Ach Bruder hör recht zu Was ich dir sagen tu

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Ach Bruder hör recht zu
Was ich dir sagen tu
Wie es geschrieben steht
Und wie der Wind nun weht
Daß es mir und dir
im Soldatenleben geht

Wohl auf dem Heu, wohl auf dem Stroh
Zerreißen wir die Hemden, da beißt uns der Floh
Kamaschen und die Schuh
Verschleißen auch dazu
Wir haben bei Tag
und bei Nacht keine Ruh

Wohl mit dem Geld
Ist es so bestellt
Dass der Soldat keinen Kreuzer behält
Das Brot ist oftmals schlecht
Da muß der Kriegesknecht
Zufrieden sein, es geh schlecht oder recht

Kommen wir ins Quartier
So macht es der Bauer nach seiner Manier
Frißt Würst und Speck allein
Und säuft den besten Wein
Er gedenkt nicht
dass wir seine Gäste sein

Durch ganz Holland, Durch ganz Brabant
Haben wir ja das Geldchen
an die Jungfern angewandt
Das ist unser Lebenslauf
Wir saufen tapfer drauf
Wir bezahlen dem Wirt
keinen Kreuzer darauf

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Mittler, Nr. 1435, 1865
Steinitz I; 1954, Einleitung

Liederthema:
Liederzeit: vor 1865 : Zeitraum:

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