Bremer Stadtmusikanten

Alte Gedichte von A-Z

Alte Gedichte

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Ein armer Bauer wollte sterben (Der Esel und die drei Herren)

Ein armer Bauer wollte sterben.Drei Söhne standen um ihn her.Ach, meine Kinder! seufzte er,Ich hinterlass euch nichts zu erben,Als meinen Esel, und mein ganzes TestamentIst dies: besitzt ihn unzertrennt,Dem dien er heute, jenem morgen,Und wer ihn braucht, mag ihn versorgen Der Vater stirbt. Der Älteste mussDen Esel wohl am ersten haben.Von Früh bis in die […]

Gedichte | | 2011


Ein armer Schiffer stak in Schulden (Der arme Schiffer)

Ein armer Schiffer stak in Schulden, Und klagte dem Philet sein Leid. »Herr«, sprach er, »leiht mir hundert Gulden; Allein zu Eurer Sicherheit Hab ich kein ander Pfand als meine Redlichkeit. Indessen leiht mir aus Erbarmen Die hundert Gulden auf ein Jahr.« Philet, ein Retter in Gefahr, Ein Vater vieler hundert Armen, Zählt ihm das […]

Gedichte | 1746


Ein Bär der lange Zeit sein Brot ertanzen müssen (Der Tanzbär)

Ein Bär, der lange Zeit sein Brot ertanzen müssen,entrann und wählte sich den ersten Aufenthalt.Die Bären grüßten ihn mit brüderlichen KüssenUnd brummten freudig durch den Wald,Und wo ein Bär den andern sah,So hieß es: „Petz ist wieder da!“Der Bär erzählte drauf, was er in fremden LandenFür Abenteuer ausgestanden,Was er gesehn, gehört, getan.Und fing, da er […]

Gedichte | 2011


Ein Bauer trat (Der Junker und der Bauer)

Ein Bauer trat mit seiner Klage vor Junker Alexander hin: „Vernehmt, Herr, daß ich heut am Tage, recht übel angekommen bin: Mein Hund hat Eure Kuh gebissen. Wer wird den Schaden tragen müssen? „Schelm, das sollst du!“ fuhr hier der Junker auf „für dreißig Taler war mir nicht die Kuh zum Kauf, die sollst du […]

Gedichte | 1731


Ein Bienchen trank und fiel in Bach (Biene und Taube)

Ein Bienchen trank und fiel  in Bach. Dies sah voll Mitleid eine Taube Und warf ein Blättchen von der Laube worauf sie saß, ihm zu; das Bienchen schwamm darnach, Und half sich glücklich aus den Bach Den andern Tag saß unsre Taube in Frieden wieder auf der Laube. Ein Jäger hatte jetzt die Flinte drauf gespannt. Mein Bienchen […]

Gedichte | Pädagogische Kinderlieder | 1766


Ein Brite war zu ebner Erde (Unten und oben)

Ein Brite war zu ebner Erdein einem Hause einlogiert der ward von mancherlei Beschwerdedes Körpers oft inkomodiertSein Arzt, ein erzgescheiter Mannriet ihm als Kur Bewegung an Die will ich mir auch wahrlich machensprach Pitt, doch schmerzt mein linkes Beinund alle Leute würden lachenwollt ich als Lamech Läufer seinSonst ging ich fleißig auf die Jagdjetzt schmerzt […]

Gedichte | 2012


Ein Esel trabte seinen Schritt

Ein Esel trabte seinen Schrittein leichter Windhund trabte mit.Sie hatten einen Weg zu reisen.Pfui! Spricht der Hund, du träges Tier,man kömmt ja nicht vom Fleck mit dir! Er jagt voraus. In weiten Kreisenkehrt er zurück zum Esel hin,begaffet ihn, verhöhnet ihnund schießt dann fort gleich einem Pfeileund macht sich drei aus einer Meile. Sie gehen […]

Gedichte | 2011


Ein Gastwirt (Der graue Esel)

Ein Gastwirt – hab ich recht gehört,so wohnte er in Wesel –War wirklich reich und sehr geehrtin seinem grauen Eselweil er die vielen Gästebewirtete aufs beste Allein das Glück soll bei den reichen Spendendie schwachen Menschen ganz und gar verblenden.Der Wirt, von Hochmut eingenommen,ließ einen Advokaten kommenund bat durch ihn den Fürst – das Schild […]

Gedichte | 2012


Ein Greis von acht und achtzig Jahren

Ein Greis von achtundachtzig Jahren Ein armer abgelebter Greis Mit wenigen schneeweißen Haaren, Kam aus dem Walde, trug auf seinem krummen Rücken Ein schweres Bündel Reis Ach Gott, der arme Greis! Er mußte wohl sehr oft sich bücken, Als er die Reiserchen im weiten Walde las? Er hatte keinen Sohn, sonst hätte der’s gethan! Und […]

Gedichte | 1757


Ein guter dummer Bauernknabe (Der Bauer und sein Sohn)

Ein guter dummer Bauernknabe,Den Junker Hans einst mit auf Reisen nahm,Und der trotz seinem Herrn mit einer guten Gabe,Recht dreist zu lügen, wiederkam:Ging, kurz nach der vollbrachten Reise,Mit seinem Vater über Land.Fritz, der im Gehn recht Zeit zum Lügen fand,Log auf die unverschämt´ste Weise Zu seinem Unglück kam ein großer Hund gerannt.„Ja, Vater!“ rief der […]

Gedichte | 2011