Wos kriegt denn mei Schatz für a Heiratsgut?

Brauchtum | Marienlieder | | 2004
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Wos kriegt denn mei Schatz für a Heiratsgut?
A Nadel, an Fodn un a Fingerhuat
an taffeten Schürzer, a zwilchers Carsett
mit grosgrüna Bänder, sau dick wie a Bred
A gelbs paar Schu, sau groß wie a Haus
un drauf a paar Schnallen sau klee wie a Laus
auf`n Kopf an Huat von Binsen un Stroh
un dra sitzt a Kreuzla so groaß wie an Floh

Doch dos it mei Schatz sein Ölles nu nit
bei Leib und bei Lab’n! Es kriegt nu mehr miet
Zwä ströherne Sassel, an hülzerne Tisch
und nachher zwä Leuchter un an Fladerwüsch
a Spinnrod, a Bettstatt, wie a Stalldühr sau weit
sechs Ell’n in die Läng, sechs Ell’n in die Breit
nachher krieg’s nu an Gäsbock, a Kalm und a Kuh
und nachher zum Melk’n a Nachtg’schirr dazu


Un weil mer a Kinder kriegt in der Eh‘
so hat simei Schatz mit Spielzeug vorg’sehn
Fürn Nila a Trumm’l, fürn Sepperl a Pferd
fürs Gürgla a Flintn, fürn Stoffel a Schwert
für’d Maria an Hausrat von Holz und von Blei
fürn Toni a Messer, fürs Lener an Ei
Nacher hamer Kinder und Sach’n grad g’nug
ham eanner racht lieb und lach’n dazu


aus Franken , in zahlreichen Text- und Melodievarianten vor allem in  Süddeutschland als Brautlied verbreitet

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