Auf Brüder auf im Vaterlande (Marseillaise)

Auf Brüder auf im Vaterlande
Der Tag des Ruhmes kommt herbei
Denn blutig dort zu ew’ger Schande
Das Banner weht der Tyrannei
Hört Ihr entmenschte Kriegerhorden
Das Feld durchzieh’n in wildem Sohn
Die kommen nah und näher schon
Im Arm Euch Weib und Kind zu morden
Zum Kampf Ihr Bürger all
schließt Euch in feste Reih’n
Vorwärts Tyrannenblut soll Tau den Fluren sein

Was wollen jene fremden Degen
Was führt der Fürst die Söldner her
In Ketten Euren Arm zu legen
Das ist ihr schändliches Begehr
O Schmach o ew’ge Schmach Franzosen
Brecht auf zum Kampfe eh es tagt
Ein Fremdling Euch zu rauben wagt
Der jungen Freiheit blut’ge Rosen

Nein nimmermehr soll grausam walten
Ein fremd Gesetz am heim’schen Herd
Der Held wird stets den Sieg behalten
Gen Knechte kaum des Kampfes wert
Wir werden nimmer unterliegen
Wir beugen nie das Haupt in’s Joch
Und wie sie tobt wir werden doch
Die feige Söldnerschar besiegen

Und dann Ihr Brüder sei geschwungen
In Gnaden auch das tapf’re Schwert
Denn Mancher ward zum Kampf gezwungen
Des Mitleids und der Freiheit wert
Doch nimmer schonet feiler Knechte
Und nimmer der Verräterschar
Die selbst den Leib der sie gebar
In Tigerwut zerreißen möchte

O Lieb zum Vaterlande leite
Den Rächerarm der Dir sich weiht
O Freiheit heil’ge Freiheit streite
Mit uns wir führen Deinen Streit
Schwingst Du das Schwert bei unsern Fahnen
Zu uns des Sieges Palme weht
Und wenn der Feind im Tod vergeht
Erkennt er uns für wert der Ahnen
Zum Kampf Ihr Bürger all
schließt Euch in feste Reih n
Vorwärts Tyrannenblut soll Tau den Fluren sein

Text: Georg von Oertzen
Musik: Rouget de Lisle (Marseillaise)

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1857)

CDs und Bücher mit Auf Brüder auf im Vaterlande (Marseillaise):