Frühmorgens wenn die Hähne krähn (Waldandacht)

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Frühmorgens, wenn die Hähne kräh´n
eh noch der Wachtel Ruf erschallt,
eh´ wärmer als die Lüfte weh´n
vom Jagdhornsruf das Echo hallt.
dann gehet auch nach seiner Weise
der liebe Herrgott durch den Wald.

Die Quelle, die ihn Kommen hört
hält ihr Gemurmel auf sogleich,
auf dass sie nicht in Andacht stört
so gross als klein ¦im Waldbereich
Die Bäume denken: „Nun lasst uns senken
vorm lieben Herrgott das Gezweig!“

Die Blümelein, wenn sie aufgewacht
sie ahnen auch den Herrn alsbald
und schütteln rasch den Schlaf der Nacht
sich aus den Augen mit Gewalt, ja mit Gewalt,
und flüstern leise rings um im Kreise:
„Der liebe Gott geht durch den Wald!“

Text: Leberecht Blücher Drewes  (1836)
Musik: Franz Wilhelm Abt (1873)

Anmerkungen zu "Frühmorgens wenn die Hähne krähn (Waldandacht)"

Gedicht von Lebrecht Dreves mit der Jahreszahl 1836 in dessen Gedichten (Berlin 1 Aufl 1849 S 15). Zuerst von Louis Kindscher vor 1853 komponiert (s. Greef, Männerchöre 9 Heft Nr 19) dann von Abt für Sologesang (letztere Melodie sehr beliebt)

"Frühmorgens wenn die Hähne krähn (Waldandacht)" in diesen Liederbüchern

in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) — Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Liederbuch Postverband (1898) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Des Rennsteigwanderers Liederbuch (1907) — Schlesier-Liederbuch (1936) –

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