Gedichte

Wenn dich die Lästerzunge stichtso laß dir das zum Troste sagen: Die schlechtesten Früchte sind es nichtworan die Wespen nagen   Text: Gottfried August Bürger , 1787 – zuerst im Göttinger Musenalmanach für 1787— Als der Großvater die Großmutter nahm (1885) — 1787 ...

| 2012


Zwanzigtausend Menschen brüllen Boxen, hüpfen wie die Füllen Schwenken Hüte, schwingen Stöcke Werfen in die Luft die Röcke Schwitzen bis ins Jägerhemde Küssen sich, wiewohl sie Fremde Brave Onkels, dicke Tanten Sind Mänaden und Bacchanten Und der Lederhändler Kraus Zieht sich fast die Hosen aus Ward die Menschheit, qualgebettet In das ew’ge Glück gerettet?! Wurde ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1925


Der Gärtner hat ein Blumenbeet Das grad in voller Blüte steht Die Rosen brennen rot und rund Die Nelken duften kunterbunt Die Lilien blühen keusch und rein Und treu des Veilchens Äugelein Doch mitten in dem süssen Traum Da breitet seine Arme aus Der alte liebe Apfelbaum Und winkt gar freundlich in das Haus Es ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
| 1913


Was hilft’s, dass ich mit Ernst und Hass Gepredigt und geschrieben?! Sie kriechen doch zum Weihrauchfass Das Pack ist Pack geblieben Ein Schurke, der die Schurken schont! Ich will die Peitsche schwingen! Das laufen seid ihr ja gewohnt So lernet jetzt das Springen! Text: Fritz Löhner-Beda (1908) Geleitwort zu seinem ersten Gedichtband „Getaufte und Baldgetaufte“. ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1908


Einst fragte ein wissbegieriger Jüngling den Gott zu Delphi wer der Weiseste aller Sterblichen sei „Der Weiseste“, erwiderte das Orakel „ist der Mann, der über alles auf dieser nichtigen Welt lächelt“. Seitdem lächelte der Jüngling über alles aber weise ist er nie geworden Text: Fritz Löhner-Beda in: Münchner Zeitschrift, Heft 36 (1901) Der erste gedruckte ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1901


Es war das Kloster Grabow im Lande Usedom Das nährte Gott vorzeiten aus seiner Gnade Strom Sie hätten sich sollen begnügen! Es schwammen an der Küste, dass es die Nahrung sei Den Mönchen in dem Kloster, jährlich zwei Fisch herbei Sie hätten sich sollen begnügen! Zwei Störe, groß gewaltig; dabei war das Gesetz Das jährlich ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1843


So wollt ihr fort O seht im Abendbrande Die ernsten Felsenstirnen mild erglühn Schaut diesen weiten Blick in lichte Lande Vom Fels herab aus dunklem Rebengrün Lockt euck nicht mehr des Herbstes würziger Segen Der purpurn in die Tonnen niederrinnt Nicht mehr das Lied das rings auf schroffen Stegen Um Burgentrümmer seinen Eppich spinnt Hält ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1840


Wie kommt′s, dass du so traurig bist Da alles froh erscheint? Man sieht dir′s an den Augen an Gewiß, du hast geweint „Und hab′ ich einsam auch geweint So ist′s mein eigner Schmerz Und Tränen fließen gar so süß Erleichtern mir das Herz.“ Die frohen Freunde laden dich O komm′ an unsre Brust Und was ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1804


Traute Heimat meiner Lieben Sinn ich still an dich zurück Wird mir wohl: Und dennoch trüben Sehnsuchtstränen meinen Blick Stiller Weiler, kleine Hütte immer seufz ich nach euch hin deine alte fromme Sitte bleibt stets in meinem Sinn Deine Fenster, die mit Reben einst mein Vater selbst umzog und der Birnbaum, der daneben über unser Dach sich bog ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1788