Gefangenenlieder


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Eins zwei drei vier fünf sechs sieben acht neun (Narrenhaus)

Eins zwei drei vier fünf sechs sieben acht neun geh ich in das Gässel ´nein schlag dem Bauer die Fenster ein kommt der Büttel. setzt mich ein setzt mich in das Narrenhaus geb ich drei, vier Batzen ´raus Ri ra, Ofenloch hätt´ich meine drei Batzen noch! in ” Des Knaben Wunderhorn ” Anh. 91

| | 1808


Es ging ein Knab spazieren (Vergewaltigung)

Es ging ein Knab spazieren, Zu Augsburg in den Wald, Da begegnet ihm ein Mägdlein, War achtzehn Jahre alt, Gar schön war sie gestalt Er nahm das Mädel gefangen, gefangen must du sein! Er zog ihr aus die Kleider, und schlug sie also sehr, hat ihr genommen die Ehr. Zu Augsburg in dem Wirthshaus saß er bei Speis und Trank

Liederzeit: | 1805


Es liegen drei Junggesellen gefangen

Es liegen drei Junggesellen gefangen auf den Tod Was haben wir denn Böses begangen Wir liegen wir liegen gefangen erbarmet euch unserer Not Ein Jungfräulein ging vorüber sie hört der Gefangenen Schrein es geht ihr tief zu Herzen es macht ihr bittre Schmerzen dem zarten Jungfräulein Ihr Gefangenen ich will für euch bitten bittet ihr indessen Gott ich will die Herren schön

Liederzeit: | 1843


Es liegt ein Schloß in Österreich

Es liegt ein Schloß in Österreich das ist ganz wohl erbauet von Silber und von rotem Gold mit Marmorstein gemauert Darinnen liegt ein junger Knab auf seinen Hals gefangen wohl vierzig Klafter tief unter der Erd bei Ottern und ber Schlangen Sein Vater kam von Rosenberg wohl vor den Thurm gegangen Ach Sohne liebster Sohne mein wie hart liegst du

Liederzeit: | 1600


Es sassen sechs Kommunisten

Es saßen sechs Kommunisten zu Essen in der Stadt. Sie saßen dort gefangen, weil sie Freiheitslieder sangen. Sie saßen dort gefangen sechzehn Wochen lang. Heraus, heraus, heraus, Revolution ! Trullala, trullala,  Freiheitsrepublik ist da. Trullala, trullala,  Freiheitsrepublik ! Blut muß fließen  –  Knüppel-knüppeldick. Es lebe hoch Spartakus  –   Räterepublik. Völker, Rache ! Schwinkt das Henkerbeil! Die Fürsten und die Pfaffen,

Liederzeit: , | | 1920


Es stehn drei Birken auf der Heide

Es stehn drei Birken auf der Heide valleri und vallera an denen hab ich meine Freude juppheidi heida die Lerche sang, die Sonne schien da schliefen wir bei Mutter Grün Drei Birken sind es und nicht sieben valleri und vallera ein schönes Mädchen tat ich lieben juppheidi heida drei Tage lang auf brauner Heid dann war sie aus, die schöne

Liederzeit: | 1910


Es war einmal a Königstochter

Die Mädchen reichen sich die Hände und bilden einen Kreis, in welchem ein Kind (die Hexe) auf dem Boden sitzt und dabei das Kleid ringsum und über dem Kopfe ausbreitet. Die Mädchen drehen sich und singen: Es war einmal a Königstochter die war ganz vermauert die Mauer muß man brechen Ziegel muß man stechen Alte Hexe , hänk dich an

| , , | 1897


Es waren einmal drei Reiter gefangen

Es waren einmal drei Reiter gefangen gefangen waren sie. Sie wurden gefangen und geführet keine Trommel ward dabei gerühret im ganzen römischen Reich Und als sie wohl auf die Brücke kamen was begegnet ihnen allda? Ein Mägdelein, jung an Jahren hatte nicht viel Leid erfahren: “Geh hin und bitte für uns!” “Und wenn ich für euch bitten tu was hülfe

Liederzeit: | 1843


Früh morgens im November zu Wien im Nebelgrau

Früh morgens im November zu Wien im Nebelgrau ein Wagen kommt gefahren nach der Brigittenau Umringt von Kürassieren fährt dort ein Mann voll Ruhm den will man füsilieren den deutschen Robert Blum Von Frankfurt ist er kommen der Linken bester Mann und hat zu Wien in Waffen gegen Windischgrätz gestahn Hat auf Kroaten schossen auf alles Sklaventum hat Schweiß und

Liederzeit: | | 1848


Für Recht und Freiheit bin ich gefangen

Für Recht und Freiheit bin ich gefangen für Recht und Freiheit bin ich gefangen In tiefen Kerkern sperrt man uns ein warum muß ich gefangen sein Die schlechten Speisen, die soll ich essen die schlechten Speisen, die ich nicht mag Heut ist es schon der vierte Tag wo ich noch nichts gegessen hab Und vor den Richter da soll ich

Liederzeit: | | 1934



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