Zu Bayern ein Städtchen ein stilles Haus

Soldatenlieder | | 2013
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Zu Bayern ein Städtchen ein stilles Haus
Da musste der Vater zum Kriege hinaus
Der Abschied fällt schwer von ihm und den Seinen
Er verlässt ja Weib und zwei muntere Kleinen

Gar blutrot ging die Sonne auf
Und das bedeutet den Kriegeslauf
Er greift sein Gewehr mit Zittern und Zagen,
Er muss ja hinaus in das blutige Jagen

Bei Sedan, da liegt der Vater im Blut
Kein Mensch kommt, der ihn verbinden tut
Er schreit nach dem Weib, er schreit nach den Kindern
Doch rasch kommt der Tod, ihm die Schmerzen zu lindern

Und als der Krieger die Botschaft bracht´
Dass der Vater gefallen in blutiger Schlacht
Da schrieen die Kinder, die Mutter, so laut
„Ach Gott, warum hast uns den Vater geraubt?“

Und als der Krieg nun ein Ende nahm
Der Vater immer nicht wieder kam
Da weinten die Kinder: „Er muss doch bald kommen
Der Krieg hat ja längst schon ein Ende genommen“

Quelle. eingesandt von cand. math. et rer .nat. et phil Erich Schönfeld – 1. Ers. Bat. J.R. 32 , 2. Feldkomp. in Meiningen – – DVA A 107 908 , Soldatenlieder-Sammlung (1914-1918) –

Andere Fassung vom gleichen Einsender:

Zu Baden ein Städtchen, ein stilles Haus
Der Vater muss ziehen in den Krieg hinaus
Der Abschied fällt schwer von ihm und den Seinen
Denn er hat ja ein Weib und zwei muntere Kleinen

Die Sonne ging ganz blutrot auf
Und das bedeutet den Kriegeslauf
Er greift sein Gewehr mit Zittern und Zagen
Und stürzet hinaus in das blutige Jagen

Die Kinderlein, sie jammern sehr
Sie haben ja keinen Vater mehr
Mit ihnen die Mutter mit ihren Sorgen
„Ach Gott, wer sorgt jetzt noch an jedem Morgen?“

Der Vollmond geht im Osten auf
Der Krieger haucht sein Leben aus
Er schreit nach dem Weib, er schreit nach den Kindern
Aber rasch kommt der Tod, um die Schmerzen zu lindern

(eingesandt von Erich Schönfeld DVA A 107 907)

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