gefangener sein Johann Bückler heißt mein Namen, zweiundzwanzig bin ich an Jahren. Drei Tag‘, drei Stund‘ vor meinem End‘ empfanget ich das Sakrament. Das Gericht muß ich betreten. Fünf „Vater Unser“ muß ich beten: drum ...

Liederzeit: | | 1810


In einem Kerker saßen (1895)

In einem Kerker saßen zu Frankfurt an dem Main Mit geschlossnen Händen Sechs Studenten drein Sie hatten treu gefochten für der Brüder Glück. Vivat! Ihr Studenten! Vivat! Republik! Und der Kerkermeister sprach sich täglich aus „Bei mir, Herr Bürgermeister wischet keiner aus!“ Eines Abends plötzlich kam der Nachtgendarm suchte ganz entsetzlich den Studentenschwarm Ja! Sie war´n entflohen aus dem hohen ...

Liederzeit: | , | 1895


In Östreich stand ein altes Schloß (1928)

In Östreich stand ein altes Schloß ein wunderschöns Gebäude Von Silber, Gold, von Edelstein in Marmor ausgehauen Darinnen liegt ein junger Knab von zweiundzwanzig Jahren sechs Klafter tief wohl unter der Erd Bei Kröten und bei Schlangen. Der Vater zu dem Richter ging er bat um sei´m Sohn sein Leben „Euer Sohn der trägt eine goldene Kett Die bringt ihn um ...

Liederzeit: | 1928


Ist Dir vielleicht der kleine Ort bekannt

Ist Dir vielleicht der kleine Ort bekannt „Plötzensee“ wird er genannt wohin man die Menschenkinder die sich rausgestellt als Sünder. Aufs schleunigst verbannt? Sollt es bis jetzt Dir nicht beschieden sein Daß du mal kamst hinein Na, so will ich Dirs jetzt schildern in verschiednen kleinen Bildern aus eignem Augenschein Drum nun gib mal recht hübsch acht wie es wird ...

Liederzeit: | | 1910


Ja am Alex steht ein festes Haus

Ja am Alex, ja am Alex steht ein festes Haus wer einmal hineingeraten kommt so leicht nicht raus Ja,ja,ja, ach ja ´s ist traurig aber wahr nein, nein, nein, ach nein für immer da kann das nicht sein Der Dragoner mit dem Schlüssel rasselt vor der Tür eine Maid mit bleichen Wangen kommt so leicht nicht raus Ja,ja,ja, ach ja ...

Liederzeit: | , | 1934


Joseph lieber Joseph was hast du gemacht (Kindsmörderin)

Joseph, lieber Joseph was hast du gemacht daß du die arme Nannerl ins Unglück hast ´bracht Joseph, lieber Joseph mit mir ist´s bald aus man wird mich bald führen zum Schandtor hinaus Zum Schandtor hinaus auf ein grünen Platz da wirst du bald sehen was Lieb hat gemacht Richter, lieb Richter richt nur fein geschwind ich will ja gern sterben ...

Liederzeit: | 1806


Köln am Rhein du schönes Städtchen (Franken)

Köln am Rhein du schönes Städtchen Köln am Rhein du schöne Stadt, Und darinnen eine Festung, Die so hohe Mauern hat, Oftmals fragten mich die Leute, Was darin verborgen sei Und die Antwort darauf lautet, Hier sperrt man Gefangne ein. Ich hab zuhause auch ein Plätzchen, Das so wonnig und so warm, Wo mein Vader* und die Mutter Freuten sich ...

Liederzeit: | 1920


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