Bremer Stadtmusikanten

Alte Gedichte von A-Z

Alte Gedichte

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Ach Gott sprach Hans (Der gelehrige Bauer)

Ach Gott sprach Hans, ein Bauerssohnzu einem lustigen Patronach Gott mir kräuselt´s in den Haarenich soll, ich soll —nun was denn, sprichach Gott ich soll Franzosen fahrenund diese Herrn verstehn nicht michund ich versteh nicht ihre Sprache Das ist wohl eine rechte Plageversetzt der andre, folg nur mir:Wenn einer der Franzosen diretwas befiehlt, horch auf: […]

Gedichte | | 2012


Alles schläft (Als Mariane am Klavier sang)

Alles schläft! Nur silbern schallet Marianens Stimme noch! Gott, von welcher Regung wallet Mein gepreßter Busen hoch! Zwischen Wonn und bangem Schmerz Schwankt mein liebekrankes Herz Schwind, o Erde! Laß mich fliegen Zu des Hochgelobten Thron; Mich mit ihr im Staube liegen Seufzen mit in ihren Ton Gott, du hörst es, was sie fleht; Acht […]

Gedichte | 1775


Als aus den mütterlichen Händen (Die Schöpfung)

Als aus den mütterlichen Händender allerschaffenden Natur nach seiner Sonne sich zu wenden der Stern den wir bewohnen fuhrda schifften, unsrer kleinen Sphäreden schönsten Reiz noch zu verleihnauf ihr sich holder Wesen Chöream Quell des Lichts geboren, ein Da sank die schön belockte Freudedie Hoffnung mit dem Zauberstabdie Unschuld in dem weißen Kleidezur kaum gebornen […]

Gedichte | | 2012


Auf eines Müllers Hofe (Die Bauernmagd)

Auf eines Müllers Hofe hatte sich bei Nacht Ein angeschlossner Hund von seiner Kette Einst losgerissen. Durch den Lärm erwacht Der Herr und ruft die Magd. Die springt schnell aus dem Bette Und eilt halb nackt hinaus den Hund An seine Kette wieder anzulegen Doch vor der Türe springt er wütend ihr entgegen Und beißt […]

Gedichte | 2011


Ausgelitten hast du – ausgerungen (Lotte bei Werthers Grabe)

Ausgelitten hast du – ausgerungenArmer Jüngling, deinen Todesstreit;Abgeblutet die Beleidigungen,Und gebüßt für deine Zärtlichkeit!O warum – O! daß ich dir gefallen!Hätte nie mein Auge dich erblickt,Hätte nimmer von den Mädchen allenDas verlobte Mädchen dich entzückt Jede Freude, meinen Seelen FriedeIst dahin, auch ohne Wiederkehr!Ruh und Glücke sind von mir geschieden,Und mein Albert liebt mich nun […]

Gedichte | 2012


Begleitet von zwei treuen Hunden (Die treuen Hunde)

Joseph Friedrich Engelschall Begleitet von zwei treuen Hunden,ging Schnell, ein Fleischer, über Land Schon waren ihm nach wenig Stundendie Türme seiner Stadt verschwunden,als in dem Wald, durch den der Weg sind wand,ein Mann mit Knotenstock – im Blickemehr tiefen Gram als Herzenstücke –bescheidend flehend vor ihm stand:Freund nur ein kleines einem Armen,Gott näher bringt dich […]

Gedichte | 2011


Beglückt beglückt wer dich erblickt

Beglückt, beglückt, wer dich erblicktUnd deinen Himmel trinketWem dein Gesicht, voll EngellichtDen Gruß des Friedens winket Ein süßer Blick, ein Wink, ein Nick,Reißt mich zur Himmelssphäre;Den ganzen Tag sinn ich ihm nach,Und baue dir Altäre Dein liebes Bild, so sanft, so mild,Führt mich an goldner KetteErwachet warm in meinem Arm,Und geht mit mir zu Bette. […]

Gedichte | 2012


Beglückt beglückt wer die Geliebte findet

Beglückt, beglückt, wer die Geliebte findet, Die seinen Jugendtraum begrüßt Wenn Arm um Arm, und Geist um Geist sich windet Und Seel‘ in Seele sich ergießt Die Liebe macht zum Goldpalast die Hütte Streut auf die Wildnis Tanz und Spiel Enthüllet uns der Gottheit leise Tritte Gibt uns des Himmels Vorgefühl Sie macht das Herz […]

Gedichte | 1776


Beim Graben einer Grube sah (Die zwei Totenköpfe)

Beim Graben einer Grube sah Ein Totenkopf den anderen liegen Und rief: »Wer bist du, der so nah Sich darf zu meiner Gruft verfügen?« »Ich war«, sprach der, »ein Ruderknecht, Aß schwarzes Brot, trank aus den Flüssen, Schlief auf der Erde, lebte schlecht, An Schuhn und Kleidern abgerissen: Bis der erwünschte Tod mich fand, Den […]

Gedichte | Lieder vom Tod | Lieder von Arm und Reich | 1800


Da liegen sie die stolzen Fürstentrümmer (Die Fürstengruft)

Da liegen sie, die stolzen Fürstentrümmer,Ehmals die Götzen ihrer Welt!Da liegen sie, vom fürchterlichen SchimmerDes blassen Tags erhellt! Die alten Särge leuchten in der dunklenVerwesungsgruft, wie faules Holz;Wie matt die großen Silberschilde funkeln,Der Fürsten letzter Stolz! Entsetzen packt den Wandrer hier am Haare,geußt Schauer über seine Haut,Wo Eitelkeit, gelehnt an eine Bahre,Aus hohlen Augen schaut. […]

Gedichte | 2012


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