Weit entfernt vom teuren Vaterlande (Wir irren hier umher)

Freiheitslieder | | 2010
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Weit entfernt vom teuren Vaterlande
Weit bin ich von dir, o treuster Freund
von den Brüdern, die die Sklavenbande
aufzulösen sich zum Kampf vereint
Mutig zogen wir vereint zum Streite
Tapfer hieb für Freiheit unser Schwert
Und der Sieg war stets auf unsrer Seite
und wir danken Gott, der unser Flehn erhört

Dein gedacht ich vor des Kampfes Hitze
dein gedacht ich selbst beim Mordgewühl
Wenn im Dampf der donnernden Geschütze
uns ein Jüngling tot zur Seite fiel
(Mir ein Jüngling tot zur Seite fiel)
ach, vielleicht der Edle, der gefallen war
war der Mutter Stütze in der Not
und der Vater, nach dem Kinde lallen
stürzte mutig für die Freiheit in den Tod

Greulich wüteten der Feinde Schwerter
Leichen häuften sich auf Leichen an
Doch der Höchste war stets unser Retter
Und vereitelt war der Feinde Plan
Doch zuletzt, welch traurig Mißgeschicke
Durch Verrat gelingts dem Feinde nur
Untergraben ward gehofftes Glücke
Und wir irren hier herum auf deutsche Flur
(Und wir irren nun umher auf deutsche Flur)

Kleiner ist die Heldenschar geworden
Rache schreit um das vergossne Blut
(Rache schreiet das vergossne Blut)
unsre Feinde konnten Polen morden
Aber nicht der Polen tapfre Wut
(Aber nicht der Polen tapfern Mut)
nicht zum Sklavendienst sind wir geboren
Recht und Freiheit ist das Losungswort
Dann (Drum)  ist Polen noch nicht ganz verloren
Glaub und Hoffnung lebt in unsern Herzen fort

Edler Freund, leb wohl, und alle Brüder
Die ihr weilt im lieben Vaterland
Weinet nicht, singt keine Trauerlieder
Nicht für immer sind wir fern verbannt
hin nach Frankreich ziehn wir mit Vertrauen
Glauben festen Muts an unser Glück
(Glaube fest, es ruht nur unser Glück)
Laßt uns nur auf Gottes Hülfe bauen
und wir kehren bald ins Vaterland zurück

Text und Musik: anonym – um 1832 ?

u.a. in: DVA A 58132 . Handschriftl. Liederbuch III aus Drelsdorf (Schleswig-Holst. Archiv, Ende der 2. Strophe fehlerhaft: „Auch vielleicht der Edler, der gefallen war, Die Mutter stürzte in der Not“) — Universal-Liederbuch (1841, mit Abweichungen in Klammern) — Polenlieder (1911, 1917, dort als  “ Der polnische Verbannte „)   – nach Steinitz II (1962)







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