Wie hat das Gott so schön bedacht (Die Wanderburschen)

Wanderlieder | | 1859
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Wie hat das Gott so schön bedacht
daß er die Wanderburschen macht
Denn wenn kein Wanderbursche wär
wo käm das liebe Wandern her?

So manche Täler, manche Höhn
sie blieben still und ungesehn
So mancher schöne grüne Wald
würd´ungesehen groß und alt

So manches liebe Gläschen Wein
müßt da so ungetrunken sein
so mancher Mund, der küßlich ist
blieb da – ach Gott – so ungeküßt

Als unten ich im Tale ging
da pocht´s ans Fensterlein: kling, kling!
ein holdes Mägdlein schaut heraus
das sah so lieb, so freundlich aus

Das liebe Mädchenangesicht
vergess ich nun und nimmer nicht
das füllt mein armes Herz mit Weh
so lang – bis ich ein anderes seh

Drum hat es Gott so schön bedacht
daß er die Wanderburschen macht
denn wenn kein Wanderbursche wär
wo käm das liebe Wandern her?

Text: Karl Christian Gärtner – geboren 1791 ?
Musik: Julius Otto – aber auch Volksweise ( Verfasser unbekannt ?) – mehrere Vertonungen

u.a. in Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859) — Feuerwerker-Liederbuch (1883) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Der freie Turner (1913) – Berg Frei (1919) — Sport-Liederbuch (1921) — Alpenrose (1924) — Wander-Liederbuch für deutsche Mädchen (1927) —

Der Text in den Mädchenliederbüchern (z.B. Alpenrose) ist „entschärft“, da jeißt es in der ersten Strophe:
„Wie hat das Gott so schön gemacht / daß er das Wandern hat erdacht / denn wenn die Wanderlust nicht wär / wo käm das liebe Wandern her?“  Die 3. Strophe wird weggelassen und aus dem Mädchengesicht wird ein freundlich-liebes Angesicht, in der letzten Strophe entsprechend „Wanderlust“ anstatt „Wanderbursche“

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Die Noten zu "Wie hat das Gott so schön bedacht (Die Wanderburschen)":

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