Was uns die Väter einst geschenkt

Soldatenlieder | | 1915
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Was uns die Väter einst geschenkt
und uns so sehr am Herzen hängt
ist unser Vaterland
denn mit starker Hand
beschirmen wir es in der Not
wenn ringsumher der Feind ihm droht
und sind zu jeder Zeit
zu sterben gern bereit
Noch aber rufen wir „Hurra!
Ihr Feinde kommt, wir sind noch da“

Denn wir sind die wackere Vierte
vom Landwehr-Ersatzbataillon
und tragen, so Gott will, im Kriege
ganz bestimmt unsere Siege davon
wie unsere Väter und Brüder
so stellen auch wir unsern Mann
und gilt´s unsere Kraft zu beweisen
aber dann, aber dann gehn wir ran

Marschieren wir durch eine Stadt
wo´s viele schöne Mädel hat
dann singen wir ein Lied
gleich sind wir nicht mehr müd
Fast hinter jedem Blumentopf
zeigt sich ein hübscher Mädchenkopf
er hört auf den Gesang
und schaut uns nach noch lang
Der Hauptmann freut sich wie noch nie
sein Stolz ist seine Kompanie

Denn wir sind die wackere Vierte…..

Wenn wir im Feindeslande sind
sehr wehrlos da ein Weib und Kind
dann denn wir zurück
an unser eigen Glück
Wir rauben und wir plündern nicht
wir tuen nur was unsere Pflicht
und zwingen Achtung auf dem Feind
verlaßt euch drauf
Im off´nen Kampf auf freiem Feld
zeigt nur der Deutsche sich als Held

Denn wir sind die wackere Vierte…..

So halten wir bei Tag und Nacht
für´s Vaterland hier treue Wacht
Ob´s regnet oder schneit
es herrscht Gemütlichkeit
Und sehn wir wie ein Maulwurf aus
dann denken wir an euch zuhaus
Im Schützengraben drin
mit kreuzfidelem Sinn
ein Kamerad von uns spielt da
auf seiner Mundharmonika

Denn wir sind die wackere Vierte
vom Landwehr-Ersatzbataillon
und tragen, so Gott will, im Kriege
ganz bestimmt unsere Siege davon
wie unsere Väter und Brüder
so stellen auch wir unsern Mann
bekommen wir Liebespakete
aber dann, aber dann gehn wir ran

Text: vermutlich anonym , keine Angabe
Musik: auf die Melodie von Die Männer sind alle Verbrecher
in Weltkriegs-Liedersammlung (1926)

schon seltsam, wenn hier eine „deutsche soldatische Ritterlichkeit“ behauptet wird auf die Melodie von „Die Männer sind alle Verbrecher“, einen Operettenmelodie, die ein Jahr vor Kriegsbeginn uraufgeführt wurde. Dabei haben die deutschen Soldaten im ersten Weltkrieg furchtbare Verbrechen an der Zivilbevölkerung und an Gefangenen begangen: Es hat nur kaum ein Gericht gegeben, daß sie verurteilt hat: siehe dazu:  Gerd Hankel: Deutsche Kriegsverbrechen und ihre strafrechtliche Verfolgung nach dem Ersten Weltkrieg

 

 

 







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