Wo die Fuhren rauschen auf dem Heidesand (Heidjers Heimat)

Heimatlieder | , | 2009
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Wo die Fuhren rauschen auf dem Heidesand
wo der gelbe Ginster leuchtet weit ins Land
wo die Eichen trotzen jedem Sturmgebraus
da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus

Wo die braune Heide blüht zur Sommerzeit
wo Wacholder steh’n in ihrem düstren Kleid
wo die Birke stille Heidewege säumt
da hab‘ ich der Jugend schönste Zeit verträumt

Wo der alte Schäfer seine Schnucken treibt
und dem Land seiner Väter treu verbleibt
wo der Bauer mühsam seine Scholle bricht
da ist meine Heimat, die vergess‘ ich nicht

Wo am Heidehimmel nachts der Vollmond steht
wo ein blondes Mädel still das Glück erfleht
für den fernen Liebsten, den die Welt nicht kennt
dahin will ich wieder, eh‘ der Tod uns trennt

Bin die Welt durchwandert bis ans ferne Meer
zog ein Heimatklingen hinter’m Wanderer her
lockte all mein Sehnen aus dem Herzen vor
bis ich meine Freude an der Welt verlor

Heimweh nach dem märchenschönnen Heideland
wo die Fuhren rauschen auf dem Heidesand
wo die Eichen trotzen jedem Sturmgebraus
da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus

Text: Friedrich Fischer-Friesenhausen (1886 – 1960) war übelster Judenhasser und Nationalsozialist
Musik: S. Kranning
auf die Melodie von Wo die Ostseewellen trecken an den Strand
in: Lieb Vaterland (ca. 1935)







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