Lieder von Arm und Reich


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Vom Baume der Großstadt ein welkendes Blatt

Es gleichet die Großstadt dem grünenden Baum der hoch emporragt in irdischem Raum und seine Blätter an Ast oder Zweig sind Großstadtkinder, teils arm oder reich und wenn so am Wipfel ein Blättchen erwacht gilt es dem Reichen, dem Sonnenschein lacht Aber tief drunten blinkt kein Sonnenstrahl da sind die Blätter meist farblos und fahl Es nahen Zeiten, gefahrvoll und

Liederzeit: | 1926


Vom Turm wo ich oft gesehen (Herzog Ulrich der Verbannte)

Vom Turm, wo ich oft gesehen hernieder auf ein schönes Land, vom Turme fremde Fahnen wehen wo meiner Ahnen Banner stand. Der Väter Hallen sind gebrochen gefallen ist des Enkels Los, er birgt, besiegt und ungebrochen sich in der Erde tiefem Schoss. Und wo einst in des Glückes Tagen mein Jagdhorn tönte durchs Gefild, da meine Feinde grässlich jagen sie

Liederzeit: | 1826


Von dem Elternhaus verstossen

Von dem Elternhaus verstossen Zieht ein Jüngling in die Welt Er zieht einsam durch die Strassen Weiß noch nicht, wohin es geht Hab kein Obdach, keine Bleibe hab so manche lange Nacht unter Gottes freiem Himmel in der Kälte zugebracht. Habt Erbarmen, liebe Leute Gott der Herr wird´s Euch belohn´n Denn ihr habt ja eine Heimat Und ein Haus worin

Liederzeit: | 1920


Was fang ich armer Teufel an?

Was fang ich armer Teufel an? Die Gelder sind verzehret, mein Hab und Gut ist all vertan der Beutel ausgeleret. Und daraus folgt der harte Schluss dass ich aus *** wandern muss. O jerum, jerum, jerum o quae mutatio rerum! Und Wäsche hab ich auch nicht mehr als nur ein einzig Hemde; das tut mir in der Seele weh und deucht

Liederzeit: | | 1763


Was frag ich viel nach Geld und Gut

Was frag ich viel nach Geld und Gut wenn ich zufrieden bin gibt Gott mir nur gesundes Blut so hab ich frohen Sinn und sing aus dankbarem Gemüt mein Morgen- und mein Abendlied So mancher schwimmt im Überfluss hat Haus und Hof und Geld, und ist doch immer voll Verdruss und freut sich nicht der Welt. Je mehr er hat,

Liederzeit: | , , , | 1776


Wenn das meine Mutter wüßte

Wenn das meine Mutter wüßte wie´s mir in der Fremde ging! Schuh und  Strümpfe sind zerrissen durch die Hosen pfeift der Wind Refrain: Denn all sein Geld, das hat der Leopold versoffen es ist so schön die Kehl´ herabgeflossen freut euch, das Glas ist aus und keinen Heller bringt der Leopold nach Haus der Lump, der Schlacks Eine Stelle hat

Liederzeit: | , , | 2007


Wenn die Bettelleute tanzen

Wenn die Bettelleute tanzen Wackelt der Kober und der Ranzen. Ei ja, ei ja, Ei ja so gehts, so gehts, so gehts. Ei ja so gehts, so gehts, Wackelt der Kober und der Ranzen. Kommt man über eine Brücke, Klappern sie mit Stock und Krücke. Ei ja, ei ja, Ei ja so gehts, so gehts, so gehts. Ei ja so

Liederzeit: | | 1890


Wer bist du armer Mann

Wer bist du armer Mann “Der Himmel ist mein Hut die Erde ist mein Schuh das heilige Kreuz ist mein Schwert wer mich sieht, hat mich lieb und wert” in Des Knaben Wunderhorn, 1808, III, Anhang , daher auch in Karl Simrock: Das Deutsche Kinderbuch , Nr. 184

| 1808


Wer nie sein Brot mit Tränen aß

Wer nie sein Brot mit Tränen aß Wer nie die kummervollen Nächte Auf seinem Bette weinend saß Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte Ihr führt ins Leben uns hinein Ihr laßt den Armen schuldig werden Dann überlaßt ihr ihn der Pein Denn alle Schuld rächt sich auf Erden Text: Johann Wolfgang von Goethe – aus Wilhelm Meisters Lehrjahre, dort

Liederzeit: | 1796


Wohlauf ihr klein’n Waldvögelein

Wohlauf, ihr klein’n Waldvögelein all’s, was in Lüften schwebt stimmt an, lobt Gott, den Herren mein singt an, die Stimm erhebt! Denn Gott hat euch erschaffen zu seinem Lob und Ehr G´sang, Feder, Schnabel, Waffen kommt alles von ihm her Sagt an, ihr lieben Vögelein wer ist, der euch erhält? Wo fliegt ihr hin, wo kehrt ihr ein wenn Schnee

Liederzeit: | | 1650



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Wiegenlieder für gute deutsche Mütter

Johann Friedrich Reichardt :  Wiegenlieder für gute deutsche Mütter. Leipzig, 1798, gedruckt bei Gerhard Fleischer dem Jüngern . In der Vorrede von Johann Friedrich Reichardt  heißt es. “Gute deutsche Mütter stillen und pflegen ihre Kindlein selbst und singen sie wohl gerne selbst in den Schlaf. Darum hab` ich bei der Wahl dieser Wiegenlieder eben so viel an die zartlichen und

Polenlieder

In der deutschen Literatur der 1830er Jahre spielen die Polenlieder, an denen fast alle bedeutenden Dichter jener Zeit beteiligt sind, eine wichtige Rolle. Die bisher beste Sammlung: “Polenlieder deutscher Dichter. Der Novemberaufstand”, gesammelt und herausgegeben von Stanislaw Leonhard in zwei Bänden (Krakau 1911, 1917) enthält Gediohte von A. von Chamisso , E. Geibel , Fr. Grillparzer , An. Grün , Fr.

Tagelieder

Tagelieder, mhd tageliet, tagewîse, sind eine beliebte Gattung der höfischen Lyrik sowohl in der französischen als in der deutschen Litteratur. Sie bestehen aus einem an den Anbruch des Morgens, den Aufgang des Morgensternes anknüpfenden Gespräch zwischen dem Geliebten und der Geliebten, worin die wehmütige Empfindung des nötig gewordenen Scheidens zum lyrischen Ausdrucke kommt. Die Situation ist ursprünglich ohne Zweifel die

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