Liederzeit: Volkslied im 19. Jahrhundert

Volkslied im 19. Jahrhundert: Volkslieder nach Zeit und historischen Ereignissen


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Zu Lüneburg sein wir ausmarschiert

Zu Lüneburg sein wir ausmarschiert Hurra, hurra, hurra in Schleswig sein wir einquartiert Hurra, hurra, hurra Wir denken an unsere Liebste ja nicht unsre Liebste lassen wir im Stich und dann zu Schleswig, und dann zu Schleswig mit Hurra Und als der achte Mai anbrach Hurra, hurra, hurra Und wir noch bei dem Frühstück warn Hurra, hurra, hurra. Da fing

Soldatenlieder | Liederzeit: , | | 1864


Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz

Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz da kamen die Schneider zsamm Da ritten ihrer neunzig, ja neunmal neunundneunzig, auf einem Gockelhahn Widewidewitt dem Ziegenbock, Meck meck meck dem Schneider Juchheirassa, juchheirassa! (gesprochen: “Wer da?”) Schneider meck, meck, meck Schneider meck, meck, meck Schneider meck, meck, meck, juchheirassa! Laß die Nadel sausen! Und als die Schneider Jahrstag hatten, Da war’n sie alle

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Scherzlieder | Liederzeit: | 1908


Zu Straßburg auf der langen Brück

Zu Strassburg auf der langen Brück da stand ich eines Tags nach Süden wandt ich meinen Blick in grauem Nebel lag´s Da dacht´ ich mir: Dahinter liegt in wunderbarem Reiz mit seinen Almen, seinen Höh´n dein Vaterland, die Schweiz Und wie ich´s dacht, und wie ich’s sann da zog ein Knab’ vorbei, der blies in’s traute Alpenhorn der Heimat Melodei.

Soldatenlieder | Liederzeit: | | 1847


Zu Straßburg in dem Städtchen (Gesellenlied)

Zu Straßburg in dem Städtchen da hat mein Schatz gewohnt sie schickt mir alle Morgen Hopsa Juja Morgen den Kaffee und ein Brief Den Brief hab ich erhalten den Kaffee aber nit darin da steht geschrieben der Winter ist vor der Tür Der Winter ist gekommen die Meister werden stolz Sie sagen zu ihren Gesellen “Geht hinaus und spalt das

Arbeiterlieder | Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Liederzeit: | | 1933


Zum Sellerie (Selleriesalat-Kirchweihtanz aus der Pfalz)

Zum Sellere, zum Sellere, zum Selleresalat! Un wann ich net die Dochter krieg, dann heirat ich die Mad. Dreh dich emol rum un sei net so dumm, dreh dich emol rum un sei net so dumm. Katharinche, Phillipinche gehst du mit mir ins Gras? Da pfeifen die Vögel und huppelt der Has. Ach nein, ach nein, es ist mir zu

Erotische Lieder | Tanzlieder | Liederzeit: | | 1900


Zum Tanze da geht ein Mädel mit güldenem Band

Zum Tanze, da geht ein Mädel mit güldenem Band Das schlingt sie dem Burschen ganz fest um die Hand Mein herzallerliebstes Mädel, so laß mich doch los Ich lauf dir gewißlich auch so nicht davon Kaum löset die schöne Jungfer das güldene Band Da war in den Wald schon der Bursche gerannt Drum haltet die Burschen so fest wie es

Tanzlieder | Liederzeit: | 1900


Zunächst bin i halt gange übers Bergel in Wald

Z´nächst bin i halt gange übers Bergel in Wald, und da g´freut´s mi zu wohne weil´s Jodeln schön hallt im stockfinstern Wald und a Diendel dort hütet des mer gar so gut g´fällt. Diri doidiau, o dia i doidiau, o dia i o diodiau, odirio Des mer gar so gut g’fällt wie koi andre so bald, und schön schwarzauget ist

Liebeslieder | Liederzeit: | 1900


Zwa schneeweiße Täuberl a Manderl und a Weiberl

Zwoa schneeweiße Täuberl a Manderl und a Weiberl müaßn gern anand habm weils eahn de Nesterl zsammtragn Zwoa schneeweiße Täuberl sitznt drobm auf an Bam, und i schau eahn grad zua wias eahnde Schnaberl gwetzt habn Zwoa schneeweiße Täuberl fliagnt her übers Haus, und der Bua, der dir bschaffn is, der kimmt dir nt aus Zwoa schneeweiße Täuberl fliagnt wohl

Liebeskummer | Liederzeit: | 1937


Zwa Sternlan am Himmel

Zwa Sternlan am Himmel die leuchten mitsamm das oan leucht zum Derndlan das andre leucht ham Ka Vögerl is treua sein Nesterl am Bam als i mein liab´n Derndlan ob i wach oda tram Und bei mein Derndlan da bin i so gern und da wird man so guat daß man übel kunnt wern Oft tramt ma du warst mit´n

Liebeslieder | Liederzeit: | 1900


Zwei Brüder wollten wandern (Untergang der Cimbria)

Zwei Brüder wollten wandern wohl nach Amerika – sie fuhren mit viel andern wohl auf der Cimbria. Die Nacht, die war erst helle dann stieg der Nebel auf- Das Schiff verfolgte langsam den vorgeschrieb`nen Lauf Da sah`n sie plötzlich blinken zur Seit`ein grünes Licht Hilf Himmel, wir sinken die Cimbria, sie bricht. So leb denn wohl mein Bruder ich fühl`das

Auswandererlieder | Balladen | Liederzeit: | 1883