Wem ginge nicht sein Herze auf in diesen Maientagen

Wanderlieder | | 2013
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Wem ginge nicht sein Herze auf
in diesen Maientagen
da junges Leben wird zuhauf
durchs ganze Land getragen?
Da überall in Feld und Wald
der Vöglein muntrer Sang erschallt
zum Wandern doch geschaffen
ein Trillern, Zwitscher, Schlagen

Und wie ist grade dieser Lenz
zum Wandern doch geschaffen
Vom Lochen bis zum Tal der Brenz
was gibts nicht zu erraffen
Gut Wetter: Gegen Regenguss
braucht niemand Wehr und Waffen

Am schönsten aber ist und bleibt
doch unsre Alb im Maien
wenn sie ihr frisches Buchlaub treibt
Waldmeister Düfte streuen
Drum ihr dem schmucken Sonntagskind
wie man jetzt kaum ein schmuckres find´t
den ersten Gruß wir weihen

Und ist wo einer dieser Zeit
etwa geplagt von Grillen
drückt ihn im Reich der böse Streit
des Wahlkampfs wüstes Brüllen
sieht er die Ernte in Gefahr
bangt er vor Cholera oder gar
träumt er vom Krieg im Stillen

Wir wissen gegen all den Quark
eun unfehlbares Mittel
und lägst du krank bis auf das Mark
im allerschlimmsten Spittel
wir raten: Freund, mach rasch dich auf
zur grünen Alb lenk deinen Lauf
wirf um den Wanderkittel

Was gilt´s? In diesem Waldesduft
wirst du in wenig Stunden
wenn dich umweht der Berge Luft
an Leib und Seel gesunden
Glaubs einem, der schon oft im Land
dies Mittelchen hat angewandt
und stets probat gefunden

Ist irgendwo was nicht im Blei
gleich steigt er auf die Höhen
dort wird er bald der Sorgen frei
die ihn im Tal umwehen
Der Felsenkranz und Bergesquell
macht Herz und Aug ihm wieder hell
läßt Gottes Spur ihn sehen

Drum ihm, der dies Gebirg erbaut
zuerst sei Dank gegeben
doch jedem Dank auch, der drauf schaut
der Berge Schatz zu heben
der ihre Schönheit uns erschließt
der Albverein, er sei gegrüsst
soll wachen, blühen, leben!

Text: Engel , aus Eislingen , 1893
Musik: auf die Melodie von O alte Burschenherrlichkeit
in Albvereins-Liederbuch (ca 1900)







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